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Ausblick auf die Handelswoche Dow Jones Ind. - Kursziel abgearbeitet. Was kommt nun?

05.03.2017, 01:00  |  5856   |   |   

Unser formuliertes Kursziel von 21.000 Punkten hat der Dow Jones Ind. abgearbeitet. Der Index legte in den letzten Handelstagen einen erstaunliche Robustheit an den Tag. Zurückblickend steckte er die beiden wichtigsten Ereignisse der letzten Handelswoche (erstaunlich) gut weg.

Zum einen stand die erste Rede D. Trumps vor dem US-Kongress auf der Agenda. Zum anderen waren natürlich die Ausführungen der US-Notenbankchefin Yellen am Freitag zum Thema Zinspolitik von großer Bedeutung. Beide Ereignisse hätten das Potential gehabt, heftige Reaktionen im Dow Jones Ind. in die eine oder in die andere Richtung auszulösen. Die Pläne Trumps im Hinblick auf seine Haushalts-, Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik liegen nach den ersten Wochen seiner Amtszeit noch immer weitegehend im Dunkeln. Auch vor dem US-Kongress hielt er sich mit konkreten Aussagen weitgehend zurück. Es reichte aber schon, dass er sich vergleichsweise moderat gab, um die Märkte zu beruhigen.   

Die US-Märkte sind offenkundig von einem unerschütterlichen Optimismus erfasst und angetrieben. Im Umfeld der Amtseinführung Trumps stockte zwar die "Trump-Rally" kurzzeitig, doch sie wurde rasch wieder aufgenommen und läuft ja noch immer. Die Hoffnungen, die die US-Aktienmärkte in Trump und seine Ankündigungen setzen, sind immens. Vor allem die von ihm in Aussicht gestellte niedrigere Besteuerung für Unternehmensgewinne ist ein wesentlicher Katalysator für die Rally an den US-Märkten in den letzten Wochen und Monaten gewesen. Kurzum: Auch wenn Trump vieles schuldig blieb, so dauert die Party an den US-Aktienmärkten (noch) an...

Selbst die Andeutung eines Zinsschrittes noch im März durch die US-Notenbankchefin Yellen sorgte nicht für Katerstimmung. Und es zeigte sich, dass die Aktienmärkte ausreichend auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet waren. Das ist ein Punkt, der durchaus für uns überraschend war. Wir hätten mit einer stärkeren negativen Reaktion gerechnet. Dass der Dow Jones Ind. die Aussagen Yellens so gut wegsteckte und nicht mit einem Abverkauf quittierte, dokumentiert einmal mehr seine Stärke.

Kommen wir zur Charttechnik. Das Kaufsignal, das der Index mit dem Ausbruch über die 20.125er Marke generierte, ist nach wie vor intakt. Dass der Dow Jones Ind. im Wochenverlauf mit knapp 21.170 Punkten ein neues Bewegungshoch markieren konnte, war wichtig. Doch nun kommt es auf die neue Handelswoche an. Hier gilt zum einen die Stärke zu bestätigen und die Ereignisse der Vorwoche weiter zu verarbeiten. Zum anderen warten mit den Daten zum US-Arbeitsmarkt für Februar am Freitag wichtige Konjunkturdaten auf die Märkte. Gelingt es dem Dow Jones Ind. während der neuen Handelswoche ein neues Bewegungshoch zu markieren (im Idealfall zum Wochenschluss), wäre das ein weiterer Beweis für die intakte Haussebewegung. Gelingt es ihm hingegen nicht, neue Verlaufshochs zu markieren, wäre das ein Warnsignal, ein Rückfall unter die 20.850er Marke (rot dargestellt) ein weiteres. Mittlerweile ist der Markt stark überkauft. Somit weist er ein Risiko aus. Neuengagements im Long-Bereich drängen sich daher aus unserer Sicht nicht unbedingt auf. Diejenigen, die bereits "long" investiert sind, sollten über ein striktes Risikomanagement nachdenken. Denn auf der Unterseite haben die 20.125 Punkte als ehemaliges Ausbruchsniveau eine große Bedeutung als Unterstützung. Und die sind ja vom aktuellen Kursniveau etwas entfernt. Ein Unterschreiten der Zone 20.000 bis 19.700 Punkte wäre bereits als kritisch einzustufen und würde das übergeordnet bullische Szenario für den Dow Jones Ind. aus unserer Sicht in Frage stellen und eine Neubewertung erforderlich machen. Aber noch (!) gilt unverändert: Die Hausse nährt die Hausse!

Wertpapier: Apple, Boeing, Coca-Cola, Goldman Sachs Group, IBM, Microsoft, Dow Jones


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