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Marktüberblick: Kurssturz beim Öl
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Marktüberblick Kurssturz beim Öl

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
05.05.2017, 08:30  |  523   |   |   

Grüne Vorzeichen prägten am Donnerstag das Bild am deutschen Aktienmarkt. Der DAX sprang um 0,95 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 12.648 Punkten. Für den MDAX ging es um 1,17 Prozent nach oben auf eine neue Bestmarke bei 25.028 Punkten. Der TecDAX legte um 1,16 Prozent auf 2.141 Zähler zu. Unter den 110 größten Werten gab es 93 Gewinner (85%) und 16 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 72 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 105,6 Millionen Aktien im Wert von 3,88 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,95). Stärkste Sektoren waren Versicherungen, Banken und Transport. Abgaben verzeichneten lediglich Technologiewerte und Rohstoffwerte. Als stärkster DAX-Wert legte Commerzbank um 3,08 Prozent zu. Deutsche Bank und Continental verbesserten sich um 2,35 beziehungsweise 2,13 Prozent. BMW und adidas konnten nach der Vorlage ihrer Quartalsbilanzen um 0,46 beziehungsweise 0,91 Prozent fester schließen. Am Indexende verlor Infineon nach dem Zahlenausweis 2,25 Prozent. Allianz verlor 1,41 Prozent. Siemens fiel nach Geschäftszahlen um 0,60 Prozent. Im MDAX profitierte Osram von einer positiven Analysteneinschätzung und stieg um 4,73 Prozent.

An der Wall Street schloss der Dow 0,03 Prozent tiefer bei 20.951 Punkten. Der Nasdaq 100 notierte 0,02 Prozent fester bei 5.621 Zählern. 62 Prozent der Werte an der NYSE verabschiedeten sich mit negativen Vorzeichen aus dem Handel. Das Abwärtsvolumen betrug 65 Prozent. 143 neuen 52-Wochen-Hochs standen 95 neue Tiefs gegenüber. Die verschlechterte Marktbreite führte erstmals seit 2014 sowohl an der NYSE als auch an der Nasdaq zur gleichzeitigen Ausbildung eines sogenannten “Hindenburg-Omens”. Gesucht waren Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) sowie Healthcare-Werte. Kräftig unter Druck standen Energiewerte mit deutlich nachgebenden Ölpreisen.

Am Devisenmarkt fiel der Dollar-Index bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,62 Prozent auf 98,73 Punkte. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Die Gemeinschaftswährung profitierte von neuen Umfragen nach einem TV-Duell im französischen Präsidentschaftswahlkampf. Der sozialliberale Emmanuel Macron konnte seinen Vorsprung zur europafeindlichen Marine Le Pen demnach weiter ausbauen. EUR/USD stieg um 0,90 Prozent auf ein 6-Monats-Hoch bei 1,0983 USD und konnte damit eine mehrtägige Trading-Range bullish auflösen. Bei den anderen Majors fielen der Kanada-Dollar sowie der Austral-Dollar mit deutlichen Abgaben auf. Wie andere Rohstoffwährungen litten sie unter dem Ausverkauf bei den Rohstoffpreisen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex sackte um 2,90 Prozent auf 367,81 Punkte ab. Der Preis für Brent-Öl brach begleitet von rekordhohen Umsätzen um 4,67 Prozent auf ein 6-Monats-Tief bei 48,42 USD ein. Belastend wirkten Meldungen, wonach die OPEC-Mitglieder vermutlich keine deutlicheren Produktionskürzungen beschließen wollen, sondern nur eine zeitliche Ausdehnung der im vergangenen November beschlossenen Kürzungen. US-Erdgas notierte nach den Lagerbestandsdaten 0,84 Prozent tiefer bei 3,20 USD. Comex-Kupfer verlor 1,14 Prozent auf 2,50 USD. Gold verbilligte sich um 1,55 Prozent auf ein 2-Monats-Tief bei 1.229 USD (1.119 EUR). Silber gab um 0,73 Prozent auf 16,43 USD nach. Platin und Palladium konnten gegen den Trend um 0,28 beziehungsweise 0,33 Prozent zulegen.

Am Rentenmarkt litten die Kurse der Staatsanleihen unter einer gestiegenen Risikoneigung, die vor allem von den neuen Umfragen zu den französischen Präsidentschaftswahlen angetrieben wurde. Die Umlaufrendite kletterte um drei Basispunkte auf 0,16 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um vier Basispunkte auf 0,38 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future gab um 0,35 Prozent auf ein Wochentief bei 160,96 Punkten nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um drei Basispunkte auf 2,36 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Auf der Stimmung der Anleger lasteten die kräftig nachgebenden Rohstoffpreise. Der MSCI Asia Pacific Index ex Japan fiel um 0,46 Prozent auf 485,00 Punkte. Die Börsen in Japan und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute steht mit den US-Arbeitsmarktdaten für den April die wichtigste Veröffentlichung der Woche auf der Agenda. Die Konsensschätzung lautet nach den enttäuschenden Daten des Vormonats auf einen Beschäftigungsaufbau außerhalb der Landwirtschaft um 188.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote wird bei 4,6 Prozent nach zuvor 4,5 Prozent erwartet. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Evonik Industries, Dic Asset, Rhön-Klinikum, Erste Group Bank, Telefonica Deutschland Holding, Heidelberger Druckmaschinen, Engie, S&T und Intesa Sanpaolo. Hauptversammlungen finden statt bei Lufthansa, Fuchs Petrolub, Hypoport, DMG Mori und Dürr.

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