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5 interessante Dinge über Costco

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.03.2017, 14:00  |  230   |   |   

Costco (WKN:888351) eröffnete im Dezember 1992 das 100. Warenhaus. 25 Jahre später generiert das Unternehmen mit seinen 728 Läden 160 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz.

Es folgen ein paar Dinge, die du vielleicht noch nicht über den zweitgrößten Einzelhändler auf diesem Planeten weißt.

Kalifornien

Costco ist von Kalifornien sehr abhängig, da das Unternehmen dort seine größten und profitabelsten Warenhäuser betreibt. Fast ein Drittel der gesamten amerikanischen Umsätze kamen im letzten Jahr aus diesem einen Staat.

Da das amerikanische Geschäft über 70 % der Umsätze ausmacht, spielt Kalifornien – wenn man sich die globalen Umsätze genau ansieht – eine unüblich starke Rolle. Sollte sich dieser Markt verlangsamen oder schrumpfen, erklärte das Unternehmen gegenüber der Börsenaufsicht, könnte dass das Geschäft und die Finanzergebnisse sehr schlecht beeinflussen.

Es kommen weniger Kunden

Der Wachstumsmotor hinter dem Umsatzwachstum von Costco war in den letzten zehn Jahren die Kunden, die in immer größeren Zahlen aufgetaucht sind. Das Unternehmen konnte in jedem der fünf Jahre, bis zum Steuerjahr 2016, 4 % mehr Kundenbesuche verzeichnen. Damit konnte das Unternehmen, auf gleicher Verkaufsfläche, ein Umsatzwachstum, von 6 % oder mehr erreichen.

Jährliches Umsatzplus. Grafik: Autor.

Diese wunderbare Glückssträhne endete im letzten Jahr wegen einer Umstellung der Unternehmens-Kreditkarte, die zu Problemen bei den Verlängerungen der Mitgliedschaften führte. Das Management hofft, dass das nur ein temporäres Problem sein wird und dass in den kommenden Quartalen wieder über 90 % der Kunden ihre Mitgliedschaft verlängern werden. Dabei sollte die Zahl der Kundenbesuche auch wieder steigen.

Kleine Auswahl

Konkurrenten wie Target (WKN:856243) und Wal Mart (WKN:860853) versuchen eine so große Auswahl wie möglich auf Lager zu haben. Costco macht es bewusst anders. Während die Konkurrenten über 80.000 Artikel im Sortiment führen, findet man in einem Costco-Supermarkt weniger als 4.000.

Bildquelle: Getty Images.

Durch die Einschränkung der Auswahl auf die beliebtesten Produkte, die sich am schnellsten verkaufen, kann Costco seine Kosten niedrig halten und mehr verkaufen. Das Unternehmen wird sein Inventar sogar so schnell wieder los, dass das Produkt verkauft und die Zahlung eingezogen wurde, bevor der Lieferant überhaupt bezahlt werden muss. Diese Einsparungen können dann benutzt werden, um die Preise weiter zu senken. Damit können viele Konkurrenten nicht mithalten.

Die Mitgliedschaften

Fast alle Gewinne des Unternehmens stammen aus Mitgliedsbeiträgen und weniger aus dem Produktverkauf, wie bei den meisten Geschäftsmodellen im Einzelhandel. Das ist auch der Grund, warum man das Unternehmen eher als einen Club sehen sollte, der seine Abonnements verkaufen möchte, statt als Einzelhändler, der irgendwelches Zeug verkauft.

Mit diesem Ansatz ist das Unternehmen allerdings weniger profitabel. Die Brutto-Gewinnmarge von Costco beträgt etwa die Hälfte von Wal-Marts 26 % und sogar noch weiter entfernt von den 30 % von Target. Dasselbe trifft leider auch auf den Gewinn zu, bei dem das Unternehmen, verglichen mit 4 % von Target und 3 % von Wal-Mart, gerade einmal 2 % der Umsätze als Gewinn verbuchen kann.

Die Gewinne von Costco sind aber deutlich stabiler, da das Unternehmen ja auf wiederkehrende Abonnement-Beiträge zurückgreifen kann. Daher ist das Unternehmen dem Auf und Ab der Wirtschaft nicht derart ausgesetzt.

Die Dividende

Wenn wir bedenken, wie zuverlässig das Unternehmen Gewinne generiert, dann zahlt Costco nur einen kleinen Teil der Gewinne als Dividende an die Aktionäre aus. Die Auszahlungsquote liegt bei etwa 1/3 der Gewinne. Bei vielen anderen Unternehmen im Einzelhandel beträgt sie allerdings 50 %. Ein guter Grund dafür ist, dass Costco immer noch aggressiv expandiert und daher einfach weniger Geld zur Verfügung steht, das man an die Aktionäre weitergeben könnte.

Andererseits bezahlt das Unternehmen ja nur eine Dividendenrendite von 1 %. In den letzten fünf Jahren hat Costco aber zweimal eine hohe Sonderdividende an die Investoren ausgeschüttet, die im Jahr 2012 7 US-Dollar und im Jahr 2015 5 US-Dollar betragen hatte.

Bis Ende des Jahres wird Costco 29 neue Geschäfte eröffnet haben und ist damit auf Kurs, seine Wachstumsziele zu erreichen. Das Management sieht auch in Zukunft große Möglichkeiten für das Unternehmen – sowohl in den USA als auch auf den internationalen Märkten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Costco Wholesale.

Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und wurde am 10.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Costco Wholesale, Target, Wal-Mart Stores

Themen: Dividende, WKN, Geld


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