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Coca-Cola macht bei seiner Transformation Fortschritte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
15.02.2017, 13:31  |  394   |   |   

The Coca Cola Company (WKN:850663) legte am 9. Februar ihre Quartalszahlen für das vierte Quartal 2016 vor. Die Ergebnisse spiegeln die gegenwärtigen Anstrengungen wider, das Geschäftsmodell weniger produktionslastig zu machen, indem sich das Unternehmen auf Innovationen beim Portfolio und der Entwicklung der Marke konzentriert.

The Coca Cola Company: Die Zahlen

Kennzahl Q4 2016 Q4 2015 Wachstum im Vergleich zum Vorjahr
Umsatz 9,4 Milliarden USD 10,0 Milliarden USD (6 %)
Reingewinn 547 Millionen USD 1,24  Milliarden USD (55,9 %)
Verwässerter Gewinn je Aktie 0,13 USD 0,28 USD (54 %)

Datenquelle: The Coca-Cola Company.

Was ist mit Coca-Cola letztes Quartal passiert?

  • Der Umsatzrückgang von 6 % lag hauptsächlich an Desinvestitionen, die infolge der Re-Franchise- oder Verkaufsbemühungen seiner Abfüllanlagen an Partner stattfanden. Das Unternehmen liegt im Plan, seine gesamten Abfüllanlagen in den USA 2017 auszugliedern.
  • Das organische Umsatzwachstum, welches um Währungsschwankungen, Zukäufe, Desinvestitionen und andere strukturelle Maßnahmen bereinigt ist, wuchs in dem Quartal um 6 %.
  • Der Reingewinn und der verwässerte Gewinn je Aktie halbierten sich während des Quartals im Vergleich zum Vorjahr. Der Übeltäter sind die 919 Millionen US-Dollar Kosten und Lizenzgebühren, die sich aus den Re-Franchising-Bemühungen und Umstrukturierungsmaßnahmen ergeben, die im Zuge des Produktivitätssteigerungsprogramms durchgeführt werden.
  • Die Verkaufszahlen von Coca Cola verbesserten sich während des vierten Quartals um 1 %. Die Zahl der verkauften Stück in den entwickelten Märkten wuchs im niedrigen einstelligen Bereich. Dieser Schwung wurde jedoch durch schwache Zahlen in Lateinamerika aufgezehrt.
  • Ein starkes Quartal verzeichneten die Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik. In Nordamerika stiegen sowohl Umsatz als auch organischer Umsatz um 8 %. In der Asien-Pazifik-Region stieg der Umsatz ebenfalls um 8 %. Der organische Umsatz legte hier um 7 % zu.
  • Die übrigen Regionen wie Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) verzeichneten einen Umsatzrückgang um 4 % bei einem Zuwachs von 5 % des organischen Wachstums. Ähnlich sieht es in Lateinamerika aus. Der Umsatz fiel um 4 % und der organische Umsatz verbesserte sich um 10 %. In der Bottling Investment Group (BIG) schrumpfte der Umsatz um drastische 20 % infolge der planmäßigen Desinvestitionen. Wie alle anderen Segmente schaffte BIG ein organisches Wachstum von 3 %.
  • In der Vorabveröffentlichung der Zahlen gab das Unternehmen an, dass Coca-Cola Zero Sugar, der Ersatz für Coca-Cola Zero, der letztes Jahr in Großbritannien auf den Markt kam, ein zweistelliges Stückwachstum verzeichnete. Die hohe Geschwindigkeit wurde durch Verkäufe nach Frankreich, Belgien, Niederlande und Irland während des Quartals unterstützt.
  • Investoren achten genau auf die Entwicklung von Coca-Cola Zero Sugar, da es ein Testfall ist, wie das Unternehmen möglichen Zuckersteuern begegnet. Coca-Cola hat „Zero Sugar“ vor der möglichen Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke in Großbritannien 2018 auf den Markt gebracht. Da der Start dieses Getränks gut war, wird das Unternehmen sein Angebot 2017 in Europa weiter ausdehnen. Zudem soll das Getränk in Südafrika und Australien eingeführt werden.

