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E-Mobilität E-Quote in China: Kann Merkel was ausrichten?

01.03.2017, 13:44  |  1858   |   |   

Die Bundeskanzlerin mischte sich jüngst in Chinas Elektro-Quote ein. Merkel hatte mit dem Premierminister Li Keqiang dazu telefoniert. Der Ausgang ist noch ungewiss. Fakt ist jedoch, dass Chinas E-Quote den VW-Absatz ab 2018 stark nach unten ziehen könnte.

Laut Regierungssprecher Steffen Seibert unterstütze Deutschland die Absicht Chinas mehr Elektroautos auf die Straßen zu bringen nur solange, wie nicht ausländische Hersteller benachteiligt werden ("Reuters"). Die ursprüngliche Absicht mit der E-Quote war, dass ab Januar 2018 mindestens acht Prozent der verkauften Autos mit Elektromotoren oder Hybriedantrieb ausgestattet sein müssen.

Nach den jüngsten Gesprächen zwischen Merkel und Li Keqiang besteht die Chance, dass China von seiner straffen Politik abweicht ("Handelsblatt"). Jedoch ist das nach wie vor ungewiss. Cui Dongshu, Generalsekretär der Vereinigung chinesischer Personenwagenhersteller, sagte demnach, dass sein Verband nicht an eine Terminverschiebung glaube und es auch sehr unwahrscheinlich sei, dass die Quote gesenkt würde ("FAZ"). 

China ist derzeit der größte Markt für Neuwagen. Davon profitierten auch deutsche Autobauer: Jedes dritte deutsche Auto wurde 2016 in China verkauft ("Handelsblatt"). Mit den hohen Absatzzahlen konnten VW & Co. ihre Verluste aus den Dieselskandalen zumindest ein stückweit abfedern. Weltweit hatte der Autobauer aus Wolfsburg 10,2 Millionen Wagen verkauft, wovon 3,55 Millionen nach China gingen. Angenommen von dieser Stückzahl hätten acht Prozent Elektroautos sein müssen, dann wären das 284.000 Fahrzeuge gewesen. Bislang verkaufte VW fast keine Elektrofahrzeuge nach China.

China setzt stark auf Elektro-Mobilität. Dabei will das Land zum einen erreichen, dass die eigenen Hersteller eine führende Rolle in dem Segment einnehmen. Zum anderen soll aber auch die Luft in den Millionenmetropolen verbessert werden. In der Millionen-Metropole Peking sollen in den kommenden fünf Jahren laut "Forbes" alle 70.000 Benzin- und Dieselautos durch elektrische Autos ausgetauscht werden.

Schon dieses Jahr sollen alle Taxis in der Sonderwirtschaftszone Shenzen auf E-Antrieb umgerüstet und gleichzeitig nur noch elektrische Autos zugelassen werden. Auch in Stadt Taiyuan könnten bis 2021 alle Taxis auf Elektro umgestellt sein. Die nötige Infrastruktur wird sukzessive aufgebaut. Bis 2020 soll es in China 4,8 Millionen Ladestationen geben ("Forbes"). Chinas Wille, die E-Mobilität voranzubringen ist nicht ganz neu. Bereits 2010 hatte die Einmalprämie beim Kauf eines Elektroautos mit umgerechnet 6.500 Euro im weltweiten Vergleich am höchsten gelegen ("statista"). 

In China wurden 2016 insgesamt 507.000 Elektroautos verkauft und die Prognosen gehen für 2017 von einem Wachstum um 38 Prozent aus. Im Vergleich dazu wurden in Europa circa 221.000 Elektroautos und in den USA gerade mal 157.000 solcher Wagen verkauft. In Deutschland wurden 2016 insgesamt lediglich 11.410 E-Autos neu zugelassen ("statista").

 

 

Wertpapier: Volkswagen, Tesla


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Kommentare

falls es im tiefsten franken probleme im verständnis geben sollte - dann bitte nicht einfach die eigenen defizite outsourcen - danke :)
Was ist denn das für ein Kauderwelsch!Mit Verlaub,Herr Sleupendrieper Bleiben Sie bitte bei Ihren Leisten und empfehlen weiterhin Energiekontor!
die chinesen haben recht mit dem was sie tun ...

die deutschen automobilhersteller sind rückständig. hier politische schützenhilfe zu geben vertieft ein strukturproblem noch mehr und geht zu lasten von zulieferern u.a. in D, die bereits die richtigen produkte anbieten - bspw. im leistungselektronik-bereich ...

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