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Was verdienen Sie? Trader oder doch lieber ein risikoaverser Job - Arbeiten Sie noch...

09.02.2017, 11:39  |  1752   |   |   

...oder Feiern Sie schon? Was hatten 2016 Wirtschaftsprüfer, Steuerexperten und Ärzte gemeinsam? Sie gehörten zu den Spitzenverdienern in Deutschland und führten die Gehaltsskala mit circa 100.000 Euro Jahresgehalt an. 

Jetzt liegt der Jahresgehaltsreport 2017 der Stellenbörse "Stepstone" vor. Wer zukünftig sein Wohnsitz nach den Verdienstmöglichkeiten auswählen möchte, der sollte den Osten meiden oder verlassen. Auch die Hauptstadt ist unattraktiv, denn die Gehälter lagen noch hinter denen vom schönen Saarland. In Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wurden die höchsten Durchschnittsgehälter bezahlt. Hier bekamen Arbeitnehmer durchschnittlich gut 20.000 Euro mehr als im wilden Osten bezahlt. Sie könnten auch als Trader nach Frankfurt am Main gehen und werden mit einer Chance von 1 zu 100 in 20 Jahren Millionär sein ("godmodetrader").

Juristen kamen im Durchschnitt auf 62.400 Euro

Die juristischen Fakultäten der deutschen Universitäten können sich seit Jahrzehnten über mangelnde Studentenzahlen nicht beschweren. Laut Stepstone verdienten Juristen 2016 im Schnitt 62.400 Euro und in mittelgroßen Unternehmen 79.000 Euro. In Spezialgebieten sind natürlich höhere Bezüge drin.

Top-Branchen verus Flop-Branchen

2016 gehörten zu den Top-Branchen für hohe Gehälter die Chemie- und Erdöl-Industrie (68.214 Euro), die Pharmaindustrie sowie Luft- und Raumfahrtbranche. Zu den absoluten Flop-Branchen zählten das Handwerk (37.625 Euro), die Hotel- und Gastronomiebranche und der Bereich Bildung und Training. 

Pflege weit hinter den Ärzten

Der Gehaltsunterschied von Arbeitsmedizinern zu Pflegekräften war besonders groß. Arbeitsmediziner und Anästhesisten gehörten, mit knapp 100.000 Euro Jahresgehalt, zu den Spitzenverdienern. Hausärzte brachten 66.000 Euro nach Hause.

Ein Studium der Medizin und Zahnmedizin könnte sich mit 79.538 Euro pro Jahr auszahlen. Die Ausbidlung zur Pflegekraft sollte gut überlegt sein. Der Durchschnitt der Pflegekräfte verdiente 35.200 Euro. Physiotherapeuten haben nur 26.600 Euro pro Jahr im Lohnbeutel. Generell wird in großen Einrichtungen knapp 20 Prozent mehr bezahlt - ein Jobwechsel könnte sich auszahlen. 

+ 37 Prozent, Studienabschlüsse garantieren hohe Gehälter

Fachkräfte mit akademischer Ausbildung verdienten mehr als ihre Kollegen ohne Studienabschluss. Im Jahr sind es immerhin 17.000 Euro, die die Kollegen voneinander trennen. Studieren lohnt sich noch immer.

Bei den Gehältern nach Studiengang führte das Ranking die Medizin an und belegten die Erziehungswissenschaften den letzten Platz - mit 45.116 Euro. Im oberen Mittelfeld spielten Mathematik, Informatik und Wirtschaft (67.183 Euro). Im unteren Feld kamen Lehramt, Geisteswissenschaften und die Politik- und Sozialwissenschaften auf circa 50.000 Euro. 

Klassische Berufswahl: Banking - aber doch auf Platz 3, vor Ingenieure und IT

Bei den Gehältern nach Berufsgruppe kam der Bereich Banken gleich hinter Recht und Ärzte. In der Sparte Banking verdienten Mitarbeiter in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern im Durchschnitt 75.574 Euro pro Jahr. Mit gut 10.000 Euro weniger mussten sich Kollegen in Unternehmen mit bis 500 Mitarbeitern zufriedengeben. Optimal sind mittelgroße Unternehmen, denn die zahlten fast genauso viel wie die Großunternehmen - es waren 74.127 Euro.



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