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4 wichtige Dinge aus der Telefonkonferenz von Stratasys

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.03.2017, 11:50  |  354   |   |   

Stratasys (WKN:A1J5UR) meldete am 7. März die Ergebnisse des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2016. Die vierteljährlichen Umsätze des diversifizierte 3D-Druck-Unternehmen konnten sich um 1,1 % im Jahresvergleich erhöhen. Der bereinigte Gewinn pro Aktie verbesserte sich von -0,01 US-Dollar aus dem Vorjahreszeitraum auf 0,15 US-Dollar.

Die Aktie von Stratasys verlor noch am selben Tag 9 %, da die Wall Street deutlich mehr erwartet hatte. Darüber hinaus betrug der Ausblick für den Umsatz und den bereinigten Gewinn weniger, als die Analysten erwartet hatten.

Solche Quartalsberichte bieten normalerweise nur Zahlen und sagen darüber hinaus nicht besonders viel aus. Während einer Telefonkonferenz erfährt man oft wesentlich mehr über die Performance eines Unternehmens. Es folgen vier Dinge, die man aus der letzten Telefonkonferenz mitnehmen konnte.

Der Fortus-3D-Drucker von Stratasys. Das Unternehmen hat ein neues Material entwickelt, Nylon 12CF, das Metall bei vielen Anwendungen ersetzen kann. Bildquelle: Stratasys.

1. Das neue Material Nylon 12CF kann Metall bei vielen Anwendungen ersetzen

Hier die Anmerkungen des CEOs Ilan Levin:

Vor Kurzem haben wir unser neues Material Nylon 12CF für den FDM-Drucker vorgestellt. Dieses ist ein neues Kohlefaser-Plastikmaterial, das stark genug ist, um Metall in vielen Anwendungen zu ersetzen. Wir glauben, dass das neue Material gute Dienste in den Bereichen Automobilbau, Luft- und Raumfahrt, Freizeitgüter und im Bereich industrielle Fertigung leisten wird.

Stratasys stellte das Material am selben Tag vor. Das Unternehmen erwartet, dass es im zweiten Quartal diesen Jahres verfügbar sein würde. Nylon 12CF enthält laut Unternehmensangaben 35 % Kohlefaser und bietet im Vergleich zu den Thermoplasten des Unternehmens das beste Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht.

Im Gegensatz zum Konkurrenzunternehmen 3D Systems verfügt Stratasys über keine Metall-3D-Drucktechnologie. Daher ist es ein großer Vorteil, dass das Unternehmen jetzt ein Material entwickelt hat, dass Metall bei vielen Anwendungen ersetzen kann.

2. Der Übergang zu einem kundenzentrierten Unternehmen

Dazu hat Levin Folgendes gesagt:

Wir machen auch große Fortschritte dabei, unser Unternehmen in eine kundenzentrierte Organisation umzubauen, bei der unsere Technologie und unser Wissen eingesetzt werden, um in den wichtigsten Märkten neue Lösungen zu schaffen. Dieser erneute Fokus wird von einer Reihe von Kooperationen gestützt, die wir mit führenden Unternehmen wie Siemens, Airbus, McLaren Racing und Team Penske eingegangen sind.

Stratasys hat sich von seiner Strategie entfernt, ein Produkt für alle herzustellen und arbeitet jetzt enger mit Unternehmen in wichtigen Märkten zusammen, um Lösungen für deren spezifische Probleme zu erarbeiten. Diese neuen Anwendungen könnten Prototypen, die Herstellung von Werkzeugen und die Produktion von Ersatzteilen beinhalten.

Solch eine Strategie sollte engere Kundenbeziehungen aufbauen und es dem Unternehmen ermöglichen, das Wissen, das man sich bei solchen Kollaborationen aneignet, besser einzusetzen. Das wäre ebenso für potenzielle Kunden aus dem selben Bereich interessant.

