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     609  0 Kommentare Ifo-Geschäftsklima hellt sich weiter auf

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im April von bereits hohem Niveau aus weiter aufgehellt. Das Geschäftsklima stieg um 0,6 Punkte auf 112,9 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Juli 2011. Bankvolkswirte hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, allerdings nur auf 112,4 Punkte.

    Die Aufhellung des Geschäftsklimas geht ausschließlich auf eine bessere Bewertung der aktuellen Lage zurück. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate trübten sich dagegen leicht ein. "Die deutsche Wirtschaft wächst kräftig", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Umfrageergebnisse. Besser fiel das Geschäftsklima im Groß- und Einzelhandel aus, ebenso im Baugewerbe. In der Industrie trübte sich die Stimmung dagegen etwas ein.

    ÖKONOMEN ZUVERSICHTLICH

    Bankvolkswirte äußerten sich zumeist positiv. Das Bankhaus Lampe sprach von einem starken Wachstumssignal für die deutsche Wirtschaft. Ähnlich kommentierte das Bankhaus Berenberg, das nach einem starken ersten Quartal auch ein robustes Wachstum im zweiten Quartal erwartet.

    Die Volkswirte der Commerzbank sprachen von "Partystimmung" in der deutschen Wirtschaft. "Offensichtlich laufen die Geschäfte der deutschen Unternehmen sehr gut", erklärte Ökonom Ralph Solveen. Rückenwind komme vor allem von der ordentlich laufenden Weltwirtschaft.

    MÄRKTE FEIERN MACRON-ERFOLG

    An den Finanzmärkten spielte das Ifo-Geschäftsklima keine besonders große Rolle. Dort wurde es verdrängt durch die erste Runde in der französischen Präsidentschaftswahl. Die Märkte feierten den Sieg nach Stimmen des linksliberalen Kandidaten Emmanuel Macron. Er wird in zwei Wochen mit der zweitplatzierten Rechtspopulistin Marine Le Pen in eine Stichwahl ziehen. Macron werden deutlich höhere Siegeschancen eingeräumt.

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    Das Ifo-Geschäftsklima gilt als Deutschlands wichtigster und als zuverlässiger wirtschaftlicher Frühindikator. Es basiert auf einer Befragung in rund 7000 Unternehmen./bgf/jsl/stb





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