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„Von denen, die kommen, denen, die bleiben, und denen, die wieder gehen…“

Gastautor: Frank Eckhardt
07.02.2017, 09:59  |  1143   |   |   

Meine Erfahrungen zur erfolgreichen Einwanderung nach Kanada.

Seit ich vor vielen Jahren das erste Mal als Besucher nach Nova Scotia kam, um mir die schöne Atlantikprovinz in Osten Kanadas anzusehen, hat sich hier im Grunde nicht wirklich viel verändert.

Die Menschen auf dem Lande sind freundlich und hilfsbereit. In den „kleinen Metropolen“ wie Halifax geht es recht geschäftig zu. Auf dem platten Land eher recht entspannt. Mittlerweile lebt unsere Familie dauerhaft auf Cape Breton Island, der „Perle“ der Provinz Nova Scotias. Wenn ich heute ein wenig über die Immigration nach Kanada berichte, muss ich Eines vorwegnehmen: Ich bin weder Immigrationsberater, noch möchte oder kann ich hier verbindliche Ratschläge für eine erfolgreiche Einreise als Immigrant nach Kanada geben. Ich berichte hier über meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse von Menschen, welche ich aus zahlreichen Gesprächen mit Immigranten aus Europa und den USA erfahren habe. In deren Erzählungen habe ich vieles vom Traum eines Lebens in Kanada wiedergefunden, was auch mich selber beflügelt hatte, diesen Schritt zu tun. Bisher haben meine Frau und ich diese Entscheidung noch nie bereut. Es geht hier weniger darum, aufzuzeigen, auf welche Art und Weise man nach Kanada einwandern kann, sondern mehr darum, welcher „Typus“ von Immigrant hier erfolgreich Fuß fasst und welcher Typus oft scheitert. Durch meine Tätigkeit als Landerschließer in Nova Scotia habe ich ständig Kontakt mit Menschen, welche ihre Fühler nach Kanada ausstrecken, meistens, um Grundbesitz zu erstehen. Ihre Beweggründe sind vielschichtig. Sei es, um sich in Sachwerten außerhalb Europas zu positionieren, um ein Feriendomizil zu erwerben, oder eine Basis zu schaffen für eine mögliche spätere Immigration in dieses schöne Land. Bei nahezu allen Gesprächen kommt früher oder später das Thema Einwanderung auf den Tisch. Da sich die Bedingungen dafür jedes Jahr mindestens einmal ändern und jede Provinz zusätzlich ihre besonderen Programme auferlegt, ist es nahezu unmöglich als nicht Profi hier den Überblick zu behalten. Deshalb verweise ich auch aus rechtlichen Gründen auf einige verschiedene Berater und die offizielle Seite der Kanadischen Regierung. Zu finden auf meiner Website unter „Hinweise“ und dort bei „Nova Scotia Seiten“:

http://www.fe-propertysales.com/canada/front_content.php?idcat=8

In all der Zeit haben nicht wenige Europäer versucht, ihre PR Card (Permanent Residence Card) zu erhalten. Mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Woran liegt das, wenn doch alle einwanderungswilligen Menschen die gleichen Bedingungen vorfinden? Exakt dazu gibt es nahezu immer die gleichen, sich wiederholenden Auffälligkeiten. Personen, welche sich bereits beim ersten Versuch, hier Fuß zu fassen recht ungeschickt anstellten und nach einem Verhör an der Grenze, sprich auf dem Flughafen in Halifax nach sechs Stunden Aufenthalt zurück geschickt wurden mit einer zusätzlichen Besuchsperre für ein Jahr. Hier sind die Behörden bei dem Verdacht auf Missbrauch der Einwanderungs und Besuchsregeln recht konsequent. In der Brd wohl heutzutage nicht mehr vorstellbar. Man kann das durchweg als Positivselektion bezeichnen. Weitere „Ungeduldige“ reisen erstmal ein, um von hier aus ihre Immigration irgendwie zu organisieren, um sich danach auf die eine oder andere Art durchzuwurschteln. Ein Unterfangen, was nicht empfehlenswert ist, zumal man riskiert sehr schnell eine dauerhafte Sperre für Kanada zu erhalten. Egal, wie der wirtschaftliche Hintergrund aussehen mag und ob derjenige Landbesitz nachweisen kann.

Der „Mythos der Sachzwänge“, welcher immer wieder gerne vorgeschoben wird, um sich beim Erkennen des Bevorstehenden, eigenen Scheiterns schnell die passende Begründung dafür zurechtzulegen: „Vor einigen Jahren war das alles noch viel einfacher mit den Einwanderungsbedingungen“. Diesen Satz hatte ich vor gut zehn Jahren, als ich selber meine Immigration auf den Weg gebracht habe, ebenfalls bereits vernommen. Auch wenn „früher“ sicher manches anders war, so war es nicht wirklich immer einfacher. Das darf ich aus meiner ganz persönlichen Erfahrung heraus berichten. Ich habe meine damalige Beantragung der lebenslangen Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung alleine, sprich ohne teure „Immigrationsberater“ bewerkstelligt. Wie kann es also sein, dass andere, vor allem Unternehmer aus Deutschland, Schweiz und Österreich beweisen, dass nicht nur eine Einwanderung nach Kanada, sondern auch eine dauerhaft erfolgreiche private und wirtschaftliche Integration funktioniert. Worin genau liegt nun der Unterschied zwischen den verschiedenen Personengruppen, die alle ein und dasselbe Ziel anstreben? Wenig verwunderlich sicher, dass es zuerst einmal an grundsätzlichen Charakterzügen liegt. Es sind all diese, welche einen erfolgreichen Unternehmer auszeichnen, egal wo sich dieser auf der Welt auch niederlassen mag. Ganz oben auf der Agenda, die beiden Begrifflichkeiten unternehmerisches Denken und besonders eigenverantwortliches Handeln. Eine gewisse Zielstrebigkeit, dazu die Kontinuität, das angestrebte Ziel auch konsequent zu verfolgen. Ein ausgeprägter Realitätssinn beim Erfassen und Sondieren der Möglichkeiten vor Ort. Die zutreffende Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen sowie Erfahrungen und die Möglichkeit, sich damit in dem neuen Umfeld dauerhaft zu behaupten und zu integrieren. Der Antrieb dafür, seiner bisherigen Heimat den Rücken zu kehren, um seinem Lebensweg eine neue Richtung zu geben. Besonders hier liegt meines Erachtens ein wesentlicher Punkt, welcher den Unterschied zwischen den beiden Personengruppen ausmacht. Wenn ich „auf der Flucht“ vor irgendetwas bin, mich die Angst vor irgendetwas antreibt, begehe ich meistens sehr auffällige Fehler. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Man läuft auch Gefahr, sich zu sehr und quasi blind auf andere externe, oft recht teure „Berater“ vor Ort zu verlassen, ohne selbst bemüht zu sein, das neue Spielfeld was man gerade betreten hat, sowie seine Spielregeln zu verstehen. Hier lässt sich nicht für jeden der gleiche Weg erfolgreich kopieren, den andere Immigranten aus Europa vor Jahren oder Jahrzehnten mit Bravour beschritten haben. Sind es nicht immer wieder die Menschen, welche ihren eigenen Weg finden und diesen mit Beharrlichkeit und Lebensfreude beschreiten, die eine erfolgreiche Neuorientierung ihres Lebens vorleben? Ist es nicht genau das, was Friedrich Schiller in seiner Ode an die Freude so wunderbar ausgedrückt hat ? Die Freude daran, vielleicht hier all die Dinge tun zu können, welche das eigene Herz zum singen bringt. Ein wenig Abenteuerlust und ein winziger Funken von „sich selbst beweisen, dass man diesen neuen Weg erfolgreich beschritten hat“. Auch das ließ sich aus etlichen Gesprächen heraushören.

„Das Glas ist also für einige Menschen im Leben anscheinend halb leer, während genau das gleiche Glas fuer die Anderen halb voll ist“.

