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Social-Trading Der Trend mit den „Vorturnern“

08.02.2017, 16:23  |  498   |   |   

Ein sehr beliebter Trend bei Anlegern ist das Social-Trading. „Facebook für die Börse“ könnte man es auch nennen. Ein (hoffentlich) erfahrener Trader stellt sozusagen eine Live-Datenbank zur Verfügung, bei der Sie verfolgen können, ob und wie erfolgreich der „Vorturner“ ist. Wenn Sie wollen, können Sie auf den Zug aufspringen und dessen Trades kopieren. Eine der bekanntesten Plattformen für Social-Trading ist eToro. Unsere Erfahrungen mit diesem Anbieter.

Eine Wortwolke zum Thema Social-Trading mit Euro-Banknoten im Hintergrund

Bild: Social Trading: Immer mehr Anleger verlassen sich darauf, dass andere geschickt investieren, um auf diesen Zug aufzuspringen. Bildquelle: John Kehly – 407451148 / Shutterstock.com

Los geht’s bei eToro mit einem Demo-Konto, mit dem man sich zunächst einmal, ohne echtes Geld zu investieren, umschauen kann. Praktisch, denn man kann andere Trades beobachten, testen und in Ruhe ausprobieren. Das Konto ist zeitlich nicht begrenzt. Man kann sich also so lange umschauen, wie man möchte. Erst wenn man sich fit genug zum selber Investieren fühlt, wandelt man das Konto um. Das stellt den ersten wirklichen Pluspunkt für eToro dar, denn viele andere Anbieter stellen ihre Demo-Konten zeitlich begrenzt zur Verfügung, um Anleger nach einer gewissen Zeit zum Investieren zu zwingen.

Immer auf dem Laufenden

Über ein Live-Fenster im Browser oder in der App sieht man immer, wie sich die jeweiligen Kurse gerade bewegen und wie die Trader, denen man folgt, damit umgehen. Für Anfänger unglaublich praktisch, vor allem wenn sie noch im „Demo-Modus“ sind und es noch nicht wirklich um etwas geht.

Wenn es dann in die „heiße Phase“ geht, man den Demo-Modus also verlassen hat, wird man informiert, wie viele Gebühren anfallen, bevor man einen Trade eröffnet. Ebenfalls sieht man, wie viel bereits für andere Trades angefallen ist. Und zwar bevor man investiert. Die Gebühren werden vom Betrag, dem man dem Trader zugewiesen hat, direkt abgezogen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

eToro hat jedoch auch einige Contras. Unter anderem den, dass man mit Dollar handelt. eToro rechnet die Euro-Überweisung also um. Je nach Wechselkurs können das also auch Verluste bedeuten. Tipp: Bezahlen Sie in Dollar per Kreditkarte über ihre Hausbank.

Weitere Minus-Punkte:

  • eToro zeigt nicht den tatsächlichen Verlust an, sondern maximal 100 Prozent.
  • Die Statistiken der Trader sind oft fehlerhaft.
  • Wenn Sie nach Tradern suchen, werden Ihnen nur die Profitablen angezeigt.
  • Beim Ausbezahlen des Geldes fällt eine Gebühr von 25 Dollar an.

Worauf Sie achten sollten

Schauen Sie, ob der Trader bereits Erfahrung hat. Wie lange ist er dabei? Wie verhält sich sein Wachstum? Ist es stabil oder steigt es gar kontinuierlich? Wenn ja, ist es einen Versuch wert, ihm zu folgen.

Hat er verlustreiche Positionen offen gelassen oder geschlossen? Falls er sie geschlossen hat, zeugt das von einer gewissen Portion Mut. Der Verlust könnte sich nämlich sonst soweit hochsummieren, dass Sie das gesamte Kapital verlieren können.

Unter anderem auf Focus.de können Sie sich vorab ganz genau informieren, was genau Social-Trading eigentlich bedeutet. Vor allem auf Anfänger lauern Stolperfallen.

