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Immobilienmarkt beendet Rally Achtung Investoren, Finger weg von Immobilien!

14.02.2017, 16:47  |  3626   |   |   

Jetzt ist Schluss! Ja, Sie lesen richtig, der deutsche Immobilienmarkt ist laut den "Immobilienweisen" auf eine Kehrtwende programmiert. Preisübertreibungen und Mietsteigerungen werden einen Dämpfer bekommen. Wer sollte Eigentumswohnungen in München und Hamburg auch noch bezahlen?

Ein stark besetztes Team aus Forschern und Beratungsfirmen haben in der aktuellen Untersuchung des Zentralen Immobilienausschusses Mieten und Kaufpreise unter die Lupe genommen ("ntv"). Es wird prognostiziert, dass in Berlin und München die Bestandsmieten nur noch langsam ansteigen werden. Auch werde für die beiden Städte damit gerechnet, dass die Mieten in den Neuverträgen bald mit denen vom Vormieter übereinstimmen. In Hamburg scheint sich ebenfalls eine Abkühlung einzustellen.  

Die Indizien für die Trendwende sind:

  • nachlassender Zuzug in den Metropolen und
  • Wohnungsneubau (steigende Genehmigungszahlen).

 

Laut der Studie sind Berlin und München lange gewachsen und haben sich gefüllt, jedoch sieht es jetzt so aus, dass der "Schwarm" in günstigere Städte weiterzieht. 

Für Kaufinteressenten könnte es sich lohnen zu warten. In Hamburg, Berlin und München könnten die Preise für Eigentumswohnungen um bis zu einem Drittel günstiger werden - Zeithorizont: drei bis fünf Jahre. Die aktuellen Preise für Eigentumswohnungen können mit Mieten nicht mehr renditesicher gerechtfertigt werden.

Bei Eigentumswohnungen in München kommen die Experten zu einer Preisübertreibung von 75 Prozent. Auch in anderen Großstädten sieht die Bewertung dramatisch aus: Berlin, Köln, Stuttgart zeigen Preisübertreibungen von durchschnittlich 50 Prozent.

Im Vergleich zu den schwindelerregenden Kaufpreisen schwächten sich die Mieten bei neuabgeschlossenen Mietverträgen 2016 erheblich ab. Hatte es 2015 noch einen Anstieg um 3,4 Prozent gegeben, waren es im letzten Jahr nur noch 2,6 Prozent. Da die Mietpreisbremse nachweislich keine Effekte hatte, muss der Rückgang an einem zunehmenden Ungleichgewicht zwischen Einkommen und Mieten liegen.

Die Überhitzung am Markt könnte zu einem Preissturz führen. Von den niedrigen Zinsen können dann nur noch Häuslebauer am Stadtrand profitieren.

  

 



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Kommentare

Haaach,..Prognosen,..und im NTV ist heute genau gegenteiliges zu lesen!
Ich gebe zu,in einigen Bundesländern,so zb NRW,sind derzeit Eigentumswohnungen erstaunlich billig zu erstehen,der Lacher ist,früher hoffte man oft,auf einen Mieter,der vielleicht auszieht,heute schreckt der Gedanke an eine leerstehende Wohnung förmlich ab.
Zu hoffen bliebe,dass es sich auf dem Lande irgendwann stabilisiert,aber wir wissen noch nicht,wie viel tatsächlich an Euro-Panik,furcht und entsetzen dahinter steckt !
Klar,ist nunmehr,man kann auch hier richtig Geld,in den Sand setzen,wenn man selber,sich dort wohl fühlt,ists besser,als zur Miete zu wohnen,soviel bleibt sicher !

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