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Autor: EquityStory AG

20:23 | 03.07.2009
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  Nachricht vom 03.07.2009 | 20:23   285 mal gelesen

DGAP-News: IKB mit vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/09

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IKB International S.A. / Jahresergebnis

03.07.2009

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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* Vorläufiger Konzernfehlbetrag (IFRS) -580 Mio. EUR
* Weiterhin hohe Belastung durch Sondereffekte
* Kerngeschäft konjunkturbedingt nicht profitabel
* Restrukturierung wird vorangetrieben


Der Vorstand der IKB hat die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr
2008/09 (1. April 2008 bis 31. März 2009) für den IKB-Konzern erstellt.
Alle im Folgenden genannten Zahlen bedürfen noch der formalen Aufstellung
durch den Vorstand sowie der Testierung durch den Abschlussprüfer und der
Feststellung durch den Aufsichtsrat der IKB.

Das vorläufige Jahresergebnis (nach Steuern) im IFRS-Konzernabschluss
2008/09 liegt bei -580 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2007/08: -11 Mio. EUR). Nach
Auflösung von Gewinnrücklagen in Höhe von 502 Mio. EUR ergibt sich ein
vorläufiger Konzernbilanzverlust von -78 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2007/08:
-11 Mio. EUR). Die Verluste erklären sich aus Verlusten aus
Portfolioinvestments, hohen Marktwertverlusten von Wertpapieren und
Derivaten infolge der hohen Zinsvolatilitäten und den stark gestiegenen
Risikoprämien auch für Wertpapiere erstklassiger Bonität, weiteren
Verlusten aus Portfolioinvestments, weiterhin hohen Kosten zur Bewältigung
der Krise und dem Restrukturierungsaufwand aufgrund der EU-Auflagen. Hinzu
kommt die tiefe Rezession, die sich in einer deutlich erhöhten
Risikovorsorge widerspiegelt. Der Verlust im Vorjahr war insbesondere
deshalb geringer, weil die IKB durch externe Unterstützung ein Ergebnis aus
Risikoübernahme von 2,4 Mrd. EUR ausweisen konnte.


Die vorläufige Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008/09
stellt sich folgendermaßen dar.

in Mio. EUR GJ 2008/09 / GJ 2007/08 / Differenz
Zinsüberschuss 303 / 452 / -149
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 590 / 255 / 334
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge -287 / 196 / -483
Provisionsüberschuss 33 / 55 / -22
Fair-Value-Ergebnis -162 / -1.830 / 1.668
Ergebnis aus Finanzanlagen -282 / -980 / 698
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -8 / 2 / -10
Verwaltungsaufwendungen 375 / 386 / -11
Sonstiges betriebliches Ergebnis 131 / 666 / -535
Ergebnis aus Risikoübernahme 2.401 / -2.401
Restrukturierungsaufwendungen 52 / 0 / 52
Operatives Ergebnis -1.002 / 124 / -1.126
Steuern 422 / -135 / 557
Konzernfehlbetrag -580 / -11 / -569


Der Zinsüberschuss ist um 149 Mio. EUR auf 303 Mio. EUR zurückgegangen. Der
Zinsüberschuss im Segment Portfolioinvestments ist um 106 Mio. EUR durch
Dekonsolidierung des Conduits Rhineland Funding Capital Corporation und den
Abbau der Bestände zurückgegangen. Darüber hinaus erklärt sich der Rückgang
aus dem geringeren Kreditvolumen sowie erhöhten Refinanzierungskosten in
den Marktbereichen. Das Neugeschäftsvolumen in den drei Marktsegmenten
Firmenkunden, Immobilienkunden und Strukturierte Finanzierung wurde im
Geschäftsjahr 2008/09 auf 5,9 Mrd. EUR reduziert (Vorjahr: 9,8 Mrd. EUR).
Die Aufzinsung der zum Barwert nach IAS 39.AG8 bewerteten Verbindlichkeiten
hat sich erstmals mit -61 Mio. EUR als Zinsaufwand niedergeschlagen.
Positiv hat sich mit 45 Mio. EUR weniger Zinsaufwand die Amortisation von
Ausgleichsposten für aufgelöste Sicherungsbeziehungen nach IG 60 A & B (49
Mio. EUR) sowie der Liquiditätszufluss durch die Eigenkapitalerhöhung
ausgewirkt.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft hat sich aufgrund des massiven
Konjunktureinbruchs auf 590 Mio. EUR nach 255 Mio. EUR im Vorjahr mehr als
verdoppelt. Der Schwerpunkt des Anstiegs der Risikovorsorge entfällt auf
das Segment Strukturierte Finanzierung (324 Mio. EUR ggü. 63 Mio. EUR im
Vorjahr); im inländischen Firmenkundengeschäft war eine Erhöhung der
Risikovorsorge um 60 Mio. EUR erforderlich (126 Mio. EUR ggü. 66 Mio. EUR
im Vorjahr).

