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Wirecard mit Knallerkursziel

Gastautor: Daniel Saurenz
14.03.2017, 14:30  |  945   |   |   

Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02Bei Wirecard läuft es derzeit rund. Am Montag teilte man mit, man beabsichtige von der Citigroup ein Kundenportfolio im Kreditkartengeschäft im asiatisch-pazifischen Raum zu übernehmen. Das Analysehaus Warburg Research hat vor diesem Hintergrund sein Kursziel bestätigt.

Der Zahlungsabwickler könne seine Aktivitäten in Asien dadurch deutlich ausbauen und die Wettbewerbsposition stärken, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer Studie vom Dienstag. Die Aktie könnte nun das Kursniveau knapp über 45 Euro überwinden, wo in den Jahren 2016 und 2015 bislang die Kursrally ihr Ende fand. Das bisherige Rekordhoch bei 48,88 Euro hat Wirecard schon aus dem Weg geräumt. Seit Anfang des Monats konnte die Aktie um rund zwölf Prozent zulegen. In unserer Produktübersicht finden Sie je nach Risikoappetit einen Discount-Call (PB9R55) und einen Capped-Bonus auf die Aktie ( CE71G2).

Lesen Sie auch: Zinserhöhung – und dann?

Blicken wir auf den DAX, bei dem vor der FED-Sitzung weiterhin wenig passiert.

Unsere Chartanalyse:

Das richtungslose Hin und Her des Deutsche Aktienindex geht auch zum Auftakt der neuen Handelswoche weiter. Das Gesamtbild ist daher hilfreich: Es zeigt – zumindest aus einem kurzfristigen Blickwinkel – vorläufig noch eine intakte Aufwärtstendenz. Das Potenzial nach oben bleibt aber weiterhin limitiert.

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Der Markt stagniert auch am Montag unverändert zwischen den jüngsten Hochs um 12.080 auf der Oberseite, und der ersten Kaufzone um 11.920 auf der Unterseite. Nach Süden sind die Kurse zudem noch durch den Monatsdurchschnitt (blaue Kurve) bei 11.900 abgesichert, der sich zuletzt mehrfach als Unterstützung erwiesen hat. Verstärkt wird dieser Einflussfaktor noch durch die Wendezone um 11.850/11.890. Damit stehen die Chancen auf eine Stabilisierung weiterhin nicht schlecht. Dennoch müssen Anleger mittelfristig auch mit einer stärkeren Korrektur in Richtung 11.700 oder sogar 11.400 rechnen.

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Der Grund für die aktuelle Kaufzurückhaltung ist vor allem im weiter zurück reichenden Tageschart zu finden. Dort zeigt sich wiederholter Abgabedruck, sobald der Index am oberen Rand des bis Anfang 2016 zurück reichenden Aufwärtstrendkanals (grün punktiert) angekommen ist. Ab aktuell rund 12.120 wird die Luft daher dünner. Auch im 1-Stunden-Chart kann eine Serie steigender Hochs bereits durch eine Trendlinie (orange punktiert) verbunden werden, aus dieser Perspektive wäre zumindest noch Luft bis 12.150.

Nur für Trader mit sehr kurzfristigem Zeithorizont sind neue Spekulationen auf steigende Kurse jetzt noch eine Option – und das auch nur, wenn der Markt deutlich über 12.080 nach oben ausbricht. Das Problem ist das beschränkte Potenzial bis maximal 12.150, so dass Calls oder Zertifikate mit hohem Hebel eingesetzt werden müssen, was eine riskante Strategie darstellt. Besser haben es Investoren mit längerem Anlagehorizont, die bereits seit einiger Zeit auf steigende Kurse setzen: Sie können langsam mit Teilgewinnmitnahmen beginnen. In den nächsten Wochen oder Monaten sollten noch einmal bessere Einstiegskurse für frische Wetten auf eine Rally zu sehen sein. Für eine Wette auf fallende Kurse dagegen ist der Aufwärtstrend noch zu stabil, hier bleiben konkrete Schwäche- oder sogar Verkaufssignale abzuwarten. Auch wenn der Markt schnell weiter in Richtung 12.150 steigt und überhitzt ist, könnte sich eine Chance auf eine Short-Spekulation ergeben.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…

 

Wertpapier: Wirecard Discount Call 42-47 bis 2017/09 (BNP)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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