Das Unternehmen bestätigte die Veränderung in der Führungsriege, die am 1. Mai 2017 stattfinden wird. Dann übernimmt COO James Quincey das Zepter als CEO und der jetzige CEO wird Vorstandsvorsitzender.

Was das Management dazu sagte

Da sich Coca-Cola inmitten einer Transformation in ein weniger kapitalintensives Unternehmen befindet, ist der Zeitplan der neuen Franchise-Verträge nur schwer vorherzusehen. Das Management geht heute davon aus, dass der größte Teil des Strategiewechsels irgendwann im kommenden Jahr abgeschlossen ist.

Foto: The Coca-Cola Company.

Die Aktionäre dürfte interessieren, ob die versprochene Verbesserung der Bruttomarge und der operativen Margen sowie des Cashflows noch eintreten wird. Während einer Telefonkonferenz, die das Unternehmen mit Analysten am 9. Februar abhielt, nachdem die reguläre Telefonkonferenz zum Quartalsbericht abgeschlossen war, wiederholte Vizepräsident Tim Leveridge die Erwartungen des Managements. Hier sind die beiden wichtigsten Aussagen von Leveridge über die Veränderungen:

Es ist besser, wenn wir daran denken, wo wir 2018 und danach stehen werden. Dann werden wir ein Geschäft mit einer sehr starken Freecashflow-Marge haben. Und wenn wir dann den Umsatz steigern und mit Glück der Dollar nicht gegen uns arbeitet, wie er es bisher getan hat, dann wird es ein profitables Geschäft werden…

Aber nochmals, ich will nicht, dass irgendjemand aus den Augen verliert, dass der Grund, warum wir das alles tun, nicht das Ziel eines höhermargigen Geschäfts ist. Nummer eins ist, zurück zum Kern zu gelangen, was wir gut können. Und dann den besseren Umsatz durch eine Kombination aus Franchises für Abfüllanlagen und dem Fokus auf das, was wir am besten können, nämlich unser konsumentenorientiertes Portfolio, zu verbessern.

Datenquelle: Bearbeitete Transkription der Finanz-Telefonkonferenz vom 9. Februar 2017. The Coca-Cola Company

Die Zukunftsaussichten

Coca-Cola veröffentlichte zusammen mit seinen Finanzzahlen einen Ausblick, der einen weiter schrumpfenden Umsatz vorsieht, während das Unternehmen seine Abfüllanlagen auslagert. Das voraussichtliche organische Umsatzwachstum wird um ca. 18 % bis 19 % aufgezehrt und Währungseffekte sollen noch mal 1 % bis 2 % davon wegnehmen.

Wenn man den geplanten Aktienrückkauf mit dem Volumen von 2 Milliarden US-Dollar einbezieht, dann erwartet das Management einen Rückgang des verwässerten Gewinns je Aktie um 1 % bis 4 % gegenüber den 1,91 US-Dollar von 2016. Trotz dieser schwächeren Aussichten, betont Coke, dass diese kurzfristigen Effekte auf lange Sicht zu einem wendigeren, rentableren Getränkekonzern führen.

Ist Coca-Cola es wert zu kaufen?

Wenn du in ein Unternehmen wie Coca-Cola investierst, dann solltest du besser die Zahlen verstehen und was sie dir sagen. Im Spezialbericht "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" von The Motley Fool hat Analyst Bernd Schmid, 15 der wichtigsten Bilanzkennzahlen identifiziert, die du benötigst um herauszufinden, ob Coca-Cola wirklich gut aufgestellt ist oder ob das Unternehmen dabei ist, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Klick einfach hier, um diesen kostenlosen Bericht zu erhalten.

Mehr Lesen

The Motley Fool empfiehlt Coca-Cola.

Dieser Artikel wurde von  Asit Sharma auf Englisch verfasst und erschien am 14.01.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Coca-Cola

Themen: Dollar, USD, Franc


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