Der Provisionsüberschuss fällt mit 33 Mio. EUR um 22 Mio. EUR niedriger aus
als im Vorjahreszeitraum (55 Mio. EUR). Ursachen sind vor allem geringere
Provisionserträge wegen niedrigerem Neugeschäftsvolumen sowie die
Provisionsaufwendungen, die um 8 Mio. EUR vor allem durch Transaktionen zur
Liquiditätsbeschaffung gestiegen sind.

Der Fair-Value-Verlust beträgt -162 Mio. EUR ggü. -1.830 Mio. EUR im
Vorjahr. Auf Wertpapiere guter Bonität, die der langfristigen Anlage
dienen, für die aber in Vorjahren die Option zur Bewertung ´Through Profit
and Loss´ ausgeübt wurde, und Derivate fielen GuV-wirksame
Fair-Value-Verluste von 779 Mio. EUR an. Dem stehen Gewinne von 617 Mio.
EUR gegenüber, insbesondere aus der Bewertung ´Through Profit and Loss´ von
Verbindlichkeiten.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen zeigt im Wesentlichen Bewertungsverluste aus
den Portfolioinvestments der IKB und liegt bei -234 Mio. EUR (-980 Mio.
EUR).

Die Verwaltungsaufwendungen sind um 11 Mio. EUR auf 375 Mio. EUR
zurückgegangen. Die Personalaufwendungen sanken im Wesentlichen wegen des
geringeren Mitarbeiterbestandes um 12 Mio. EUR auf 179 Mio. EUR. Per Ende
des Geschäftsjahres hatte die IKB 1.718 Mitarbeiter (1.839). Die anderen
Verwaltungsaufwendungen liegen mit 196 Mio. EUR in etwa auf Vorjahrsniveau
(195 Mio. EUR). Darin enthalten sind krisenbedingten
Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 57 Mio. EUR. Darüber hinaus sind
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 52 Mio. EUR entstanden.

Das sonstige betriebliche Ergebnis liegt mit 131 Mio. EUR um 535 Mio. EUR
unter dem Vorjahreswert. Es ist im Wesentlichen durch Sondereffekte
geprägt, zum einen durch Gewinne aus der Passivbewertung nach IAS39 AG.8
(255 Mio. EUR ggü. 649 Mio. EUR im Vorjahr), zum anderen durch die
Abschreibung auf den Firmenwert aus dem Erwerb der IVG Kavernen GmbH.
Daraus resultierte ein Firmenwert von 186 Mio. EUR, der in voller Höhe
abzuschreiben war. Gleichzeitig konnten Ertragssteuer-Rückstellungen der
IVG Kavernen GmbH von 373 Mio. EUR aufgelöst werden, sodass sich insgesamt
aus dieser Transaktion ein Ertrag von 187 Mio. EUR ergibt.

Das Operative Ergebnis (vor Steuern) beläuft sich auf -1.002 Mrd. EUR (124
Mio. EUR). Neben den erläuterten Sondereffekten tragen hierzu auch die
konjunkturbedingt negativen Ergebnisse aus den drei Marktsegmenten -
Firmenkunden (-106 Mio. EUR ggü. +21 Mio. EUR im Vorjahr), Strukturierte
Finanzierung (-268 Mio. EUR ggü. -3 Mio. EUR im Vorjahr) und
Immobilienfinanzierung (-48 Mio. EUR ggü. +11 Mio. EUR im Vorjahr) - bei.

