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Marktkommentar: Oliver Garbe (WAVE): Quo vadis Großbritannien?
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Marktkommentar Oliver Garbe (WAVE): Quo vadis Großbritannien?

Nachrichtenquelle: Asset Standard
12.04.2017, 00:00  |  83   |   |   

​Die Nacht vom 23. auf den 24. Juni 2016 wird vielen Marktteilnehmern noch in Erinnerung sein. Oliver Garbe blickt zurück auf den Brexit.

​Die Nacht vom 23. auf den 24. Juni 2016 wird vielen Marktteilnehmern noch in Erinnerung sein. War bis zuletzt mit einem Verbleib Großbritanniens (UK) in der Europäischen Union (EU) gerechnet worden, wurden Investoren von dem Ergebnis des britischen Referendums mehrheitlich überrascht. Dieser Tage erleben wir nun die Fortsetzung dieses bisher einmaligen Ereignisses.

Am 29. März 2017 wurde der Antrag auf den Austritt aus der EU (Brexit) eingereicht, der gemäß Artikel 50 des EU-Vertrags unwiderruflich ist. Damit beginnen nun gemäß Jean-Claude Juncker (Präsident der Europäischen Kommission) „sehr, sehr, sehr schwierige“ Gespräche, die das Zusammenspiel von EU und UK nach dem Brexit regeln sollen.

In den bevorstehenden Verhandlungen geht es u.a. um die Ausgestaltung zukünftiger Handelsbeziehungen, die Kontrolle der Einwanderung, der Gesetzgebung und des Finanzbudgets. Allein beim Thema Handel wird Großbritannien mit 58 Ländern, mit denen die EU entweder keine Zölle oder sehr geringe Kosten vereinbart hat, neue eigene Vereinbarungen abschließen müssen. Weiterführend steht ein Betrag von 60 Mrd. EUR im Raum, den die EU von Großbritannien für zugesagte Budgetbeteiligungen, Pensionsversprechen und Garantien für Kredite verlangen könnte. Beide Seiten gehen davon aus, dass allein die Verhandlung bezüglich der Finanzen bis Anfang 2018 dauern könnte. Formal stehen zunächst zwei Jahre für die Gespräche zur Verfügung. Erste belastbare Indizien, welche Gangart die EU gegenüber Großbritannien zukünftig einschlagen wird, werden womöglich vom EU-Sondergipfel ausgehen, der für Ende April terminiert ist.

Die Finanzmärkte zeigen derweil ein gewohntes Bild. So dominieren (geld)politische Ereignisse weiterhin konjunkturelle und unternehmensspezifische Entwicklungen. Einmal mehr stand dabei Donald Trump im Fokus der Aufmerksamkeit. Trotz einer republikanischen Mehrheit wurde die Abstimmung über die Reform der in der Regierung Obama eingeführten Krankenversicherung, aufgrund der zu erwartenden Niederlage, zunächst verschoben und am Ende komplett abgesagt. Investoren werteten den Misserfolg als Gradmesser für die weiteren gewichtigen Vorhaben Trumps (Infrastrukturinvestitionen, Steuerreform und Deregulierung). Insbesondere Aktien reagierten negativ. Weiterführend wurden der Wahlausgang in den Niederlanden sowie die abnehmende Befürchtung eines Wahlsiegs Marine Le Pens bei der bevorstehenden Wahl in Frankreich positiv aufgenommen. Die behutsam vorbereitete Zinserhöhung der FED sowie die moderate Anpassung des mittelfristigen Zinsausblicks – ausgedrückt in den „dot plots“ - verschreckte die Marktteilnehmer nicht. Dagegen sorgten aufkommende Spekulationen bezüglich einer Zinserhöhung der EZB vor dem Ende des Wertpapierankaufprogramms kurzfristig für Volatilität an den Renten- und Aktienmärkten.

Ausblick

Zu Beginn des neuen Monats richten Marktteilnehmer den Blick auf das erste Treffen Donald Trumps mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Mit Spannung wird erwartet wie sich die beiden Länder in der Zukunft z.B. bezüglich des Handels positionieren werden. Implikationen für das Handelsgeschehen dürften auch von der Wahl in Frankreich ausgehen, deren erster Wahlgang am 23. April stattfinden wird. Ende des Monats wird der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union Thema eines EU-Sondergipfels sein. Flankierend werden zunächst die EZB, eine Woche später die FED ihre Einschätzungen offenlegen. In der unverändert positiven Grundstimmung des Gesamtmarktes, die sich insbesondere am Aktienmarkt ablesen lässt, sind Schwächephasen einzukalkulieren. Mit unserem aktiven Management können wir auf die Bewegungen jederzeit angemessen reagieren.

Wie unsere Fonds aktuell ausgerichtet sind, lesen Sie im Folgenden.


Veränderungen innerhalb unserer Fonds

Der WAVE Total Return Fonds R (flexibler, defensiver europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit einer Aktienquote von 10% in den Monat März. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 0 und 25%, wobei wir die höchste Quote Ende des Monats, zeitgleich mit dem DAX-Anstieg, hielten. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihekomponente verlängerten wir, ausgehend von Werten zwischen 0 und 1 Jahren, auf bis zu 3 Jahre.

Der Fondspreis stieg im März um 0,72%.

Im WAVE Total Return Fonds Dynamic R (flexibler, ausgewogener europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit einer Aktienquote von 20% in den Monat März. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 10 und 50%, wobei wir die höchste Quote Ende des Monats, zeitgleich mit dem  DAX-Anstieg, hielten. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihekomponente verlängerten wir, ausgehend von Werten zwischen 0 und 1 Jahren, auf bis zu 3,5 Jahre.

Der Fondspreis stieg im März um 1,17%.

Im HannoverscheBasisInvest (Investmentgrade-Rentenfonds, Anlageschwerpunkt EUR) setzen wir weiterhin auf ein diversifiziertes Portfolio aus Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Hinsichtlich der Länderallokation haben wir die Untergewichtung der Länder Frankreich und Spanien aufgegeben. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – mit ca. 0,3 Jahren verkürzt.

Der Fondspreis ermäßigte sich im März um 0,32%.

Das Rentenportfolio des HannoverscheMediumInvest (Mischfonds ausgewogen; Aktien, Anlageschwerpunkt Euro-Länder / Investmentgrade-Renten, Anlageschwerpunkt EUR) besteht weiterhin aus einer Mischung von Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Hinsichtlich der Länderallokation haben wir die Untergewichtung der Länder Frankreich und Spanien aufgegeben. Das Aktienportfolio setzt sich aus liquiden Standardtiteln aus DAX und EuroStoxx zusammen. Die Netto-Aktienquote variierten wir im abgelaufenen Monat zwischen 45 und 60%. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – mit ca. 0,3 Jahren verkürzt.

Der Fondspreis stieg im März um 2,88%.

Der HannoverscheMaxInvest (Aktienfonds, Anlageschwerpunkt Euro-Länder) weist zum Jahresbeginn ein diversifiziertes Aktienportfolio mit Titeln aus DAX und EuroStoxx auf. Die Netto-Aktienquote  variierten wir im abgelaufenen Monat zwischen 90 und 110%.

Der Fondspreis stieg im März um 5,77%.

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