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3 positive Aspekte, die derzeit bei Novo Nordisk ausgeblendet werden

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
01.03.2017, 08:34  |  2538   |   |   

Auch wenn sich Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) zugegebenermaßen in letzter Zeit einige große Patzer geleistet hat und nicht mehr für sein grundsolides Wachstumsinvestment werben sollte, ist mir die mediale Berichterstattung vielerorts viel zu einseitig.

Ständig wird das Unternehmen lediglich auf seine unterirdischen Wachstumsaussichten reduziert. Diese sind natürlich ärgerlich, allerdings ist das hier verteufelte organische Wachstum nicht alles, was eine Aktie und das zugrundeliegende Unternehmen ausmacht.

Im Folgenden wollen wir uns drei positiven Aspekten widmen, die zwar auch nicht über das enttäuschende organische Wachstum hinwegtäuschen können, den Betrachtungskreis jedoch ein kleines bisschen erweitern und vielleicht sogar das Potenzial haben, Novo Nordisk wieder in ein etwas besseres Licht zu stellen.

1) Die saubere Bilanz

Der erste positive Aspekt ist, dass Novo Nordisk zu der Gattung Pharmaunternehmen gehört, die über eine besonders saubere Bilanz verfügen. Hierbei ist anzumerken, dass Novo Nordisk über eine Eigenkapitalquote verfügt, die sich stets im Dunstkreis der 50 %-Marke bewegt. Und falls es dir gerade entfallen ist: Ein hoher Anteil an Eigenkapital spricht für ein sicheres Unternehmen, das für eine gewisse Zeit auch mal schwierige Verlustzeiten durchstehen könnte.

Auch wenn die Eigenkapitalquote zugegebenermaßen in den letzten Jahren etwas rückläufig gewesen ist, stieg die absolute Zahl an Eigenkapital dennoch Jahr für Jahr an. Der Sicherheitspuffer wurde somit konsequent größer.

Hinzu kommt, dass Novo Nordisk eines der wenigen Pharmaunternehmen ist, das über einen positiven Netto-Cash-Bestand in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar verfügt. Wie du hier sehen kannst, ist das definitiv nicht bei besonders vielen Branchengenossen der Fall.

Diese saubere Bilanz steht dabei aber nicht nur für defensive Klasse, sondern könnte grundsätzlich das Fundament für ein anorganisches Wachstum bilden. Das heißt, Novo Nordisk besäße grundsätzlich die Voraussetzung und die finanzielle Freiheit, durch stimmige Zukäufe sein Defizit beim organischen Wachstum auszumerzen.

2) Marktführerschaft

Außerdem sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Novo Nordisk nach eigenen Unternehmensangaben noch immer Marktführer in der Diabetesversorgung ist. Das Unternehmen hat es mittels seiner Insulinpens geschafft, Ärzte und Patienten gleichermaßen zu überzeugen. Eine allzu flotte, nachhaltige Abkehr von seinen Produkten scheint daher selbst in Anbetracht der aufkommenden Konkurrenz in den USA eher unwahrscheinlich.

Zuversichtlich stimmt in diesem Kontext ebenfalls, dass Novo Nordisk nicht erst seit einigen Jahren in diesem Markt führend mitmischt, sondern bereits seit 90 Jahren seine dominante Position einnimmt. Ich denke, in diesem langen Zeitraum gab es schon einige schwierige Phasen wie die derzeitige, die das Unternehmen gemeistert hat und aus denen es im Nachhinein gestärkt empor gestiegen ist.

3) Nach wie vor voranschreitende Diabeteserkrankungen

Auch wenn es angesichts der dreifachen Prognosesenkungen schwer fällt zu glauben: Der Markt der Diabetesversorgung ist in meinen Augen ein ziemlich nachhaltiger Wachstumsgarant. Wie bisherige Prognosen zeigen, dürfte die Zahl der an Diabetes erkrankten Personen bis 2040 von derzeit knapp über 410 Millionen Menschen weltweit auf in etwa 640 Millionen Menschen ansteigen.

So bedenklich das ganze natürlich aus der gesundheitspolitischen Betrachtungsweise ist, so nachhaltig sichert es gleichermaßen die langfristigen Wachstumsaussichten für die Diabetesversorger, zu denen auch Novo Nordisk als Marktführer letztlich gehört.

Fazit

Auch wenn es Novo Nordisk zur Zeit wirklich schwer fällt, aus eigenem Antrieb wachsen zu können, gibt es einige Faktoren, warum Anleger sich die Schweißperlen von der Stirn wischen sollten. Denn die letzten Tage des dänischen Pharmariesen dürften angesichts der sauberen Bilanz sowie der guten Marktposition noch lange nicht gezählt sein.

Spannend wird es, wie das Unternehmen künftig seinen Wachstumsmotor wieder ans Laufen kriegen will. Natürlich spielt die generelle Bevölkerungsentwicklung dem Unternehmen in die Karten, interessant könnten aber auch strategische Zukäufe werden. Aber das ist natürlich nur Gedankenspielerei.

Gute Voraussetzungen sind aber insgesamt da und hoffentlich wird das Management sie auch ordentlich zu nutzen wissen.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Novo Nordisk (B)


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