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Rohstoffe: Goldpreis setzt Höhenflug fort, Silber zieht nach!
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Rohstoffe Goldpreis setzt Höhenflug fort, Silber zieht nach!

Gastautor: Eugen Weinberg
09.02.2017, 12:09  |  4478   |   |   

Energie: Trotz eines vom US-Energieministerium berichteten massiven Anstiegs der US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 13,8 Mio. Barrel sprangen die Ölpreise im Anschluss an die Veröffentlichung einen US-Dollar nach oben. Heute Morgen legen die Preise weiter zu. Brent notiert wieder bei 55,5 USD je Barrel, WTI bei 52,8 USD je Barrel. Wie ist das zu erklären? Zum einen hatte das API am Vortag einen Lageraufbau in ähnlicher Größenordnung berichtet, so dass die Überraschung darüber nicht mehr groß war. Zum anderen vermeldete das US-Energieministerium einen überraschenden Abbau der US-Benzinvorräte und unveränderte Destillatebestände, während hier beim API jeweils ein deutlicher Lageraufbau zu Buche stand. Zurückzuführen war der Rückgang bei den Benzinbeständen vor allem auf eine stärkere Nachfrage, welche die höhere Benzinproduktion überkompensierte. Dennoch kann auch dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass der gestrige Lagerbericht alles andere als erbaulich war. Die Rohöllagerbestände liegen nur noch 3,5 Mio. Barrel unter dem Rekordniveau von Ende April 2016, die Benzin- und Destillatebestände nach wie vor auf dem höchsten Stand zu dieser Jahreszeit überhaupt. Der Anstieg der Rohölbestände war hauptsächlich auf deutlich höhere Rohölimporte zurückzuführen. Diese stiegen um 1,1 Mio. auf 9,4 Mio. Barrel pro Tag, was dem höchsten Wochenwert seit September 2012 entsprach. Die US-Rohölproduktion stieg auf knapp 9 Mio. Barrel pro Tag, dem höchsten Niveau seit 10 Monaten. Der aktuelle Preisanstieg dürfte daher nicht von Dauer sein.

Produktidee Classic Turbo-Zertifikate:
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE37XR Bull WTI Light Crude Future Apr 2017 Hebel: 6,0
CE37YS Bear WTI Light Crude Future Apr 2017 Hebel: 5,4

Edelmetalle: Gold glänzt weiter, nachdem es gestern bei 1.245 USD bzw. 1.164 EUR je Feinunze 3-Monatshochs erreicht hatte. Das Überschreiten der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie vor zwei Tagen hat Gold in Euro anscheinend weiteren Auftrieb gegeben. Auch gestern gab es mit 5,3 Tonnen weitere Zuflüsse in die Gold-ETFs. Zudem war die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen gesunken, was Gold wohl ebenfalls unterstützt hat. Dass die indische Zentralbank entgegen den Erwartungen die Zinsen gestern nicht gesenkt hat, spielte offenbar keine Rolle. Immerhin wertete dadurch die Indische Rupie deutlich auf, was den Anstieg der lokalen Goldpreise bremste. Indien ist hinter China der weltweit zweitgrößte Goldkonsument. Wie das Statistische Bundesamt heute Morgen mitteilte, hat Deutschland im letzten Jahr einen Leistungsbilanzüberschuss von 266 Mrd. EUR bzw. 8,5% des BIP erzielt. Dies könnte neue Kritik an globalen Handelsungleichgewichten hervorrufen und auch den Vorwurf der Währungsmanipulation erneut aufkommen lassen. Die Sorgen vor einem möglichen Handels- und Währungskrieg scheinen daher gerechtfertigt und dürften die Nachfrage nach Gold hoch halten.
Silber wird im Fahrwasser von Gold mit nach oben gezogen und hat wie Gold gestern bei 17,9 USD je Feinunze ein 3-Monatshoch erreicht. Damit handelte es auch unmittelbar an der 200-Tage-Linie. Silber holt gegenüber Gold allerdings nicht auf, sondern läuft nur mit, wie das Gold/Silber-Verhältnis zeigt, das seit Mitte Januar eng um das Niveau von 70 pendelt.

Produktidee Best Turbo-Zertifikate:
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE6L11 Bull Silber Hebel: 8,1
CE4LKB Bear Silber Hebel: 15,7

Industriemetalle: Kupfer ist zwar von seinem gestrigen Hoch etwas zurückgekommen, hält sich aber noch in der Nähe von 5.900 USD je Tonne. Heute um 12 Uhr MEZ beginnt in der „Escondida“-Kupfermine in Chile der angekündigte Streik. Die Minenarbeiter haben sich Beobachtern zufolge auf einen langen Ausstand vorbereitet. Aber nicht nur dort dürfte es zu Lieferausfällen kommen, Probleme gibt es auch in der „Grasberg“-Kupfermine in Indonesien. „Grasberg“ ist nach „Escondida“ die weltweit zweitgrößte Kupfermine. Der Minenbetreiber Freeport-McMoRan hat bislang von der indonesischen Regierung noch keine Genehmigung zum Export von Kupferkonzentrat erhalten. Die alte Erlaubnis war am 12. Januar ausgelaufen. Die indonesische Regierung versucht mit diesem Schritt, Freeport neue Vertragsregularien aufzuzwingen. Die „Grasberg“-Mine stößt Angaben von Freeport zufolge nun aber an ihre Lagerkapazitäten, so dass die Produktion gedrosselt werden muss. Freeport bereitet sich darauf vor, die Produktion auf nur noch 40% der sonst üblichen Ausbringungsmenge zu reduzieren. Je länger die Probleme in den beiden größten Kupferminen der Welt andauern, umso gravierender dürften die Angebotsengpässe am globalen Kupfermarkt sein.
Indonesien war auch mitverantwortlich dafür, dass der Zinnpreis vor zwei Tagen auf ein 5½-Monatstief von 18.600 USD je Tonne gerutscht war. Denn laut Daten des Handelsministeriums hat Indonesien im Januar rund 6.960 Tonnen Zinn exportiert, fast dreimal so viel wie im Vorjahr.

Produktidee BEST Turbo-Zertifikate:
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE4PM1 Bull Copper Future Mar 17 Hebel: 7,7
CE46WH Bear Copper Future Mar 17 Hebel: 4,9

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Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Wertpapier: Öl (Brent), Gold, Platin, Palladium, Aluminium, Nickel, Kupfer, Zink


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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Kommentare

So so, minus 0,70 % ist also eine Fortsetzung des Höhenflug ? Ich habe das in der Grundschule noch anders gelernt.

Man was für Profis
Hallo Herr Weinberg,

Konsolidierung voraus und erstmal nichts mit neuen Hochs Charttechnisch an der 1250 iger gescheitert würde ich sagen.

Pegasusorion

Leiter Klappleitern & Standleitern

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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