DAX-1,58 % EUR/USD+0,29 % Gold+0,69 % Öl (Brent)-0,54 %

Brexit Luxusproblem: Champagner wird teurer...

14.02.2017, 14:28  |  1435   |   |   

...oder mit was sollen sich die Briten zukünftig die Lage schön reden? Die Preise für Champagner und Prosecco werden auf der britischen Insel steigen. Der dreifache Hammer wird womöglich zuschlagen: Brexit, Inflation und Steuern.

Jetzt sollten Champagner-Lover auf der britischen Insel ihre dunklen Keller füllen, denn in den nächsten Jahren könnte das feine französische Tröpfchen vom europäischen Festland teurer werden. Der dreifache Hammer könnte zuschlagen: Brexit, Inflation und Steuererhöhungen - so der Vorsitzende der "Wine and Spirit Trade Association" Miles Beale ("TheGuardian"). Der Preis pro Flasche könnte um 1 Pfund 59 Pence steigen. Auch ein voraussichtlich weiter ansteigender Alkoholkosum könnte die Preise in die Höhe treiben. Im vergangenen Jahr legte der Sektkonsum um 13 Prozent zu. Es gingen mehr als 131 Millionen Flaschen über den Verkaufstresen britischer Supermärkte.

Aktuell müssen die Briten auf eine Flasche Wein 2,08 Pfund Steuern bezahlen. Das bedeutet, dass vom durchschnittlichen Preis pro Flasche über die Hälfte an den Staat geht (55 Prozent). Die Steuern auf Sekt sind nochmals höher. So zahlt ein Paar in Großbritannien mehr Steuern auf eine Flasche prickelnden Schaumwein - 2,67 Pfund - als das Paar im Erzeugerland Frankreich - 6 Pence.  

Bislang ist Großbritannien der größte Exportmarkt für französische Schaumweine. Eine mögliche Abwertung des Pfunds gegenüber dem Euro und die hohe Wahrscheinlichkeit auf eine Erhöhung der Zölle könnten für die Exporteure aber auch spezialisierten Händler in Großbritannien eine Katastrophe bedeuten. Die "Wine and Spirit Trade Association" rechnet in den nächsten Jahren mit einer fünfprozentigen Kaufpreiserhöhung pro Champagnerflasche. Sekt könnte sogar um neun Prozent teurer werden. Und der Preis pro Flasche Wein könnte um zehn Prozent zulegen.

Alternativ könnten die Briten weiterhin zu einem guten Craft-Bier, dem traditionellen Ale oder Schottischen Whisky greifen. Vielleicht schmeckt den verwöhnten Gourmets nach dem Brexit auch irgendwann der Wein aus Kalifornien.

Themen: Brexit


Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel