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Die Umsätze von Ford geben nach, nachdem ein Anreizprogramm der Regierung ausläuft

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.02.2017, 12:00  |  311   |   |   

Ford Motor Company (WKN:502391) gab an, dass die Umsätze im Januar in China um 32 % gefallen waren. Teilweise liegt das am wegfallen eines Steueranreizes für Neuwagenkäufer und teilweise an einer Eigenart des chinesischen Kalenders.

Die Zahlen

Ford hat zwei Joint Ventures mit chinesischen Autobauern. Changan Ford oder CAF baut und verkauft verschiedene Autos von Ford und SUVs aus dem globalen Produktportfolio der Amerikaner. Das andere Joint Venture nennt sich Jiangling Motors Corporation (JMC) und baut die Transit-Vans, den mittelgroßen Ranger-Pickup und einen SUV, der auf dem Ranger basiert und sich Everest nennt.

Die Umsätze von Ford in China beinhalten auch einige Fahrzeuge, die aus anderen Ländern importiert wurden, darunter den Vereinigten Staaten. Dazu gehören der Mustang, der Explorer und aufgemotzte Versionen des Fiesta, des Fokus und anderen.

Alle Zahlen in der folgenden Tabelle zeigen die Einzelhandelsumsätze und nicht die Großhandelsauslieferungen an die Händler. Die Umsätze der Marke Lincoln werden vierteljährlich gemeldet und sind daher in dieser Tabelle nicht enthalten.

Kennzahl Januar 2017 Januar  2016 Veränderung
CAF 66.163 111.856 (41) %
Importierte Ford-Fahrzeuge 2.020 1.721 17 %
JMC 20.249 17.255 17 %
Gesamt 88.432 130.832 32 %

Datenquelle: Ford Motor Company.

Die Sache mit dem Kalender

In China schließen die Geschäfte üblicherweise für ein paar Tage vor und nach dem chinesischen Neujahrsfest. Natürlich sinken während dieses Zeitraums die Absatzzahlen und Umsätze von Autos und anderen Dingen dramatisch. Aber das chinesische Neujahr folgt dem Mondkalender und das bedeutet, dass dieses Kalenderdatum nicht immer konsequent auf denselben Tag fällt. Manchmal ist es Ende Januar und manchmal Anfang Februar.

Letztes Jahr fiel das chinesische Neujahr auf den 8. Februar. Das bedeutet diese verlorenen Umsätze waren im Februar. Dieses Jahr fiel der Tag auf den 28. Januar und das bedeutet, dass der Januar 2017 fünf verkaufsfähige Tage weniger hatte als der Januar 2016.

Das ist ein sehr unvorteilhafter Vergleich für den Januar, aber im Februar sollte es dafür umso besser aussehen.

Wie eine Veränderung der Steueranreize die Umsätze nach unten drückte

Aber diese Eigenart des chinesischen Kalenders war nicht der einzige Faktor, der die Umsätze von Ford und seinen Konkurrenten nach unten gedrückt hat. Die chinesische Regierung bietet einen Steueranreiz für Neuwagenkäufer bei kleinen Motoren. Kleine Motoren verbrauchen nämlich weniger Treibstoff und sind daher sauberer. Dieser Anreiz wurde am 1. Januar halbiert.

Die chinesischen Umsätze von Fahrzeugen mit kleinen Motoren wie dem Ford Kuga erlitten im Januar einen Absatzeinbruch, da die Anreize der Regierung halbiert wurden. Bildquelle: Ford Motor Company.

Diese Einschränkung war schon vorher bekannt und führte dazu, dass viele Käufer im Dezember zu den Autohändlern liefen, um sich noch einen Neuwagen zu kaufen und damit die volle Steuererleichterung zu bekommen. Der Effekt war, dass sich die Umsätze, die normalerweise erst im Januar gekommen wären, auf in den Dezember verlagert haben.

Wir sollten nicht vergessen, dass die Konkurrenten von Ford von diesen beiden Faktoren auch betroffen sind. General Motors (WKN:A1C9CM) musste in China im Januar einen Rückgang um 24 % bei den Umsätzen verkraften.

Abgesehen davon, was ist in dem Monat sonst noch passiert? Es gab auch ein paar Highlights für Ford im Januar in China. Peter Fleet von Ford hatte Folgendes dazu zu sagen:

Die Umsätze der Fahrzeuge, die nicht von dem Steueranreiz betroffen waren, blieben stark. Der Edge, der Explorer und der Mustang konnten im Jahresvergleich mehr Umsatz erzielen, obwohl der Januar weniger Verkaufstage hatte. Die zugrundeliegenden Marktbedingungen und die Nachfrage der Kunden nach aufregenden neuen Produkten bleibt also stark.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass der Explorer und der Mustang aus den Vereinigten Staaten nach China importiert werden. Aufgrund der Zölle auf importierte Fahrzeuge sind die Preise hoch und die Absatzzahlen für beide Modelle relativ klein. Aber der Edge wird in China hergestellt  und Umsatzzahlen diese Fahrzeuges sind beträchtlich. Auch dieses Fahrzeug hatte im Januar einen guten Monat.

Der in China hergestellte Ford Edge war ein großer Erfolg für das Unternehmen in China. Bildquelle: Ford Motor Company.

Man sollte auch anmerken, dass die Umsätze bei JMC um 17,4 % gestiegen sind. Das deutet an, dass die Umsätze des Ford Transit in China weiterhin sehr stark sind .

Kurz gesagt: Die profitabelsten Produkte von Ford scheinen sich Anfang 2017 auch noch gut zu verkaufen, aber es ist noch zu früh, um einen genauen Blick auf das Jahr zu bekommen.

Ein Blick in die Zukunft

Das Timing des Neujahrsfestes macht es ein bisschen schwer zu sehen, wie sich Ford und seine Konkurrenten aktuell in China entwickeln. Wir werden ein besseres Verständnis davon haben, wenn wir die Zahlen für Januar und Februar mit dem Vorjahresergebnissen vergleichen können.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford. The Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 09.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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