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PALLADIUM Palladium unter Druck. Ein letzter Rettungsanker bleibt. 

19.05.2017, 08:59  |  1941   |   |   

Lange Zeit stemmte sich Palladium erfolgreich gegen die Schwäche im Edelmetallbereich. In den beiden letzten Handelstagen löste sich diese Stärke, die Palladium in der Vergangenheit so auszeichnete, jedoch in Luft auf. Wichtige Unterstützungen wurden mittlerweile unterschritten.

Auch wenn bereits einiges in (charttechnischen) Scherben liegt, so ist die Lage bei Palladium nicht vollends negativ zu bewerten. Die aktuelle Marktbereinigung könnte sich aus bullischer Sicht sogar noch als Segen entpuppen. Allerdings müssten hierzu einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein bzw. bleiben. 

Dass ein Markt noch einmal durchatmet, wenn es ihm über eine längere Zeit nicht gelingt, wichtige Widerstände zu durchbrechen, ist keine Seltenheit. Das Ganze kann dann durchaus auch einmal kräftiger vonstatten gehen. Es gilt dann, sich neu zu orientieren und einen tragfähigen Boden auszubilden. Schaut man sich den Palladium-Chart einmal an, dann finden sich solche Phasen auch in der jüngeren Vergangenheit. Die Kunst hierbei ist es, wichtige Trendlinien und Unterstützungen nicht zu verletzen. Das gelang Palladium aktuell allerdings nur zum Teil. Die wichtigen Unterstützungen bei 800 US-Dollar, 785 US-Dollar und 775 US-Dollar wurden bereits unterschritten. Vor allem der Verlust der 775er Marke als vorheriges Verlaufstief wiegt schwer. Zudem ist der mittelfristige Aufwärtstrend (rot) vorerst Geschichte. 

Aktuell notiert Palladium bei 764 US-Dollar und nimmt nun wohl Kurs auf den nächsten sehr wichtigen Unterstützungsbereich. In der Zone 740 bis 725 US-Dollar trifft der Preis auf ein ganzes Bündel von Unterstützungen. Neben der langfristigen Aufwärtstrendlinie (grün) befinden sich auch wichtige Horizontalunterstützungen. Und um die Sache zu komplettieren, verläuft in diesem Bereich auch die 200-Tage-Linie. Das heißt zum einen, dass die Zone 740 / 725 US-Dollar ein veritabler Unterstützungsbereich ist und Palladium die Chance hat, hier einen tragfähigen Boden auszubilden. Das heißt zum anderen aber auch, dass dieser Bereich tunlichst nicht unterschritten werden sollte, um der Korrekturbewegung nicht noch einmal neuen Schwung zu geben. Es ist sozusagen der letzte charttechnische Rettungsanker. Unterhalb von 725 US-Dollar könnte es dann ungemütlich werden. Selbst ein Test der 650 US-Dollar wäre dann nicht auszuschließen. Auf der Oberseite limitieren zunächst die Niveaus der ehemaligen und kürzlich durchbrochenen Unterstützungen bei 800 US-Dollar, 785 US-Dollar und 775 US-Dollar.

Kurzum: Palladium zählte in der Vergangenheit zu unseren Favoriten. Oberhalb von 725 US-Dollar ist diese Einschätzung auch unter charttechnischen Aspekten gerechtfertigt. Sollte das Edelmetall jedoch darunter fallen, kämen wir nicht umhin eine Neubewertung vorzunehmen.


 

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