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Größere Börsenblase als im Jahr 2000

Gastautor: Daniel Saurenz
15.03.2017, 06:00  |  729   |   |   

USA_NewYork_1Der US-Aktienmarkt eilt von Rekord zu Rekord, während der DAX den Spitzenwert aus dem Frühjahr 2015 ins Visier nimmt. Dabei ignorieren die Investoren völlig, wie extrem teuer viele Märkte sind und setzen voll und ganz auf das angekündigte Investitionsprogramm des neuen US-Präsidenten. Ein gefährliches Spiel, sind bislang doch kaum Details zum Wirtschaftsprogramm bekannt geworden.


Die Party an den weltweiten Börsen läuft immer wilder: Seit dem Wahlsieg von Donald Trump am 8. November ist der Börsenwert des weltweiten Aktienmarkts um sechs Billionen Dollar gestiegen und nimmt mit 70,8 Billionen Dollar den Rekordwert ins Visier. Investoren haben darauf gesetzt, dass der neue US-Präsident Donald Trump die US-Wirtschaft und damit die Weltwirtschaft deutlich ankurbeln und damit die Inflation kräftig anheizen wird.

Wer ebenfalls davon überzeugt ist, dass die neue US-Administration der Wirtschaft weiterhin Schwung verleihen wird, der findet in unserer ISIN-Liste mit hoher Wahrscheinlichkeit viele interessante Anlageideen. Beachten Sie auch unsere Positionierung im Favoriten- und Defensivdepot.

Börse_Konjunktur_Schiff2Obwohl Investoren weiterhin auf die Details der geplanten „phänomenalen“ Steuerreform warten, geht die Hausse beim S&P500 weiter, weshalb der Börsenwert des Index auf 20,1 Billionen Dollar geklettert ist. “Investoren setzen weiter darauf, dass der neue US-Präsident die US-Wirtschaft und damit auch die Weltwirtschaft deutlich ankurbeln wird, obwohl Investoren weiterhin auf die Details seiner Wirtschaftspolitik warten”, sagt Klaus Bauknecht, Chef-Volkswirt der IKB Deutsche Industriebank, gegenüber telebörse.de. Skeptische Anleger der aktuellen Entwicklung könnten Gefallen an unseren Investmentideen zur Absicherung finden…

Dabei dämmert vielen Investoren zusehends, dass die angekündigte Steuerreform frühestens im Herbst vom Kongress verabschiedet werden dürfte, weshalb das Wachstum der US-Wirtschaft im laufenden Jahr deutlich schwächer sein dürfte, als viele Investoren bislang erwartet haben. Dennoch treiben Investoren den Index immer weiter nach oben, weshalb die Bewertung auf immer extremere Niveaus steigt.

Buffett: Markt ist günstig.

Dennoch hat die Investmentlegende Warren Buffett zuletzt gesagt, dass der US-Aktienmarkt günstig bewertet sei. „Wir sind nicht in einer Blase“, sagte Buffett. „Wenn die Zinsen aber nach oben schießen sollten, dann wäre der Aktienmarkt (im Vergleich zu den Zinsen) teurer“, sagte der Finanzprofi. Diese Aussage dürfte viele Investoren ziemlich überrascht haben. Denn wenn man auf eine Bewertungskennzahl schaut, die Buffett selbst als die beste zur Bewertung des Aktienmarkts bezeichnet, kommt man auf eine ganz andere Idee.

USA_Las_VegasBei dieser Kennzahl wird der Börsenwert sämtlicher US-Unternehmen durch die jährliche Wirtschaftsleistung der USA dividiert. Aktuell liegt der Wert bei 122,5 Prozent – das ist einer der höchsten Bewertungen aller Zeiten. Lediglich Anfang 2000 (151,3 Prozent) und Anfang 2015 (129,7 Prozent) war der Aktienmarkt höher bewertet. Der langfristige Schnitt liegt hingegen bei lediglich 60 Prozent, weshalb die aktuellen Zahlen zeigen, wie extrem überbewertet der US-Aktienmarkt ist.

Im zweiten Teil schauen wir uns an, wie stark überwertet der S&P500 aktuell ist und welche Bedeutung der Zinspolitik in der aktuellen Situation zuteil wird.

 



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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