Ganz unterschlagen möchte ich aber auch nicht, dass ein sich weltweit aktuell stark veränderndes Umfeld sicher auch eine gewisse Rolle spielt. Auch ohne dabei gleich in den „Angstmodus“ zu verfallen. Wirtschaftliche Tendenzen, große gesellschaftliche Umwälzungen im Kerneuropa, politische Gängeleien gemäß „political Correctness‘, Genderwahn, Geschichtsverdrehungen und Umdeutung. Überregulierung und Bevormundung, sowie die augenscheinliche massive Rechtsbeugung nach eigenem Gutdünken durch die Machthaber in der Brd tun ihr Übriges. Wenn man als Einheimischer feststellen muss, dass diejenigen, welche angeblich in diesem Land „Schutz suchen“, besser behandelt werden und bei schweren Straftaten oftmals ohne Konsequenzen davonkommen, darf bzw. sollte man schon nachdenklich werden. Viele Leistungsträger aus unterschiedlichsten Fachbereichen stellen sich vermehrt die Fragen: Will ich das alles überhaupt noch durch meine Steuern und Abgaben finanzieren? Und : „Wird meine Leistungsbereitschaft, meine Fähigkeiten nicht woanders deutlich besser gewertschätzt und durch weitaus bessere Lebensqualität honoriert? „ Ist das nicht verständlich? Haben Sie sich all das in den vergangenen Jahren und Monaten vielleicht auch einmal gefragt?

Mir sind etliche Lebenswege von Menschen aus Europa und aus aller Welt bekannt, die hier in unserer Wahlheimat Kanada mittlerweile ein glückliches, erfülltes und wirtschaftlich sehr erfolgreiches Leben leben. Sei es als Unternehmer, oder als Angestellter. Wenn einem bewusst ist, das über die Hälfte ! aller kanadischen Millionäre Immigranten der ersten oder zweiten Generation sind, dann sollte doch das ein Grund zum Nachdenken sein…

Ich darf gestehen, dass ich selber doch eher Unternehmerkontakte habe, das mag dem Umstand geschuldet sein, dass ich auch seit vielen Jahren ein kleines Unternehmen in Neuschottland führe. Zurück zu den Fakten.

Wie wäre es hiermit:

Es gibt kanadische Großbäckereinen mit dem Naman „Dimpflmeier“. Hier wird sogar ein „Schlesier Brot“ angeboten und landesweit erfolgreich vermarktet. In der Brd wäre das sicher bald auf dem „Index„. http://www.dimpflmeierbakery.com/

Oder ein ganz besonderes Dentallabor in der Provinz, das ebenfalls landesweit in Kanada seine Kunden beliefert: http://muellersdentalarts.ca/about-us/

Der Marktführer im Bereich Drehkippfenster nach deutschem Standard in ganz Atlantikkanada „Peter Kohler Windows“: http://peterkohler.com/

Oder ebenfalls im Spezialbereich für Blockheizkraftwerke als Stromversorger für Insellösungen der „John“ (Johannes) Egenolf in BC auf der anderen Seite des Landes .

Steht „Made in Canada“ drauf – ist aber „German Engineering“ drin: http://www.microcogen.ca/

Ich möchte Sie jetzt nicht langweilen, denn es gibt sicher Tausende dieser Beispiele und nicht nur bei den Unternehmern. Auf ein gutes Beispiel eines erfolgreichen Angestellten bei mir vor Ort möchte ich noch verweisen. Bei „meiner“ Bank arbeitet seit über 20 Jahren ein deutscher Mitarbeiter aus Frankfurt. Er spricht fließend Deutsch, Englisch und Französisch, was ihn für den Filialleiter so attraktiv erscheinen ließ, dass er ihn damals auf Grund seiner normalen Bewerbung eingestellt hat. Heute, so versicherte mir sein Vorgesetzter, möchte er auf Alex nicht mehr verzichten… Wer hat, der kann.

Oder umgekehrt ausgedrückt: Wer was kann, der hat auch.

Meist auch seine kanadische „PRCard“.

Besuchen Sie mich gerne mal.

Ihr

Frank Eckhardt

www.fe-propertysales.com



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Der gelernte Finanzfachwirt Frank Eckhardt war von 1990 bis 2012 als freier Finanzberater im Bereich Vermögenssicherung tätig. Er ist Mitglied mehrerer libertärer Zirkel und des Mittelstand-Instituts in Hannover. Eckhardt gilt zudem als Experte auf dem Gebiet der Autarkie und Selbstversorgung. Der Anhänger der „Österreichischen Schule“ und langjährige Kenner von Nova Scotia und insbesondere von Cape Breton Island betreibt mit seiner Landerschließungsfirma F.E. Property (www.fe-propertysales.com) die Planung und Umsetzung deutsch-kanadischer Netzwerke.

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