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adidas – Was hat CEO Rorsted vor?

07.03.2017, 15:51  |  423   |   |   

An den großen US-Konkurrenten Nike (WKN: 866993 / ISIN: US6541061031) kommt adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) nicht ganz heran. Trotzdem konnte zuletzt auch Europas größter Sportartikelhersteller viele Erfolge einfahren. Nicht umsonst war die adidas-Aktie 2016 der beste DAX-Performer und erreichte ein Rekordhoch nach dem anderen. Dies ist ein Grund, warum HypoVereinsbank onemarkets nun eine Trading-Idee dazu veröffentlicht hat, die wir ebenfalls ganz interessant finden:

Morgen wird der Sportartikelherstellers adidas Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlichen. Analysten erwarten nach Angaben von Thomson Reuters ein Umsatzplus von knapp 14 Prozent und einen Anstieg des Nettogewinns von knapp 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die von Kaspar Rorsteds Vorgänger Herbert Hainer in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen scheinen zu greifen. Schließlich gelang adidas im vergangenen Jahr ein überdurchschnittliches Wachstum in den USA. Mit Kooperationen mit Stars wie Kanye West und hohen Marketingausgaben schafften es die Superstar Sneakers nach Angaben des Researchhauses NPD 2016 auf Platz eins – vor neun Nike-Schuhen. Nachdem der Retrolook derzeit besser ankommt als der Basketball-style, den vor allem Under Armour verfolgt, konnte adidas den US-Marktanteil im Januar inzwischen auf 10 Prozent  nach oben schrauben. Die Ansprüche sehen jedoch anders aus. Morgen wird Rorsted seine Strategie vorstellen. Die Schwerpunkte stehen bereits fest: Das US-Geschäft und die Digitalisierung. Nun warten die Marktteilnehmer auf Details und möglicherweise einen Gewinn- und Margenausblick.

Analysten zeigen sich nach Angaben von Thomson Reuters mittelfristig mehrheitlich optimistisch. Angesichts der jüngsten Rallye könnte die Aktie dennoch kurzfristig schwächeln. Schließlich wird die Aktie mit einem KGV von 26 deutlich höher bewertet als beispielsweise Nike (KGV von 21). Der US-Tochter Reebok hat Rorsted bereits eine erneute Fitnesskur verordnet. Ob und wann sie anschlägt ist noch offen. Der Verkauf der Golfsparte scheint zudem nicht einfach zu sein. Ein schwacher Gesamtmarkt könnte das Papier ebenfalls unter Druck setzen. So könnten Inline-Optionsscheine eine interessante Alternative zum Direkteinstieg oder einem klassischen Optionsschein und Knock-Out-Produkt sein.

adidas

  • Widerstände: 163 EUR
  • Unterstützungen: 150,50/152,90/155,20 EUR

Die Aktie von adidas bildet einen langfristigen Aufwärtstrend. Im Bereich von EUR 163 scheint die Luft allerdings kurzfristig etwas dünn zu werden. Slow Stochastic und MACD deuten Schwächen an. Zudem notiert das Papier im Bereich der oberen Grenze der Bollingerbänder. Solange das Hoch bei EUR 163 nicht nachhaltig überschritten ist, sollten Anleger mit einer Konsolidierung bis in den Bereich von 150,50/155,20 EUR rechnen.

adidas in EUR im Stundenchart: 1 Kerze = 1 Stunden (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 28.09.2016 – 07.03.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.deadidas in EUR im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 06.03.2012 – 07.03.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.deInvestmentmöglichkeiten
Inline-Optionsscheine zählen zu den exotischen Optionsscheinen. Bei ihnen gibt es im Gegensatz zu klassischen Optionsscheinen zwei Knock-Out-Barrieren. Wird keine der beiden Knock-Out-Barrieren bis zum letzten Bewertungstag berührt oder verletzt, erhalten Anleger EUR 10. Andernfalls verfällt der Inline-Optionsschein umgehend wertlos.

Inline-Optionsscheine auf adidas für eine Spekulation auf eine Seitwärtsbewegung der Aktie

Basis-

wert

WKN Verkaufs-

preis

in EUR

untere Knock-Out-Barriere

in EUR

obere Knock-Out-Barriere

in EUR

letzter Bewertungs-

tag

adidas HU65Z0 7 120 180 14.06.17
adidas HU820E 1,95 140 170 14.06.17

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 07.03.2017; 10:14 Uhr

Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Bildquelle: Pressefoto adidas

Wertpapier: Nike (B), adidas


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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