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Angst vor der Zukunft

Autor: Bernd Niquet | 31.07.2010 | 13:00 | 2373 mal gelesen

Ganz besonders an den Finanzmärkten

Viele Leute haben heute Angst vor der Zukunft, ganz besonders an den Finanzmärkten. Meine Ängste stecken hingegen eher in der Vergangenheit.

Ich bin großgeworden eingemauert und mit russischen Panzern um mich herum, zudem mit dem Wissen, dass die Welt nur knapp dem Atomkrieg entkommen ist. Ist es daher nicht eigentlich logisch völlig unmöglich gewesen, dass wir überhaupt jemals zu einem Punkt gekommen sind wie heute?

Ja, es ist völlig unmöglich gewesen – und es ist trotzdem passiert. Wie klein sind daher die Probleme, die uns heute quälen. Subjektiv schmerzen sie natürlich genauso wie alle Probleme zu allen Problemen geschmerzt haben. Doch es wird doch erlaubt sein, einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen.




Autor: Bernd Niquet


berndniquet@t-online.de

Die Krisenfrequenz erhöht sich merklich und selbst die Professionellen verlieren zunehmend die Orientierung. Wir Romantiker hingegen kennen uns schon seit jeher im Dunkeln aus.

"Der 29. Januar 2007 ist ein Montag und Montage sind bei mir gute Entscheidungstage. An diesem Tag beginne ich mit etwas, was ich nie zuvor in meinem Leben gemacht habe: Ich verkaufe alle meine Aktien. Mir gefällt die Lage nicht mehr, ich steige aus. Die Risiken sind mir zu groß und ihnen stehen keine entsprechenden Gewinnchancen mehr gegenüber. Mein gesamtes Börsenleben über habe ich stets Aktien besessen, und das sind jetzt immerhin schon etwa dreißig Jahre. Doch nun findet das vorerst ein Ende. Ich möchte reinen Tisch machen. Ich nehme mein Geld und verlasse die Spielhalle. Im Boomjahr 1999 habe ich annähernd hundertfünfzig verschiedene Aktienpositionen besessen, und selbst auf dem Tiefpunkt der Krise im Jahr 2003 hielt ich immer noch annähernd vierzig. Doch jetzt dominiert mich das Bedürfnis, einen Schlussstrich zu ziehen."



Das interessanteste und vielseitigste Buch über die Finanzkrise:
Bernd Niquet, Wie ich die Finanzkrise erfolgreich verdrängte, Leipzig 2010, ISBN 978-3-86901-830-0, 465 Seiten, 16 Euro.

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Autor: Bernd Niquet

13:00 | 31.07.2010
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