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Snap Inc. Ein Gedankenspiel für Sie

10.03.2017, 09:09  |  843   |   |   
Ein Unternehmen hatte im letzten Jahr Umsätze von 405 Dollar. Die deckten bei weitem nicht die Ausgaben – so dass ein Verlust von 515 Dollar unter dem Strich stand. Wieviel würden Sie für ein solches Unternehmen bezahlen, um es vollständig zu kaufen? Antwort: 26.400 Dollar.

Was es mit diesen Zahlen auf sich hat: Wenn Sie diese jeweils mit „1 Million“ multiplizieren, dann haben Sie die Zahlen zum Börsengang von „Snap Inc.“ (WKN: A2DLMS / ISIN: US83304A1060) – der Mutter von Snapchat. Kein Witz.

Ich finde, mit den kleinen Zahlen wirkt es anschaulicher, wie die Relationen da aussehen. Wer in obigem Beispiel nicht kaufen würde, der sollte dann auch die Snapchat-Aktie nicht kaufen (Marktkapitalisierung per gestrigem Handelstag an der Wall Street.: ca. 26,4 Mrd. Dollar).

Snap-Chart: finanztreff.de

Ausnahme: Die Theorie des noch größeren Dummkopfes („greater fool theory“). Die besagt sinngemäß, dass man weiß, dass ein Kauf dumm ist. Aber es wird schon noch einen größeren Dummkopf geben, der zu noch höherem Kurs die Aktie kaufen wird.

Doch darauf würde ich mich nicht verlassen. Wie sagte einst Heinz Schenk, er ruhe in Frieden: „Trinke nie zuviel – denn die letzte Flasche, die umfällt, könntest du selber sein.“

Analog dazu denke ich mir in Bezug auf einen möglichen Kauf der Snap Inc. Aktie: Vorsicht vor der Theorie des noch größeren Dummkopfes, Vaupel – am Ende gibt es keinen größeren Dummkopf als dich selbst.

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / dieboersenblogger.de

Wertpapier: Snap Inc


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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