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Ausblick auf die Handelswoche Gold - Bringt die FED die Wende? Etwas Optimismus ist angesagt.

13.03.2017, 13:07  |  3718   |   |   

Die Stimmung bei Gold ist in den letzten Wochen gekippt und die in solchen Phasen unvermeidlichen Untergangsszenarien werden immer öfter kolportiert. Im Vorfeld des Zinsentscheids durch die FED ist die Nervosität hoch.

Das Ausbruchsszenario, das Gold mit dem Überschreiten der Widerstandszone 1.245 / 1.250 US-Dollar eigentlich kreiert hatte, entfaltete seine Kraft nicht und fiel in sich zusammen. Das Dilemma nahm mit dem Bruch der 1.220er Unterstützung dann seinen Lauf. Die beeindruckende Stärke, die das Edelmetall bis dahin gegen alle Zinsphantasien auszeichnete und nach oben trieb, löste sich in Luft auf.

Ein wenig Optimismus ist aber durchaus angebracht. Und wenn Sie meinen, Ihnen kommt das Alles irgendwie bekannt vor, dann sei an die Phase im Dezember vergangenen Jahres erinnert. Die US-Notenbank hob gerade die Leitzinsen ein zweites Mal nach der Finanzkrise an und bereitete die Märkte auf weitere Zinsschritte in 2017 vor. Danach kam es wie es kommen musste. Die finstersten Prognosen machten damals die Runde. Grundtenor "Gold bald dreistellig". Doch stattdessen war dieser überbordende Pessimismus die Basis für die fulminante Erholung im Goldsketor, die man ja noch bis vor kurzem beobachten konnte.

Sollte die US-Notenbank die Zinsen am Mittwoch erhöhen, wäre es aus unserer Sicht gar nicht so abwegig anzunehmen, dass sich die Geschichte für Gold wiederholen wird kann. Die Reaktionen am Markt fallen im Vorfeld solcher Ereignisse oftmals sehr heftig aus, während man wieder zur Normalität übergeht, ist das Ereignis erst einmal eingetreten. Wie dem auch sei. Zudem zeigt ein Blick zurück, dass steigende Leitzinsen längst nicht der "Todesstoß" für Gold respektive Goldaktien sein müssen, genauso wie sinkende Leitzinsen auch nicht immer die Basis für steigende Goldpreise sind. 

Dennoch gilt es, Gold jetzt genau zu beobachten. Derzeit unternimmt das Edelmetall flankiert von den Produzentenaktien einen vielversprechenden Versuch, sich zu stabilisieren. Die Marke von 1.200 US-Dollar ist nun von großer (psychologischer) Bedeutung. Dass Gold oberhalb dieser Marke die letzte Handelswoche beenden konnte, macht Hoffnung für die aktuell angebrochene Handelswoche. Der Aufwärtstrend, der die Erholung seit Dezember begleitet hatte, ist allerdings passé. Gold testet derzeit die nicht minder wichtige Unterstützungszone zwischen 1.200 und 1.180 US-Dollar. Sollte Gold aber auch darunter fallen, könnte es noch einmal bitter werden. In diesem Fall wäre ein Test der Dezember-Tiefs (1.125 US-Dollar) nicht auszuschließen. Eine Rückkehr über die 1.220er Marke wäre hingegen ein wichtiges Signal der Entspannung.

Positive Signale sind derzeit eher Mangelware. Ein überbordender Pessimismus, wie er bereits im Dezember zu beobachten war, könnte allerdings die Basis für eine Erholung sein. Möglicherweise legte bereits der Freitagshandel mit seinem Verlauf (Stichwort: potentielle Marktbereinigung) einen Grundstein. Bis zum Zinsentscheid durch die Notenbank dürften aber Nervosität und Unsicherheit bestimmende Faktoren bleiben. Frühestens nach dem Zinsentscheid ist aus unserer Sicht ein Turnaround möglich. Einen Hoffnungsschimmer sendet allerdings bereits der Arca Gold Bugs Index. Nach dem Abverkauf scheint der HUI sich zu stabilisieren... Wir bleiben unverändert optimistisch für Gold und Goldaktien!

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