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Kann NVIDIA eine Führungsrolle in diesem potenziell riesigen Markt einnehmen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
03.04.2017, 12:00  |  1022   |   |   

NVIDIA (WKN:918422) und PACCAR (WKN:861114) könnten schon bald Optimus Prime von den Transformers vom Kino in die reale Welt bringen. PACCAR, der Hersteller des Peterbilt 379-Trucks, der eine der Hauptrollen in den Transformers-Filmen spielt, ist eine Partnerschaft mit dem Chip-Unternehmen eingegangen, um die selbstfahrende Technologie für LKWs zu adaptieren.

NVIDIA möchte seine Chance nutzen

PACCAR und NVIDIA enthüllten vor kurzem in Berlin, dass sie schon einen Prototypen eines selbstfahrenden LKWs entwickelt hätten. Diese funktioniert mit der Drive-PX-2-Plattform von NVIDIA. Der Test-LKW kann sich komplett alleine fahren und es nicht auf eine menschliche Intervention angewiesen dank des Level-4-Fahrsystems.

Bildquelle: NVIDIA

Das könnte eine Riesensache werden, da NVIDIA damit einen riesigen Markt angreift. Laut IHS Automotive, einem Tochterunternehmen von IHS Markit erwartet, dass die jährlichen Verkaufszahlen von selbstfahrenden LKWs bis 2035 60.000 Einheiten erreichen könnten. Das wären 15 % dieses Segments.

Es wird erwartet, dass die USA hierbei eine Führungsposition einnehmen, da dort schon an Gesetzen gearbeitet wird, die Tests mit selbstfahrenden LKWs auf offener Straße möglich machen sollen. Das sogenannte Platoon Testing ist ein Konzert, bei dem mehrere LKWs zusammen in enger Formation fahren. Dabei wird diese Gruppe von einem LKW gesteuert , der diese Formation anführt. Der Rest davon wird automatisch gesteuert.

Damit könnte die Treibstoffeffizienz um 15 % dank niedrigerem Windwiderstand erhöht werden. Noch dazu würden die Kosten für Arbeit gesenkt und der Fahrermangel wäre auch kein Problem mehr. Die Vorteile dieses Konzepts ermutigen Staaten wie Arkansas, Iowa, South Carolina und Kalifornien dazu, ihre Gesetze entsprechend zu ändern.

In Los Angeles wurden zum Beispiel im März drei Trucks von Volvo auf einem vielbefahrenen Freeway getestet. Die LKWs wurden mit 15 Meter Abstand voneinander positioniert, wobei Computer die Pedalfunktionen von zwei davon kontrolliert haben. Das deutet schon an, dass man es ernst damit meint. Man möchte beweisen, dass selbstfahrende LKWs keine Zukunftsmusik mehr sind.

Die Technologie von NVIDIA kann hierbei eine große Rolle spielen, da die Drive-PX-2-Plattform auf künstliche Intelligenz und Deep Learning basiert. Die neuralen Netzwerke der Plattform erlauben es den Kameras und Sensoren der autonomen Fahrzeuge, Daten in Echtzeit zu verarbeiten. Damit kann das Fahrzeug seine eigene Position in einer hochauflösenden Karte bestimmen und das Terra, das vor ihm liegt, beurteilen.

Das bedeutet, dass die Plattform von NVIDIA sich selbst beibringt, auf Reize der realen Welt zu reagieren. Daher kann das System bei den Tests auf offener Straße jede Menge lernen. Die Plattform kann grundsätzlich in allen Schwerlastfahrzeugen zum Einsatz kommen, die eine entsprechende Chipkonfiguration aufweisen. Dadurch sind sie fähig, mehr Daten pro Sekunde zu verarbeiten und dadurch schnellere Entscheidungen zu treffen.

NVIDIA hat auch ein entsprechendes Video veröffentlicht, in dem klar wird, dass man greifbare Fortschritte durch die Partnerschaft mit PACCAR gemacht hat. Damit macht das Unternehmen große Fortschritte in diesem potenziell sehr großen Markt.

Warum selbstfahrende LKWs so interessant sein könnten

Vor mehreren Wochen bekam Amazon (WKN:906866) ein Patent für die Technologie, die es selbstfahrenden Autos ermöglicht, miteinander zu kommunizieren. Was das Unternehmen mit dem Patent plant, ist noch nicht klar, aber Schritte hin zu einer Automatisierung des Lieferprozesses weisen darauf hin, dass Amazon vielleicht auch selbstfahrende LKWs benutzen will.

Amazon muss seine Versandkosten senken, die in den letzten Jahren durch die Decke gegangen sind. Selbstfahrende LKWs würden die Kosten für die Fahrer und gleichzeitig die Treibstoffkosten senken. Damit könnten diese Kosten im Zaum gehalten werden. In der Vergangenheit hat Amazon schon LKWs gekauft, um eine größere Kontrolle über den Versandprozess zu haben und um die Lieferungen zwischen den einzelnen Versandzentren schneller zu machen. Daher wäre es nicht überraschend, wenn Amazon die LKWs von PACCAR mit der Technologie von NVIDIA kaufen würde.

Das könnte ein weiterer Wachstumstreiber sein

NVIDIA ist definitiv nicht das erste Unternehmen in diesem Bereich. Volvo (WKN:871229)  hat zum Beispiel schon große Schritte in diesem Bereich unternommen und gezeigt, dass selbstfahrende LKWs zum Beispiel in Minen sehr gut funktionieren.

Die selbstfahrenden LKWs des schwedischen Autobauers wurden im letzten Jahr schon in der EU getestet. Das deutet schon an, dass hier Fortschritte erzielt werden.

Das ist auch gut für NVIDIA, dass die Technologie, die dazu nötig ist, ja von NVIDIA kommt. Die Drive-PX-2-Plattform spielt dabei eine sehr große Rolle, daher wäre es nicht überraschend, wenn Volvo sie auch bei seinen LKWs einsetzen würde.

Die Expertise von NVIDIA im Bereich Hardware hat es dem Unternehmen ermöglicht, Partnerschaften mit großen Namen im Bereich Schwerlast-LKWs einzugehen. Die Tatsache, dass diese Technologie von Herstellern wie Volvo und Packer akzeptiert wird, könnte sich als ein Segen für den Chiphersteller herausstellen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Nvidia und Paccar.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und wurde am 01.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Amazon.com, NVIDIA, Paccar, Volvo (A)


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