szmtag

Egbert Prior: Deutz - Der Motor springt an

Autor: Egbert Prior | 10.03.2010 | 10:48 | 1485 mal gelesen

Der Kölner Motorenbauer (WKN 630500) steht kurz vor dem Abschluß einer Anschlußfinanzierung. Das bestätigte eine Sprecherin der Prior Börse. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge soll der vereinbarte Zinssatz allerdings ca. 2%-Punkte höher ausfallen als bisher. Seit dem vergangenen Sommer verhandelt Vorstandschef Helmut Leube mit amerikanischen Gläubigern. Vor drei Jahren hatte Deutz eine Kreditzusage von rund 200 Millionen Euro erhalten. Jedoch hatte der Konzern die Auflagen der Gläubiger verletzt, daher hing die Finanzierung zuletzt am seidenen Faden. Analysten warnten reihenweise vor den Risiken, sollten die Geldgeber die Kredit nun fällig stellen, und rieten zum Verkauf der Aktie. Angesichts der bevorstehenden Kreditverlängerung ist die Gefahr gebannt und der Kurs ausgebüxt.

Fast ein Jahr lang pendelte die Aktie zwischen drei und 3,50 Euro. Jetzt ist die Notierung auf vier Euro angesprungen. Die Börsenwaage zeigt lumpige 490 Millionen Euro an. Dem steht ein langjähriges Umsatzniveau von 1,5 Milliarden Euro gegenüber. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz jedoch um nahezu die Hälfte eingebrochen. Sie müssen wissen: Es handelt sich um ein hochzyklisches Geschäft. Die Dieselmotoren landen in Lastkraftwagen und Traktoren. Die größten Kunden sind der italienische Landmaschinenhersteller Same-Deutz-Fahr und Volvo. Beide sind mit 45% bzw. 6,7% gleichzeitig wichtige Anteilseigner. Der Rest ist breit gestreut, die 4.200 Mitarbeiter sind ebenfalls stark in der Aktie engagiert.

Am 18. März legt Steuermann Leube die Abschlußzahlen vor. Dabei dürfte vor allem sein Ausblick positiv ausfallen. Bereits im Laufe des vorigen Jahres gab es erste Anzeichen für eine Besserung. So übertraf der Auftragseingang im dritten Quartal den Umsatz. Das Einsparprogramm mit dem Namen „Move“ führte zum 30. September zu mehr als 100 Millionen Euro an Kostenkürzungen. Es kam in den ersten neuen Monaten ein positiver operativer Barmittelzufluß von 49 Millionen Euro zusammen - hauptsächlich durch den Abbau von Lagerbeständen. „Wir haben kein Liquiditätsproblem“, betont eine Sprecherin. 180 Millionen liegen in der Kasse. Wenn Sie das Cash allerdings der Ordnung halber mit den Finanzschulden verrechnen, steht der Deutz mit 33 Millionen in der Kreide. Die Eigenkapitalquote 38%. Wir gehen davon aus, daß die Kölner in 2 bis 3 Jahren einen Überschuß von 85 Millionen Euro in die Scheune fahren können. KGV demnach billige fünf.




Autor: Egbert Prior





Mehr Geldverdienen mit der Prior Börse:

520% Gewinn seit 2003!

Bestellen Sie hier die Prior Börse 2 Wochen Kostenlos





  Egbert Prior  
Prior Börse
Autor: Egbert Prior

10:48 | 10.03.2010
Artikel versenden drucken
  weitere Nachrichten des Autors  
Egbert Prior: Tonkens Agrar - Bauernfängerei? Prior Börse 10:27 28.07
Egbert Prior: Chips gehen weg wie warme Semmeln Prior Börse 11:42 21.07
Egbert Prior: Tenbagger aus dem Schwabenland Prior Börse 13:00 14.07
Egbert Prior: Vossloh auf dem richtigen Gleis Prior Börse 11:24 07.07
Egbert Prior: Schlechte Augen - Gut für Fielmann! Prior Börse 11:03 23.06
Egbert Prior: Dräger spart sich gesund Prior Börse 10:53 16.06
Egbert Prior: Immofinanz - billiges Betongold Prior Börse 11:05 09.06
Egbert Prior: CTS Eventim: Die Cashmaschine Prior Börse 10:15 02.06
Egbert Prior: K+S: Vorstand redet Klartext Prior Börse 10:20 26.05
Egbert Prior: Init vor Prognoseanhebung Prior Börse 10:56 19.05