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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
07.02.2017, 15:11  |  353   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Anleger agieren weiter vorsichtig

Münchener Rück fallen nach Zahlen ans DAX-Ende

Aus Sorgen vor politischen Wirren in Europa haben Anleger den Euro verkauft. Die

Gemeinschaftswährung sackte heute innerhalb weniger Stunden um fast einen US-Cent auf 1,0653 Dollar ab.

An den Anleihemärkten flüchteten Investoren in die als sicher geltenden zehnjährigen Bundesanleihen, deren Rendite fiel deshalb auf den tiefsten Stand seit drei Wochen.

Der DAX legte nach den gestrigen Verlusten um 0,5 Prozent auf 11.562 Punkte zu.

Vor allem die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich trieben Anleger um. Der Renditeabstand zwischen der zehnjährigen Staatsanleihe aus Frankreich und der aus Deutschland stieg auf 0,78 Prozent und war damit so hoch wie zuletzt im November 2012.

Anleger sorgen sich vor allem vor einem Erfolg der rechtsextremen Partei Front National mit ihrer Chefin Marine Le Pen. Die Umfragewerte ihres Rivalen, François Fillon, sind wegen einer Korruptionsaffäre eingebrochen. Der Kandidat der konservativen Partei, der lange als Favorit galt, soll seine Frau zum Schein angestellt und darüber Hunderttausende Euro aus der Staatskasse kassiert haben.

Le Pen will Frankreich aus der Euro-Zone herauslösen und eine Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft abhalten. Die Analysten von JP Morgan rechnen damit, dass der Euro im Falle

eines Wahlsiegs der 48-Jährigen um rund zehn Prozent zum Dollar abwerten könnte.

Deviseninvestoren griffen daher verstärkt zum Dollar und zum Yen. Der Dollar-Index, der den Wert des “Greenback” zu anderen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,8 Prozent auf

100,68 Punkte. So stark legte er an einem Tag zuletzt Anfang Januar zu. Die japanische Währung kletterte zum Dollar um 0,6 Prozent auf 112,41 Yen.

An den Aktienmärkten spielte die Musik bei den deutschen Rückversicherern. Münchener Rück waren mit einem Kursminus von 1,6 Prozent größter Verlierer im DAX. Der Konzern

verdiente 2016 wegen höherer Schäden aus Naturkatastrophen eine halbe Milliarde Euro weniger, erhöhte aber die Dividende.

Beim kleineren Rivalen Hannover Rück ging der Kurs dagegen um 1,5 Prozent nach oben. Der Gewinn des Unternehmen stieg 2016 stärker als erwartet.

Überflieger im MDAX waren Gea mit einem Kursplus von 5,6 Prozent. Der Konzern, der Anlagen für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie baut, kündigte nach Umsatz- und Gewinnrückgängen für das laufende Jahr ein moderates Wachstum an und will Aktien zurückkaufen.

Börse Stuttgart TV

Laut Statistik haben US-Wahlen großen Einfluss auf die Börsenentwicklung. Entsprechend des sog. Präsidentenzyklus käme nach der Kursparty nun im Nachwahljahr die Ernüchterung. Was ist von dieser Börsenweisheit zu halten? Wie reagiert ein Vermögensverwalter auf die aktuelle politische Situation? Einschätzungen von Frank Benz, BENZ AG, Partner für Vermögen, im Gespräch mit Börse Stuttgart TV.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=13786

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index lag am frühen Nachmittag bei minus 35 Punkten. In dieser Phase waren überwiegend Knock-out-Puts und Put-Optionsscheine auf den DAX gesucht.

Trends im Handel

Anleger investierten heute bevorzugt in Knock-out-Calls auf den Best of Goldminers Index.

Eine Reihe von Marktteilnehmern setzt zudem mit Call-Optionsscheinen auf steigende Kurse der Aktien von Daimler, McDonald’s und Münchener Rück.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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