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Schockierendes Motiv Möglicher Börsengewinn unklar: 28-Jähriger verübte wohl Anschlag auf BVB-Mannschaftsbus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.04.2017, 07:58  |  4583   |  16   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Anderthalb Wochen nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat die Polizei am Freitagmorgen im Raum Tübingen einen 28-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.

Laut Mitteilung der Bundesanwaltschaft scheint der mutmaßliche Täter wohl auf einen durch den Anschlag verursachten Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt zu haben, um dadurch einen Millionengewinn einstreichen zu können. An islamistischen oder anderen extremistischen Hintergründen bestünden erhebliche Zweifel.

So lautet die jüngste Mitteilung: Wie viel Geld der Verdächtige im Fall des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus maximal an der Börse hätte gewinnen können, ist noch nicht klar. Das werde derzeit noch berechnet, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Freitag in Karslruhe. Der 28-Jährige habe drei verschiedene Derivate auf die Aktie von Borussia Dortmund erworben - die meisten davon am Tag des Angriffs selbst. Dafür habe er einen Verbraucherkredit in Höhe von mehreren zehntausend Euro aufgenommen. Sicher sei: Je tiefer die Aktie des Fußballvereins gefallen wäre, desto höher wäre der Gewinn für den Verdächtigen ausgefallen, siehe hier.

Borussia Dortmund

Der Verdächtige sei ein 28-Jähriger mit deutscher und russischer Staatsangehörigkeit. Ihm wird von der Bundesanwaltschaft versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft wollte um 12.30 Uhr über den Stand der Ermittlungen informieren.

Am Dienstag vergangener Woche hatten vor dem Champions-League-Spiel der Dortmunder gegen den AS Monaco drei Sprengsätze am Mannschaftshotel gezündet, während der BVB-Bus vorbeifuhr. Dabei wurde der Abwehrspieler Marc Bartra in dem Fahrzeug von Splittern getroffen und schwer verletzt. Ein Motorradpolizist erlitt ein Knalltrauma.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liefen am Freitagmorgen Polizeiaktionen gegen insgesamt vier unterschiedliche Objekte in Baden-Württemberg.

Laut den Informationen von heute Morgen hatte der Beschuldigte am 11. April - dem Tag des Anschlags gegen den BVB-Bus - 15 000 Verkaufsoptionen für 78 000 Euro in Bezug auf die BVB-Aktie erworben. Die Papiere hätten eine Laufzeit bis zum 17. Juni gehabt. Der Kauf wurde demnach über einen Online-Anschluss des Mannschaftshotels abgewickelt. Der Beschuldigte habe die Papiere über einen am Anfang April 2017 aufgenommenen Verbraucherkredit finanziert, hieß es. Der Käufer spekulierte laut GBA auf fallende Kurse - die Höhe des Gewinns hänge von der Höhe des Kursverlustes ab. Mit einem erheblichen Kursverfall wäre zu rechnen gewesen, wenn wegen des Anschlags Spieler schwer verletzt oder sogar getötet worden wären. Der Verdächtige sei wie die Mannschaft Gast im Mannschaftshotel gewesen und habe dort bereits am 9. April ein Zimmer im Dachgeschoss mit Blick auf den späteren Anschlagsort bezogen.

Die BVB-Spieler waren kurz vor dem Anschlag mit ihrem Bus vom Mannschaftshotel zum Champions League-Hinspiel gegen den AS Monaco abgefahren. Die drei Sprengsätze waren in einer Hecke in der Nähe des Hotels versteckt. Das Spiel war dann wegen des Anschlags um einen Tag verschoben worden.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wohnte der Tatverdächtige in Baden-Württemberg. Er sei seit dem 13. April per Haftbefehl wegen 20-fachen versuchten Mordes und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gesucht worden. Laut Generalbundesanwalt waren an den Ermittlungen mehrere hundert Beamte des Bundeskriminalamtes sowie der nordrhein-westfälischen und der baden-württembergischen Polizei beteiligt.

Die Sprengsätze waren dem Generalbundesanwalt zufolge über eine Länge von zwölf Metern in einer Hecke entlang der Fahrstrecke des Mannschaftsbusses angebracht. Die Sprengwirkung der mit Metallstiften bestückten Sprengsätze sei auf den Bus ausgerichtet gewesen. Ein Metallstift sei noch in einer Entfernung von 250 Meter aufgefunden worden. Die Zündung sei nach derzeitigem Erkenntnisstand für jeden Sprengsatz separat über eine funkausgelöste elektrische Schaltung erfolgt. Zur Art des verwendeten Sprengstoffs lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor./hme/bk/DP/zb

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Kommentare

Nicht merkwürdiger als das etliche Saudis noch schnelle ausreisen durften--
Oder auch saudiarabien auch jetzt nicht unter Trump Bann kamen...

Entsprechend könnte es da auch Insidergeschäfte gegeben haben.
Beweise gibts dafür aber nicht...
Gab es im Umfeld des 11. September 2001 nicht auch merkwürdige
Vorgänge um Börsen und Versicherungen?
Kann mich da nur noch schwach erinnern.
Zitat von BorealisStatt um "Reichsbürger" sollten sich unsere Behörden lieber um die von Spekulanten ausgehenden Gefahren kümmern.


Was willst du in einem Börsenforum?
Von dir kommen doch nur linke und Querfront-Parolen,
anti "Kapitalismus", als gäbe es in der Sozialrepublik Deutschland sowas wie "Kapitalismus".
Schlimm, daß manche User mich mit dir verwechseln,
wg. Namensähnlichkeit.
Zitat von helix-99Extremistischer Kapitalismus in Reinform, selbst für die "Scheiß-Millionäre "wird die Luft dünner.


Wenn jemand einen Kredit aufnehmen muß,
hat er offensichtlich kaum bzw. zu wenig Kapital.
Jemand ohne Kapital ist schon mal kein Kapitalist.

Kapitalismus ist Akkumulation von Kapital,
nicht Zerstörung, wie von diesem "Deutsch"-Russen beabsichtigt.
Hast deinen Marx nicht richtig gelesen.

Daran ändern auch extremistische "Scheiß-Sozialisten" nichts.
So Ähnlich wollte ich schon gestern auf ihm Antworten habe mir es jetzt damit erspart naja vielleicht schreibe ich doch noch was zu 1 o 2 Punkten.

Bekommst nen Daumen hoch von mir.

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