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Commerzbank – diese Kennzahl lässt Investoren träumen

Gastautor: Daniel Saurenz
09.02.2017, 14:30  |  615   |   |   

Commerzbank_BerlinDer DAX notiert seit Jahresbeginn um die Marke von 11.600 Punkten. Soweit – so unspektakulär. Interessant wird es jedoch, wenn man sich die Verschiebungen innerhalb des Index ansieht. Am Donnerstag klettert die Aktie von Bayer um knapp drei Prozent. Am Ende der Kurstabelle findet man die Commerzbank. Für das Jahr 2016 muss man einen kräftigen Gewinneinbruch verbuchen, den die Investoren an der Börse heute abstrafen. 2015 lag der Gewinn bei knapp 1,1 Milliarden Euro, 2016 konnte man nur noch ein Plus von 279 Millionen verbuchen. Als Reaktion gab man bekannt, man habe die Boni für das abgelaufene Jahr um 100 Millionen Euro gekürzt. Eine Kennzahl könnte für Anleger mittelfristig wichtig werden: Nach 11,8 Prozent 2015 stieg die Eigenkapitalquote im vergangenen Jahr auf 12,3 Prozent. Wir werden in der kommenden Woche in unseren Webinaren erläutern warum dies wichtig ist.

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Unsere Chartanalyse:
Der DAX zeigte sich im gestrigen Handelsverlauf tendenziell schwach und markierte bei 11.479 Punkten ein Tagestief, ehe es am späten Nachmittag bis auf 11.553 Punkte nach oben ging. Damit wurde am Mittwoch erneut die Unterstützung um 11.480 Punkten getestet und hat gehalten. Damit keimt nun die Hoffnung auf einen Doppelboden. Das aber bleibt vorerst nur ein Wunsch.

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Der DAX präsentierte sich gestern innerhalb einer großen Schwankungsbreite weitgehend richtungslos. So betrug die Kursspanne im Tagesverlauf rund 110 Punkte. Am Schluss blieb ein Minus von 6 Punkten, bzw. 0,05 Prozent. Dieser volatile Handelsverlauf spiegelt sich in der Tageskerze vom Mittwoch wider und zeugt von der Unsicherheit der Marktteilnehmer über das weitere Marktgeschehen: Trotz der relativ hohen Kursbandbreite blieb es jedoch unter dem Strich beim Niveau des Vortages. Andererseits jedoch bekräftigt der gestrige Kursverlauf den Unterstützungsbereich um 11.480 Punkte, wo Käufer bereit sind, einzusteigen.

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Was das kurzfristige Trendverhalten anbelangt, so gibt der Minuten-Chart Auskunft. Dort zeigt sich einmal mehr der eingangs erwähnte Unterstützungsbereich um 11.480 Punkte, der bereits am Vortag getestet wurde. Von dieser Basis aus ging es im gestrigen Nachmittagshandel beim DAX auf bis zu 11.533 Punkten nach oben. Damit erweist sich der Bereich um 11.480 als kurzfristig stabile Unterstützung. Die Tiefs der vergangenen beiden Tage sind als Versuch einer Doppelboden-Bildung zu betrachten, die aber erst bei einem Kursniveau oberhalb von 11.601 Zählern als abgeschlossen bezeichnet werden darf. Dann wäre als erstes Kursziel die Marke um 11.680 zu benennen. Doch sind diese Überlegungen vorerst nur eines der möglichen Szenarien.

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Der Stundenchart erlaubt einen komprimierten Blick auf das kurzfristige Kursgeschehen beim DAX. Deutlich zu sehen: Das temporäre Hoch vom 26. Januar bei 11.893 Punkten. Dieses Niveau konnte der DAX bislang nicht einmal annähernd wieder erreichen – seither tendieren die Kurse tendenziell abwärts. Das hat zwischenzeitlich auch dazu geführt, dass die 21-Tagelinie bereits leicht fällt. Diese Linie visualisiert den durchschnittlichen DAX-Stand in den vergangenen 21 Handelstagen. Betrachtet man sich den Kurskorridor des DAX, so eröffnet sich durchaus weiteres Abwärtspotenzial, das sogar noch weit unterhalb der 11.400er-Marke reicht. Die 11.400er-Linie jedoch gilt als bedeutsame Unterstützung. Sollte dieses fallen, wäre das als Verkaufssignal zu werten. Damit sollten Aufwärtsbewegungen derzeit eher als kurzfristige Erholungsversuche betrachtet werden.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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