Die Bilanzsumme lag am 31. März 2009 mit 44,8 Mrd. EUR um 5,4 Mrd. EUR
unter der am 31. März 2008. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus
dem Abbau der Finanzanlagen (inkl. Portfolioinvestments) und der Sonstigen
Aktiva infolge der vorzeitigen Abwicklung der Risikoabschirmung durch die
KfW sowie auf der Passivseite vor allem aus dem Abschmelzen des Bestandes
der Verbrieften Verbindlichkeiten durch Tilgung, vorzeitige Rückkäufe und
Bewertungseffekte. Die Kernkapitalquote auf Gruppenebene liegt bei 8,1 %.

Insgesamt sind die Geschäftsentwicklung und die Lage im Geschäftsjahr
2008/09 sehr stark durch die Krise der Bank und die allgemeine Finanzmarkt-
und Wirtschaftskrise geprägt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte eine
Stabilisierung der IKB durch die von der KfW gezeichnete Kapitalerhöhung
sowie den weitgehenden Abbau der Portfolioinvestments und die Garantien des
SoFFin erreicht werden.


Ausblick

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat grundsätzlich
beschlossen, den Garantierahmen der IKB für neu zu begebende
Schuldverschreibungen um 7 Mrd. EUR zu erweitern. Im Vorfeld hat Lone Star
bezüglich einer Nachrangschuldverschreibung einen auflösend bedingten
Rangrücktritt sowie die Wandlung bezüglich einer gezeichneten Wandelanleihe
erklärt.

Der Fortbestand der IKB hängt davon ab, dass die Auflagen
* der SoFFin für die Vergabe der Garantien,
* der EU-Kommission für die Genehmigung der Beihilfe und
* des Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes
eingehalten werden und die EU-Kommission auch den erweiterten
SoFFin-Garantierahmen genehmigt.

Sofern es zur Einhaltung der Kernkapitalquote von mindestens 8 % und zur
Gewährleistung der Risikotragfähigkeit in den nächsten Geschäftsjahren
nicht gelingt, Risikopositionen in ausreichendem Maße abzubauen, ist die
Zuführung von weiterem Eigenkapital erforderlich.

Der Vorstand geht davon aus, dass die Auflagen fristgerecht umgesetzt und
gleichzeitig die wirtschaftlichen Vorgaben eingehalten werden. Die
Restrukturierung der IKB und die weitere verstärkte Fokussierung auf den
Mittelstand wird daher intensiv vorangetrieben. Aufbauend auf der
Kreditkompetenz wird das Angebot u. a. um Dienstleistungen wie M&A,
Restrukturierungsberatung, Derivate und Kapitalmarktdienstleistungen
erweitert. Hieraus sollen zusätzliche Provisionserträge erzielt werden.

Die Bank wird nach Abschluss der Restrukturierung voraussichtlich eine
deutlich andere Ertragsstruktur und ein insgesamt niedrigeres Ertragsniveau
haben als in den Geschäftsjahren vor 2007/08, da die in den Vorjahren
vereinnahmten Erträge aus Portfolioinvestments deutlich zurückgehen. Die
Geschäftsjahre 2009/10 und 2010/11 werden erheblich durch die
Folgewirkungen der Finanzmarktkrise und die Ausweitung auf die
Realwirtschaft und damit den Unternehmenssektor beeinträchtigt sein.
Belastend wirken insbesondere die Einschränkung des Neugeschäftes sowie
erhöhte Risikovorsorgen und die stark gestiegenen Refinanzierungskosten.
Darüber hinaus wird die IKB durch Senkung der Sachkosten um 30 % auf
Jahresbasis und Abbau von voraussichtlich 370 Arbeitsplätzen im Konzern die
Kosten deutlich reduzieren. Mittelfristiges Ziel ist die Erreichung einer
angemessenen Rendite aus dem operativen Geschäft auf das eingesetzte
Kapital.

Düsseldorf, den 3. Juli 2009


Kontakt: Dr. Jörg Chittka, Tel. +49 (0)211 8221-4349, Volker Rapp Tel. +49
(0)211 8221-3043; Email: investor.relations@ikb.de


03.07.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

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Sprache: Deutsch
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12, rue Erasme
2017 Luxemburg
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E-Mail: ikb.luxemburg@ikb.de
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WKN: 353857
Börsen: Auslandsbörse(n) Luxembourg

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