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Trump macht Barrick-Gold „great again“

Gastautor: Daniel Saurenz
09.02.2017, 06:00  |  739   |   |   

goldbarren12Seit Mitte Dezember ist der Goldpreis kräftig auf Erholungskurs. Barrick Gold konnte sich zuletzt deutlich erholen – das Mehrjahreshoch aus 2016 ist nun im Fokus der Investoren. Neben den Nachrichten aus den USA gibt es dafür noch etliche andere Gründe. Wie geht es mit der Notierung des Edelmetalls weiter, zumal sich das charttechnische Bild deutlich aufhellt?

In die Nähe des höchsten Niveaus seit November 2016 ist der Goldpreis geklettert: Angetrieben wird die Erholung durch den Dollar, der seit Mitte Dezember im Rückwärtsgang gegenüber dem Yen ist. Zuletzt bekam der Goldpreis Rückenwind, nachdem die US-Notenbank bei der Sitzung am 1. Februar kein Signal gesendet hatte, wann es die nächste Zinserhöhung geben könnte. Offenbar macht sich die Fed Sorgen, dass US-Präsident Donald Trump mit seiner Politik den Welthandel und damit die Weltwirtschaft, und damit indirekt auch die US-Wirtschaft deutlich belasten könnte. In dem Umfeld könnte Fed-Chefin Janet Yellen die Zinsen langsamer anheben, als Yellen bislang signalisiert hat. Das würde den Goldpreis beflügelt.

Produktstrategie:

Wer bei Barrick Gold auf steigende Kurse setzen möchte, greift zum Turbo-Bull mit der WKN VN3RCX. Wir rechnen bei Gold wie beim US-Dollar in der nächsten Zeit mit einem Seitwärts-Tradingmarkt, was bedeutet Schwäche kaufen – Stärke verkaufen. Wer bei Barrick auf fallende Kurse spekulieren möchte, greift zur DL69A9.  Weitere Prod ukte auf Gold finden Sie in der Übersicht. Günstig handeln können Sie die oben gennanten Produkte bei DEGIRO.

Gold auf ein Jahr

Gold auf ein Jahr

Der Finanzmarkt zweifelt ohnehin deutlich an Yellens Plänen. „Obwohl Yellen drei Zinserhöhungen für 2017 signalisiert hat, haben Investoren lediglich zwei Erhöhungen eingepreist. Im Gegensatz zur Fed haben die Investoren am 1. Februar überhaupt nicht zögerlich gehandelt, sondern kräftig in Gold investiert. So ist der Bestand des SPDR Gold Shares, des weltgrößten Gold-ETCs, an dem Tag um 10,67 Tonnen auf 809,74 Tonnen gestiegen. Damit sind an dem Tag 413 Mio. Dollar in den ETC geflossen. Inzwischen ist der Bestand auf 811,22 Tonnen geklettert.

Wie der Handel mit Rohstoffen an der Börse funktioniert, lesen Sie in der Wissensrubrik der Citi.

Der wichtigste Antriebsmotor für den Goldpreis ist allerdings Donald Trump. Er und sein Team betonen bei jeder Gelegenheit, dass der Dollar „zu stark“ sei und reden den Greenback damit nach unten. Damit fällt ein ehemals wichtiger Belastungsfaktor für die Notierung des Edelmetalls weg, weshalb es Auftrieb bekommt. Durch den starken Dollar haben sich die Geschäftsperspektiven für die Exportabhängigen US-Unternehmen deutlich eingetrübt. Das will Trump schleunigst ändern.

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Zuletzt hatte Trump Japan und China scharf angegriffen, dass die Länder ihre Währungen stark abwerten würden, was die Wettbewerbsfähigkeit der US-Unternehmen erheblich beeinträchtige. „Sie sehen, was China macht, Sie sehen, was Japan über die Jahre gemacht hat. Sie spielen den Geldmarkt, sie spielen den Abwertungsmarkt, und wir sitzen hier wie eine Gruppe von Dummköpfen“, hatte Trump in einem Gespräch mit Unternehmensführern gesagt.

Im zweiten Teil betrachten wir den Einfluß des neuen US-Präsidenten auf den US-Dollar und damit indirekt den Goldpreis.

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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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