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Finstere Prognosen Gold - Droht tatsächlich der Absturz?

08.03.2017, 09:04  |  12054   |   |   

Gold entfernt sich im Vorfeld des FED-Zinsentscheids weiter von seinen Bewegungshochs. Erste Untergangsszenarien werden bereits wieder entworfen.

Im Edelmetallbereich regiert die Unsicherheit. Im Vorfeld des Zinsentscheids durch die US-Notenbank am 15.03. ist Vorsicht sicherlich auch angebracht. Mittlerweile werden aber auch die in diesen Phasen unvermeidlichen Untergangsszenarien für Gold und Goldaktien bereits wieder kolportiert und treiben ihre Blüten. Schlechte Nachrichten und Horrorszenarien verkaufen sich eben am besten...

Ein wenig Optimismus ist da sicherlich angebracht. Das alles erinnert stark an den Dezember vergangenen Jahres. Die US-Notenbank hob gerade die Leitzinsen ein zweites Mal nach der Finanzkrise an und bereitete die Märkte auf weitere Zinsschritte in 2017 vor. Danach kam es wie es kommen musste. Die finstersten Prognosen machten damals die Runde. Grundtenor "Gold bald dreistellig". Doch stattdessen war dieser überbordende Pessimismus die Basis für die fulminante Erholung, die man bis vor kurzem noch beobachten konnte. 

Im Vorfeld der Notenbanksitzung ist zunächst weiterhin mit einem volatilen Handel zu rechnen. Anleger sollten das mediale Tamtam versuchen auszublenden und sich der Stärken von Gold bewusst werden. Wofür steht eigentlich das Edelmetall? Ein Blick zurück zeigt zudem, dass steigende Leitzinsen nicht zwangsläufig der Untergang für Gold sind, genauso wie sinkende Leitzinsen auch nicht immer die Basis für steigende Goldpreise sind. Es gilt viele weitere Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Sicherlich ist es in der aktuellen Situation nicht falsch, sich seine Positionen im Gold-Silberbereich noch einmal anzusehen, um zu entscheiden, ob man sich nicht doch noch von der einen oder anderen riskanteren Position trennen sollte.

Die charttechnische Lage bei Gold stellt sich folgendermaßen dar: Der Widerstandsbereich 1.245 bis 1.260 US-Dollar hat durch den Rücksetzer an Qualität gewonnen. Der Aufwärtstrend, der die Erholung seit Dezember begleitet hat, ist passé. Aktuell ringt Gold mit der wichtigen Unterstützungszone um 1.220 US-Dollar (ehemaliges Ausbruchsniveau). Doch bereits die Zone 1.200 / 1.180 US-Dollar verspricht Halt, sollten die 1.220 US-Dollar fallen. Mittlerweile hat sich bereits eine leicht überverkaufte Lage eingestellt.

Kurzum: Die Lage ist aus unserer Sicht nicht so finster, wie von vielen Kommentaren derzeit dargestellt wird. Dass der Bruch der 1.220er Marke nicht zu einer Abverkaufswelle geführt hat, ist ein erstes positives Zeichen. Unterhalb von 1.180 US-Dollar ist eine Neubewertung der Lage erforderlich.  



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