Levin fügte hinzu, dass eine solche Strategie die Verkaufszyklen verlängere. Dabei würde es aber auch schwieriger werden, einen Ausblick für die Zukunft zu geben. Ich glaube, dass der Ausblick für 2017 ziemlich konservativ ausfallen wird – wie wir aus seinen Kommentaren bereits entnehmen konnten.

3. Wiederkehrende Einnahmen

CFO Lilach Payorski gab Folgendes zu Protokoll:

Wir haben günstige Trends in Bezug auf die Benutzung des Systems feststellen können. Zusätzlich verzeichnen wir eine starke Nachfrage nach unseren Premium-Materialien, durch die die Umsätze im Bereich Verbrauchsgüter verglichen mit dem Vorjahr um 11 % gewachsen sind. Das Wachstum im Bereich Premium-Materialien stützt unseren Fokus auf werthaltige Lösungen in Industriemärkten … Bei den Serviceumsätzen sind die Umsätze des Kundendienstes, zu denen Umsätze aus Instandhaltung und Wartung gehören, verglichen mit dem Vorjahr um 8 % gestiegen. Grund dafür ist das Wachstum unserer Kunden.

Die Quartalsergebnisse waren deutlich besser als im Vorjahreszeitraum, sie spiegeln aber immer noch einen Markt im Umbruch wider. Trotz der wiederkehrenden Einnahmen waren die Umsätze des Unternehmens solide. Das liegt am Geschäftsmodell, bei dem die Umsätze mit Verbrauchsmaterialien erzielt werden. Um diese zu generieren, werden die entsprechenden Gerätschaften (3D-Drucker) zuvor günstig angeboten. Die Verbrauchsmaterialien haben eine höhere Gewinnmarge als der Unternehmensdurchschnitt. Damit wird ein Wachstum in dieser Kategorie besonders lukrativ.

4. Das Unternehmen konzentriert sich mehr auf FDM und PolyJet

Der folgende Auszug stammt aus einer Antwort von Levin auf die Frage eines Analysten, ob sich Stratasys jetzt mehr darauf konzentriere würde, seine FDM und die PolyJet-Technologie weiter zu entwickeln oder ob man das Spektrum der angebotenen Technologien erweitern möchte (Stratasys bietet drei Verfahren an: FDM und PolyJet, die beide polymerbasierte Technologien sind, sowie Wachsmodelle, auch WDM genannt, die für Anwendungen im Dentalbereich zum Einsatz kommen).

Wenn wir unsere Kunden dazu bringen, unsere Produkte vermehrt zu benutzen, dann üben die Technologien FDM und PolyJet eine starke Anziehungskraft auf unsere Kunden aus. Daher gibt es keinen Grund, warum wir keine strahlende Zukunft und viel Gutes mit diesen Technologien erreichen sollten …

Ich glaube, dass wir bereits im September auf der IMTS (International Manufacturing Technology Show) gute Beispiele geliefert haben, was wir mit unseren bewährten zuverlässigen Technologien erreichen können …

Der Schwerpunkt des Unternehmens scheint mehr darauf zu liegen, die bestehende Polymer-Technologie zu verbessern. Ich glaube nicht, dass es ausgeschlossen ist, dass Stratasys andere Technologien entwickeln oder aufkaufen wird wie z. B. im Metallbereich.

Infinite-Build und Robotic Composite sind FDM-basierte Technologien der nächsten Generation, die auf Anwendungen der herstellenden Industrie abziehen. Sie könnten auch bei der Herstellung von Prototypen eingesetzt werden. Infinite-Build wird zusammen mit Boeing und Ford weiterentwickelt und ist für die Kleinserienproduktion von großen thermoplastischen Bauteilen gedacht. Robotic Composite wird in Zusammenarbeit mit Siemens entwickelt und wurde für die automatisierte Produktion von Verbundmaterialien entwickelt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford. The Motley Fool empfiehlt 3D Systems und Stratasys.

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und wurde am 13.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Stratasys


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