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Börse im Blick
Autor: Redaktion w:o

22:15 | 29.01.2010
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  Nachricht vom 29.01.2010 | 22:15   2916 mal gelesen

Wall Street Schluss: Schwaches Handelsende

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Nach einem freundlichen Start trübte sich die Stimmung an den US-Börsen deutlich ein. Der Dow Jones 121769 chart121769 nachrichten verlor zuletzt 0,54 Prozent auf 10.065,97 Punkte. Der Nasdaq_Composite Nasdaq_comp chartNasdaq_comp nachrichten knickte indes um 1,45 Prozent auf 2.147,35 Zähler ein, und der S&P 500 gab 1,00 Prozent auf 1.073,72 Punkte nach.

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Januar 2010 verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan. So erhöhte sich der Gesamtindex auf 74,4 Punkte (vorläufig: 72,8 Punkte). Volkswirte waren von einem Anstieg auf 73,0 Punkten ausgegangen. Damit hat der an den Finanzmärkten viel beachtete Index ein zwei-Jahres-Hoch erreicht. Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte indes für Januar 2010 einen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So erhöhte sich der Einkaufsmanager-Index auf 61,5 Punkte, nach 58,7 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten lediglich einen Wert von 57,2 Zählern erwartet.

Die US-Wirtschaftsleistung ist im vierten Quartal 2009 deutlich angezogen. Gemäß der ersten Schätzung des US-Handelsministeriums wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,7 Prozent, während Volkswirte lediglich einen Anstieg um 4,7 Prozent prognostiziert hatten. Im Vorquartal hatte sich das BIP nur um 2,2 Prozent erhöht. Der Anstieg der US-Arbeitskosten hat sich unterdessen im vierten Quartal mit leicht beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Laut US-Arbeitsministerium wuchs der entsprechende Index gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent an. Volkswirte waren nur von einer Kostensteigerung um 0,4 Prozent ausgegangen, nachdem der Index im dritten Quartal schon um 0,4 Prozent zugelegt hatte.

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron (ISIN US1667641005 / WKN 852552) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 37 Prozent gesunken ist, was mit Verlusten im Raffinerie-Geschäft, negativen Währungseffekten und einem Einmalertrag im Vorjahr zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 3,07 Mrd. Dollar bzw. 1,53 Dollar pro Aktie, nach knapp 4,9 Mrd. Dollar bzw. 2,44 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Gesamtumsatz des Konzerns erhöhte sich von 45,20 Mrd. Dollar auf 48,68 Mrd. Dollar. Die Ergebniserwartungen wurden damit verfehlt. Die Aktie von Chevron bewegte sich zuletzt mit fast 2 Prozent im Minus.

Der Spielzeughersteller Mattel (ISIN US5770811025 / WKN 851704) konnte im vierten Quartal 2009 Umsatz und Ergebnis verbessern. Wie der Konzern heute erklärte, wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 1,96 Mrd. Dollar gesteigert. Der Nettogewinn kletterte indes um 86 Prozent auf 328,4 Mio. Dollar bzw. 89 Cents je Aktie. Hierin war ein positiver Steuereffekt von 8 Cents pro Aktie enthalten. Analysten hatten zuvor ein EPS von 68 Cents sowie einen Umsatz von 1,98 Mrd. Dollar erwartet. Das Papier von Mattel verlor nach Zahlen 1,5 Prozent.

Der Anteilschein von Fortune Brands (ISIN US3496311016 / WKN 850250) knickt um mehr als 4 Prozent ein. Dabei konnte der Spirituosen- und Haushaltswarenhersteller im vierten Quartal 2009 dank neuer Produkte und Kosteneinsparungen ein positives Ergebnis ausweisen und die Erwartungen schlagen. Die Umsatzerlöse wuchsen um rund 0,6 Prozent auf 1,80 Mrd. Dollar an. Zudem erreichte der Nettogewinn bereinigt um Minderheitsanteile 11,5 Mio. Dollar bzw. 0,08 Dollar je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 281,3 Mio. Dollar bzw. 1,88 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 0,66 (Vorjahr: 0,64) Dollar.

Der Lkw-Hersteller PACCAR (ISIN US6937181088 / WKN 861114) verbuchte im vierten Quartal 2009 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Wie der Konzern heute mitteilte, verringerte sich der Umsatz auf 1,99 Mrd. Dollar, nach 2,62 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Ferner schrumpfte der Nettogewinn von 113,1 Mio. Dollar bzw. 31 Cents je Aktie auf 46,1 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie. Hierin war ein negativer Einmaleffekt in Höhe von 3 Cents pro Aktie enthalten. Analysten hatten zuvor ein EPS von 7 Cents bei Umsatzerlösen von 2,03 Mrd. Dollar erwartet. Die PACCAR-Aktie konnte über 2 Prozent zulegen.

Am kommenden Montag werden unter anderem die Zahlen zu den US-Bauausgaben für Dezember 2009 sowie zum ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes für Januar 2010 veröffentlicht.


Autor: Redaktion w:o



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