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Steuersünder Selbstanzeigen brachten dem Staat sechs Milliarden Euro

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.04.2017, 09:03  |  889   |   |   

Hamburg (ots) - Seit der Staat systematisch Daten deutscher Steuersünder im Ausland aufkauft, hat sich die Zahl der Selbstanzeigen auf 116.293 erhöht. Die steuerlichen Mehreinnahmen belaufen sich seit 2010 auf sechs Milliarden Euro. Das ergab eine stern-Umfrage bei den 16 Länder-Finanzministerien.

Der Umfrage zufolge zeigten sich die meisten Steuerhinterzieher in Baden-Württemberg an: Es waren 31.514. Sie mussten rund 795 Millionen Euro nachzahlen. Die höchsten Mehreinnahmen wurden mit 1,191 Milliarden Euro allerdings in Bayern erzielt (bei 17.633 Selbstanzeigen). Auch im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen (1,182 Milliarden Euro) und am Bankenstandort Hessen (918 Millionen Euro) kam viel zusätzliches Geld zusammen. Überraschend hohe Nachzahlungen fielen zudem in Schleswig-Holstein an, wo bei nur 2107 Selbstanzeigen bis Ende Februar 2017 immerhin fast 386 Millionen Euro in die Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden flossen.

Besonders das Land Nordrhein-Westfalen geht bei der Jagd auf Steuersünder seit Jahren aggressiv vor. Im Februar 2010 erwarb die NRW-Landesregierung ihre erste Steuer-CD - zehn weitere folgten. Die Kosten für den Kauf der Steuerdaten teilen sich Bund und Länder in der Regel. Sie lagen bei insgesamt knapp 20 Millionen Euro.

 



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Kommentare

Tja, der geduldete und über Jahre verschleppte Betrug am ehrlichen Steuerbürger, durch Cum-Ex-Geschäfte der Systemschädlinge in Nadelstreifen, dürfte über das letzte Jahrzehnt hinweg wohl ein Vielfaches davon betragen haben - geschuldet dem bewußten Nichtstun von Schäuble und Co.!"

So ist es.
Das war und ist echter Betrug: sich nicht gezahlte Steuern erstatten zu lassen.
Von Steuerhinterziehung kann man da nicht mehr reden.
Es ist viel schlimmer: Betrug. Und die Politik hat dazu Beihilfe geleistet.
Tja, der geduldete und über Jahre verschleppte Betrug am ehrlichen Steuerbürger, durch Cum-Ex-Geschäfte der Systemschädlinge in Nadelstreifen, dürfte über das letzte Jahrzehnt hinweg wohl ein Vielfaches davon betragen haben - geschuldet dem bewußten Nichtstun von Schäuble und Co.!

Die Auslegung der Lobbyisten-Schlupflöcher benötigte abgeblich einen deutlich erhöhten Zeitaufwand in der angepaßten Gesetzgebung.

Wie aber schaffen es die Sesselfurtzer denn i.Vgl. dazu, aufgedeckte Schlupflöcher zu Gunsten des kleinen deutschen Steuermichels mal schnell übers WE durchzuwinken? Wir werden aufs Übelste verschaukelt, für dumm verkauft und um das von uns allen erbrachte Steueraufkommen geprellt!

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