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Fokus Value Aktien – Was würde Waren Buffet tun?

Gastautor: Daniel Saurenz
08.03.2017, 06:00  |  578   |   |   

Börse_Aktien_ValueIm ersten Teil unseres kleinen Exkurses haben wir die Charakteristika von Value Aktien beleuchtet. Diese zeichnen sich besonders durch ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und eine hohe Dividendenrendite aus. Diesmal stellen wir uns die Frage, wo man als Anleger Value Aktien endeckt und wie sich Warren Buffet entscheiden würde. Um Value Aktien zu finden und sich einen guten Überblick zu verschaffen, genügt zunächst ein Blick auf den MSCI Europe Value Index. Diese niedrig bewerteten Aktien glänzen mit einem KGV von lediglich 12,9 und einem KBV von 1,2, während die Dividendenrendite bei staatlichen 4,3 Prozent liegt. Der schwerste Wert in dem Index ist die Bank HSBC mit einem Indexgewicht von 4,1 Prozent, vor den Ölmultis Royal Dutch Shell (3,0 Prozent), BP (3,0 Prozent) und Total (2,9 Prozent). Auf den folgenden Plätzen rangieren Siemens, der Pharmakonzern Sanofi, BASF, die Banco Santander und Allianz. Weitere Infos über den MSCI Index und weitere Begriffe aus der Welt der strukturierte Produkte erhalten Sie im Vontobel Derivate Glossar.

Bank_HSBCZurück zur HSBC: Zwar liegt das 2017er-KGV mit 15,5 über dem Marktdurchschnitt, allerdings liegt die Dividendenrendite von 6,1 Prozent weit über dem Schnitt, während das KBV bei lediglich 0,9 liegt. HSBC erzielt den Großteil seines Gewinns in Asien und ist entsprechend abhängig von der dortigen Konjunkturentwicklung. Allerdings bilanziert die Bank auf Dollar-Basis und leidet damit darunter, dass der Dollar gegenüber asiatischen Währungen, wie dem chinesischen Renminbi, oder dem koreanischen Won, deutlich steigt. Im dritten Quartal war es dem Institut dennoch zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr gelungen, den Umsatz zu steigern, während gleichzeitig die Kosten gesunken sind. Das hat Investoren überzeugt. Angesichts der guten Kapitalausstattung und der sich aufhellenden Geschäftsperspektiven sind Investoren zuversichtlich, dass HSBC weiterhin mit einer hohen Dividendenrendite glänzen wird.

 

In wechen Bereichen sich die Perspektiven ebenfalls aufhellen und was sich sonst an den Märkten tut, diskutieren wir wieder ausgiebig in unserer Finanzmarktrunde am 08.03. um 18. UhrHier gehts zur Anmeldung …

Ölmultis profitieren doppelt

Die hohe Dividendenrendite spricht auch für die Aktien der Ölmultis Royal Dutch Shell, BP und Total, zumal sie es bei weiter steigenden Ölpreisen schaffen sollten, dass der Cash Flow allmählich ausreicht, um die Investitionen und die Dividenden zu finanzieren, ohne neue Schulden machen zu müssen. Auf diese Verbesserung warten Investoren schon länger. Anleger können die Vorzüge vieler Value-Aktien auch mittels Bonuspapieren oder Aktienanleihen nutzen. Hierzu wird die Dividende eingesetzt – eine Auswahl passender Zertifikate sind die WKNs VN7M4B und VN5QGL auf BP und Total sowie PR1C78 und PR1BVM auf BASF und Siemens. Weitere Werte finden Sie wie gewohnt auch in unserer ISIN-Liste.

USA_Presseschau_2Die Frage die sich viele Investoren zum Abschluss stellen: Was würde Warren Buffet in dieser Situation tun? Schwierig zu sagen, dennoch wagen wir einen Blick in die Kristallkugel: Warren Buffett würde womöglich eher die Aktien direkt kaufen, anstatt über Bonuspapiere und Aktienanleihen am Basiswert zu partizipieren. Jedoch verzichten viele Anleger gerne auf Dividenden und spekulieren lieber auf attraktive Seitwärtsrenditen – auch im Value-Sektor.

Wertpapier: Total Bonus Cap 35 bis 2017/12 (VON), Siemens Bonus Cap 100 bis 2017/12 (BNP), BASF Aktienanleihe 7,50 % bis 2017/11 (BNP), BP Bonus Cap 3,20 bis 2017/12 (VON)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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