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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (3. Februar 2017)
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Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (3. Februar 2017)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
03.02.2017, 00:00  |  43   |   |   

Die Kennzahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Aufwärtstrend beim Verbrauchervertrauen setzt sich im Euroraum fort, kommentiert Igor de Maack.

​Die Kennzahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Aufwärtstrend beim Verbrauchervertrauen setzt sich im Euroraum fort. Zuversichtlich stimmt auch, dass in den Vereinigten Staaten bereits über die Hälfte der im S&P 500 vertretenen Unternehmen ihre Jahresergebnisse vorgelegt und für das vierte Quartal Gewinnsteigerungen um durchschnittlich 4,5 % ausgewiesen haben.

Das amerikanische Wachstum fiel 2016 enttäuschend aus (mit 1,6 %, einem Wert, der in etwa dem europäischen Wachstumstempo entspricht). Trotzdem fallen auch hier die positiven Signale ins Auge wie etwa die sinkende Anzahl der wöchentlich erfassten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe – womöglich Vorboten der verheißenen konjunkturellen Erholung, auf die die Steuersenkungen und der Anstieg der öffentlichen Ausgaben abzielen (Trumpflation).

In der Eurozone wird die Lage bei den Anleihen zunehmend komplizierter. Papiere mit langen Laufzeiten bleiben insbesondere in Frankreich und Italien weiterhin unter Druck, was auf eine Rückkehr des politischen Risikos angesichts der in diesen beiden Ländern anstehenden Wahlen hinweist. Die Aktienmärkte verharren somit in einer Phase, in der sie erst noch die von Donald Trump polternd orchestrierte neue geldpolitische und wirtschaftliche Weltordnung verdauen. Mit seinen Bemühungen, sein radikales und durchaus ideologiebehaftetes Programm wortgetreu umzusetzen, greift der neue US-Präsident auch zu Maßnahmen, die selbst seine treuesten Verbündeten verschrecken (wie etwa Theresa May und die Briten allgemein).

Nachdem Trump zuletzt ein Dekret erlassen hat, das den Bürgern bestimmter Länder die Einreise in die USA verwehrt, zitieren wir zum Abschluss dieses Wochenbriefs – freilich ganz ohne Hintergedanken – einige Strophen des berühmten Sonetts The New Colossus der großen amerikanischen Dichterin Emma Lazarus. Dieser Text wurde 1903 in den Podest der Freiheitsstatue eingraviert und ist noch heute im Museum innerhalb des Podests zu sehen:
 
„Behaltet, o alte Lande, euren sagenumwobenen Prunk“, ruft sie
Mit stummen Lippen. „Gebt mir eure Müden, eure Armen,
Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren,
Den elenden Unrat eurer gedrängten Küsten,
Schickt sie mir, die Heimatlosen, vom Sturme Getriebenen.
Hoch halt' ich mein Licht am gold’nen Tore!“

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