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Marktüberblick: Gold als sicherer Hafen gesucht
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Marktüberblick Gold als sicherer Hafen gesucht

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
12.04.2017, 08:42  |  491   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag von den steigenden geopolitischen Risiken mit Blick auf das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea beeindruckt und verzeichnete auf breiter Front Abgaben. Der DAX schloss 0,50 Prozent tiefer bei 12.139 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte notierte 0,04 Prozent schwächer bei 24.188 Punkten. Belastet von einem Kurssturz in der Aktie von Dialog Semiconductor sackte der TecDAX um 1,90 Prozent auf 2.018 Zähler ab. Unter den 110 größten Werten gab es 28 Gewinner (25%) und 82 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 69 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 84,1 Millionen Aktien im Wert von 3,15 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,13). Stärkste Sektoren waren Transportwerte, Versorger und Industriewerte. Am deutlichsten abwärts ging es für Technologiewerte, Rohstoffwerte und Banken. Die DAX-Spitze belegte Lufthansa mit plus 3,70 Prozent. RWE und Vonovia rückten um 0,67 beziehungsweise 0,60 Prozent vor. Nachbörslich war die Daimler-Aktie gesucht. Der Autobauer hatte positiv aufgenommene vorläufige Zahlen zum ersten Quartal präsentiert. Am anderen Indexende verloren Commerzbank und Deutsche Bank 2,02 respektive 1,57 Prozent. Infineon büßte 1,51 Prozent ein. Im TecDAX schloss Dialog Semiconductor nach zwischenzeitlich noch wesentlich größeren Verlusten 14,36 Prozent tiefer. Auslöser war eine Herabstufung von “Halten” auf “Verkaufen” durch das Bankhaus Lampe.

An der Wall Street schloss der Dow 0,03 Prozent tiefer bei 20.651 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,42 Prozent auf 5.398 Punkte nach. 60 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Zugewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 54 Prozent. 89 neuen 52-Wochen-Hochs standen acht neue Tiefs gegenüber. Stark gesucht waren Immobilienwerte, während Technologiewerte und Finanzwerte deutliche Schwäche zeigten. Der Volatilitätsindex VIX sprang auf ein 5-Monats-Hoch bei 15,07 Punkten und signalisierte damit eine hohe Nervosität der Marktteilnehmer.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,22 Prozent auf 100,74 Punkte nach. EUR/USD legte um 0,09 Prozent auf 1,0604 USD zu. Stark gesucht war der Yen, der mit Blick auf die geopolitischen Spannungen als sicherer Hafen Zugewinne gegenüber allen anderen Hauptwährungen verbuchte. Auffällige Schwäche zeigten hingegen der Austral-Dollar und der Kanada-Dollar trotz steigender Rohstoffpreise.

Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 0,45 Prozent höher bei 400,62 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 0,27 Prozent auf 56,13 USD. Der Preis für US-Erdgas gab um 2,22 Prozent auf 3,17 USD nach. Comex-Kupfer notierte 0,21 Prozent höher bei 2,61 USD. Gold haussierte als sicherer Hafen um 1,71 Prozent auf ein 5-Monats-Hoch bei 1.275 USD (1.201 EUR). Silber, Platin und Palladium legten zwischen 1,73 und 3,43 Prozent zu.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,01 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf 0,20 Prozent nach und markierte damit ein 6-Wochen-Tief. Der Euro-Bund-Future endete 0,04 Prozent höher auf einem neuen Kontrakthoch bei 163,21 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes büßte fünf Basispunkte auf 2,32 Prozent ein und testet nun erneut die untere Begrenzung der mehrmonatigen Trading-Range.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,40 Prozent auf 146,25 Punkte. Besonders schwach präsentierte sich der Nikkei 225 mit Abgaben von rund 1,2 Prozent.

Heute stehen keine marktbewegenden Makroveröffentlichungen auf der Agenda. Von der Unternehmensseite richtet sich der Blick auf die Hauptversammlungen von Puma und Airbus und die März-Verkehrszahlen von Fraport. Bei Freenet findet ein Kapitalmarkttag statt. Daimler dürfte ferner mit den gestern Abend veröffentlichten positiven Zahlen im Fokus stehen.

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