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Brent und WTI: Ölpreise fallen weiter – Bullenfalle im Öl vollendet
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Brent und WTI Ölpreise fallen weiter – Bullenfalle im Öl vollendet

12.03.2017, 10:20  |  5960   |   |   

Mit kräftigen langen schwarzen Wochenkerzen präsentieren sich die Notierungen für Brent und WTI. Die Skepsis gegenüber den Förderkürzungen der OPEC und Russlands haben in den vergangenen Handelstagen für einen Ausbruch aus einer mehrwöchigen Range nach unten gesorgt – ein Richtungsimpuls, der wiederum die Ölhändler und Ölförderer zu Absicherungsgeschäften gedrängt haben dürfte. Die Preisgestaltung Saudi-Arabiens und die Nichteinhaltung der Quoten Russlands und Iran sorgten schon im Vorfeld für negative Stimmung. Die Rekordbestände nicht nur der US-Lager sondern auch die Daten der vollen Öllager in den diversen Umschlagshäfen und Schätzungen hinsichtlich der auf den Weltmeeren treibenden vollen Tanker schürten zudem die Angst vor einem Preiseinbruch, der sodann letztlich an den Märkten auch umgesetzt wurde. Charttechnisch wären so auch weiterhin fallende Kurse zu erwarten. Als Worst-Case-Szenario kann der Ausbruch Ende 2016 aus zwei Dreiecken im Brent und WTI als Bullenfalle betrachtet werden – mit Re-Break in die Dreiecke und einem Fall unter das Dezember-Tief wären nun Kurse in Richtung 40$ einzuplanen. Erholungen hingegen treffen im Bereich der Mitte der jüngsten Wochenkerzen auf Widerstand.

Nicht ganz von der Hand zu weisen ist auch ein neues Kapitel im „Ölkrieg“. Die Saudis sind zwar aufgrund des niedrigen Ölpreises angeschlagen, produzieren aber weltweit mit am kostengünstigsten. Mit den jüngst stabilen Ölpreisen auf höherem Niveau hat die US-Industrie (und andere Förderer) die Produktion wieder hochgeschraubt. Ein nochmals deutlich fallender Ölpreis könnte daher die mit höheren Kosten produzierenden Förderer unter Druck setzen und langfristig aus dem Markt werden – lesen Sie hierzu auch meine umfangreiche Analyse vom 10. Januar: Warum der Ölpreis deutlich fallen könnte.

 

Brent Oil - Monatskerzen

Wiederholung vom 01.03. für Sie zur Übersicht:

Seit der kräftigen Aufwärtsbewegung im November und Dezember 2016 treten die Ölpreise auf der Stelle. Brent Oil bildete im Januar und vor allem im Februar kleine Kerzen aus. Diese spiegeln letztlich die abwartende Haltung im Ölmarkt wider. Ein Ausbruch aus der Februar-Range würde ein erstes Richtungssignal liefern – nach oben könnte sich sodann der Aufwärtstrend weiter fortsetzen mit Test der 64/65$. Auch ein Ziel bis ca. 73/74$ wäre ableitbar. Allerdings wäre aus Sicht der „fundamentalen Faktoren“ ein Ausbruch nach oben verbunden mit dem Risiko eines Fehlausbruchs. Nach unten hingegen darf im Bereich des Dezembertiefs in Verbindung mit der Aufwärtstrendlinie und folgend der runden 50er-Marke mit Unterstützung gerechnet werden.

 

Brent Oil - Wochenkerzen

Nach 13 Wochen wurde die Range nach unten verlassen. Das hieraus abzuleitende Kursziel von 51 bis 50$ wurde erreicht. Aufgrund der langen schwarzen Wochenkerze mit Re-Break in das Dreieck wären weiterhin fallende Kurse zu erwarten. Erholungen dürften im Bereich 54/55$ auf Widerstand treffen.

 

WTI Oil - Wochenkerzen

Im WTI Widerstand nun im Bereich 50 bis 52$.

 

Interessante News zum Ölmarkt, Heizöl-Preise für dt. Verbraucher unter:

 

 

Ihr Stefan Salomon

Chartanalyst wallstreet-online.de

 

Die wichtigsten Zahlen:

www.wallstreet-online.de - Wirtschaftskalender

 

Hinweis: Die Analyse wurde von Stefan Salomon mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der in der Analyse enthaltenen Aussagen, Prognosen und Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen. Der Inhalt dient lediglich der Information und beinhaltet keine Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von CFD, Aktien oder anderen Finanzprodukten. Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Eine Angabe von Kurszielen, potenziellen Kauf- oder Verkaufssignalen dient lediglich der Information und dient der Veranschaulichung entsprechend der Methodik der Chartanalyse. Die in den Beiträgen von Stefan Salomon besprochenen Werte können für den einzelnen Anleger je nach dessen Risikoprofil und finanzieller Lage nicht geeignet sein. Erklärung nach §34b Abs 1 WPHG: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags in dem in diesem Beitrag besprochenen Wert/Werten investiert ist, direkt oder indirekt durch Finanzinstrumente. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes. Charts: www.tradesignalonline.com



1 Kommentare

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Kommentare

Vielen Dank

Sehe ich auch so. Zu lange habe ich Öl noch gehalten. Bin Dez. 2015 eingestiegen. Also empfehle auch ich spätestens jetzt Öl zu verkaufen. Kann immerhin noch +100% auf einen Mini-Future verbuchen.....

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