Handeln – es geht auch anders

Wenn Sie sich zwar auf das Schwarmwissen der Community bei eToro verlassen wollen, aber nicht über diesen Anbieter handeln wollen, können Sie natürlich auch über einen klassischen Online-Broker investieren. Das Angebot der Top 3-Platzhirsche auf dem Markt ist groß:

Flatex ·       Keine Konto- und Depot-Gebühren

·       Schnelle, papierlose Kontoeröffnung

·       Außerbörsliches Handeln um Festpreis von 5,90 €

OnVista Bank ·       Ab 3,99 € Festpreis pro Trade für 6 Monate für Neukunden

·       Kostenlose Handelssoftware

·       Bis zu 30 FreeBuys pro Monat

Consorsbank ·       Depot dauerhaft ohne Jahresgebühr

·       Ab 4,95 € pro Trade für 12 Monate für Neukunden

·       mobile App

 

In den Vergleichstests meist ganz oben: Flatex. Ein deutscher Anbieter mit Sitz im bayerischen Kulmbach. Die Seite Betrugstest.com hat Flatex genauestens unter die Lupe genommen und schreibt: „Das Handelsangebot ist sehr umfangreich gestaltet, wobei man den Fokus zusätzlich auf einen zuverlässigen Forex-Handel gelegt hat. Gemeinsam mit der Muttergesellschaft, der FinTech Group AG, untersteht Flatex der Kontrolle durch die Europäische Zentralbank und wird durch die deutsche BaFin reguliert. Diese Kombination sorgt für ein hohes Maß an Seriosität und Sicherheit bei den Tradern, wobei diese Sicherheit durch die langjährige Erfahrung zusätzlichen Auftrieb erhält.“

Auch hier: Das Demo-Konto

Wer es erst einmal ausprobieren möchte, findet auch bei Fortex ein Demo-Konto. Probieren Sie’s einfach aus, testen Sie und schauen Sie, wie sich Ihre Schritte auf dem Finanzparkett entwickeln. Denn sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Trader bietet der Anbieter zielgerichtete und professionelle Hilfe beim Handel mit Wertpapieren.

Tipp: Das Demo-Konto ist kostenlos und dauerhaft gültig. Wenn Sie neue Strategien oder Taktiken ausprobieren oder testen möchten, machen Sie das zunächst über Ihr Demo-Konto. Wenn Sie im Bilde sind, kann’s dann in die „heiße Phase“ gehen.

Nutzer geben positives Feedback

Viele User, die Flatex nutzen, geben ein positives Feedback zu ihrem Anbieter. Immer wieder gelobt wurden:

  • Fünf Free Trades bei der Kontoeröffnung
  • Sehr seriös
  • Die App ist nutzerfreundlich und übersichtlich
  • Dauerhaftes Demo-Konto

Es geht noch günstiger

Noch günstiger geht der Handel mit den Wertpapieren bei DEGiro. Ein niederländischer Broker, der seit 2014 auch in Deutschland vertreten ist. Hier können Sie mit allen Wertpapieren handeln, die weltweit börsennotiert sind. Ein Demo-Konto gibt es hier nicht, eine Einführung ebenfalls nicht und auch auf den 1-Klick-Handel wartet man vergebens. Dafür ist der Broker vergleichsweise günstig. Die Ordergebühr im Inland kostet ab 2,08 €.

Fazit

  • Egal wo Sie mit Wertpapieren handeln: Halten Sie die Augen auf. Verfolgen Sie mit, beobachten Sie. Entwickeln Sie Verständnis für den Markt und seine Mechanismen.
  • Kaufen Sie keine Aktien von Unternehmen, dessen Produkte Sie nicht verstehen. Vor allem die Schwächen des Unternehmens, sowie dessen Zukunftschancen im Markt sollten Sie kennen.
  • Setzen Sie sich keine unrealistischen Ziele. Vor allem Anfänger glauben, einen bestimmten Prozentsatz pro Tag zu erwirtschaften. Das kann in die Hose gehen. Setzen Sie sich Stopp-Loss-Marken
  • Lassen Sie Emotionen außen vor! Auch wenn Sie einem Unternehmen persönlich verbunden sind: Wenn Unternehmenszahlen dagegen sprechen, ist die Erholung am Markt eher unwahrscheinlich. Fakten sollten die Oberhand behalten.

Bildquellen: dieboersenblogger.de / John Kehly – 407451148 / Shutterstock.com



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