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Deutsche Bank – desaströse Prognose

Gastautor: Daniel Saurenz
17.05.2017, 11:06  |  2525   |   |   

Deutsche Bank_ Frankfurt_Börse_8Kurs-Buchwert – diese Maßzahl war vergangene Woche in der Finanzmarktrunde großes Thema als Daniel und Egmond immerhin für 18 von 30 DAX-Titeln nach 5 Sterne-Wertung ihre Einschätzung für DAX-Titel vergaben. Einigkeit herrschte bei der Deutschen Bank, die beide nicht ganz mau sahen, aber auch nicht als Must-have. Adidas sah Daniel sehr pessimistisch aufgrund der Bewertung, Egmond war trendfolgend voll überzeugt. Die WKN CY3PXE stützt die Adidas-Skeptiker und ist unser Favorit. Bei Deutsche Bank mögen wir das Bonuspapier DGP5LL, da wir den Deckel erstmal drauf sehen. Sehr pessimistisch ist Berenberg. Die Bank die Einstufung für die Aktie der Deutschen Bank auf “Sell” mit einem Kursziel von 12 Euro belassen. Er sehe in Aktienrückkäufen die einzige Möglichkeit für die Bank, den Abschlag auf den Buchwert zu reduzieren, schrieb Analyst James Chappell und kürzte auch seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie. Harte Worte. Sanfte Worte gibt es in unserer Chartanalyse mit dem Handwerkszeug für die momentane Marktlage – Optionsscheine sind ganz vorn zu sehen bei der Auswahl.

Unsere Chartanalyse:

Die jüngste Kaufwelle beim Deutschen Aktienindex hat definitiv an Schwung verloren. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Mit dem Sommer steht eine erfahrungsgemäß schwache Börsenphase bevor und der Index hat bereits eine steile Rally hinter sich. Dazu kommt, dass nun eine charttechnische Hürde erreicht ist.

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In den vergangenen Tagen zeigt sich um 12.840 eine verstärkte Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen im fein aufgelösten 5-Minuten-Chart. Dort sind auch die ersten potenziellen Haltezonen im Kursbild ersichtlich. Um 12.650 sowie um 12.480 Zähler treten gehäuft Wendepunkte auf, die nun als erste Unterstützungen dienen könnten. Warum es auf der Oberseite nicht weiter geht, zeigt der Blick auf den Tageschart.

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Der obere Rand des bis Sommer des vergangenen Jahres zurück verfolgbaren Aufwärtstrendkanals bei aktuell rund 12.860 Zählern tritt immer deutlicher als charttechnischer Widerstand hervor. Damit bekommt er den Charakter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Je mehr sich Marktteilnehmer dieser – bis vor kurzem eigentlich völlig unwichtigen – Linie bewusst werden, desto stärker orientieren sie sich daran. Nach einer Rally von mehr als 3500 Punkten in nur einem Jahr reichen nun eben auch schon kleinste Ursachen für Gewinnmitnahmen – dessen sollten sich Anleger in den kommenden Wochen bewusst sein.

Der Ratschlag für Anleger bleibt der Gleiche, wie schon in den vergangenen Wochen: Gewinne mitnehmen, keine neuen Long-Positionen eröffnen, bei ersten Verkaufssignalen eventuell sogar mit kleinen Short-Positionen auf eine kurze Korrektur wetten (nur für Mutige).



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