Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Bioethanolwerk – eine Alternative zum Erdöl gefunden

Ein Bioethanolwerk produziert aus Biomasse oder biologisch abbaubaren Abfällen Treibstoff als Ersatz für herkömmlichen Treibstoff aus fossilen Energieträgern. Der Einsatz nachwachsender Biomasse ist nicht unumstritten.

Die Erdölvorräte sind begrenzt. Dies ist seit langem bekannt, doch über die tatsächliche Grenze, das heißt den Zeitpunkt, zu dem kein Erdöl mehr zur Verfügung steht, besteht Ungewissheit. Dies beruht darauf, dass zwar immer neue Vorräte entdeckt werden, es aber auch immer schwieriger wird, diese zu fördern. Es ist somit ein wirtschaftliches Problem. Erdöl wird zwar immer verfügbar sein, jedoch zu Preisen, die den Einsatz zur Gebäudeheizung oder als Treibstoff im Verkehr verhindern.

In viele Richtungen wird geforscht, um dieses Menschheitsproblem zu lösen. Als eine der möglichen Lösungen wird das Bioethanolwerk angesehen. Es produziert aus Biomasse - also aus Pflanzen, pflanzlichen Abfällen, Holz oder Stroh – Ethanol, das als Beimischung zum Benzin für Ottomotoren oder als reines Ethanol, eventuell zusammen mit anderen Alkoholen, in darauf abgestimmten Motoren eingesetzt werden. Die Motoren müssen die Beimischung „vertragen“, also beispielsweise mit geeigneten Dichtungen ausgestattet sein oder mit anderer Verdichtung und anderem Zünd-Zeitpunkt arbeiten.

Im Bioethanolwerk wird die Biomasse, eventuell nach Aufbereitung, mit Hefe versetzt und fermentiert, durch Destillation/Rektifikation konzentriert und danach entwässert. Die Rest-Produkte können noch als Tierfutter-Zusatz oder Düngemittel eingesetzt oder thermisch zur Wärme- und Stromgewinnung verwendet werden.

Solange das Bioethanolwerk Abfälle oder sonst nicht verwertbare Stoffe verarbeitet, ist es ein positiver Beitrag zur Energiebilanz. Dies darf auch noch für die Verarbeitung von Pflanzen gelten, die auf minderwertigen Böden, auf denen keine Nutzpflanzen gedeihen, angebaut werden. Kritisch gesehen wird jedoch die Verwendung von speziell angebauten Pflanzen, weil dadurch wertvoller Boden der Nahrungsmittelproduktion entzogen wird. Auch die Umweltbilanz ist nicht ausschließlich positiv, weil beim Anbau der Energiepflanzen klimaschädliche Gase wie Distickstoffoxid entstehen können. Hier steht auf der einen Seite der Bedarf an Ersatz für „endliche“ fossile Energieträger durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe, auf der anderen Seite der Bedarf an Fläche für die Produktion von Nahrungsmitteln.

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare


Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.
Mehr zum Thema bei w:o
Titel
Passendes im Netz
Titel
Schlagen Sie hier relevante und interessante weiterführende
Inhalte zu diesem Artikel vor.
 
 
Einen Link vorschlagen: 

Unter 'Seite vorschlagen' können Sie eine thematisch und qualitativ passende Website eintragen. Unsere Redaktion wird den Vorschlag zeitnah hinsichtlich seiner Qualität und seinem Mehrwert für unsere User prüfen und die vorgeschlagene Website veröffentlichen oder ggf. ablehnen.

Qualitätskriterien:

Jeder Linkvorschlag wird von dem wallstreet:online-Team hinsichtlich folgender Kriterien geprüft:

• Der Link muss auf eine Domain mit deutschem Impressum verweisen

• Der Inhalt der vorgeschlagenen Website muss qualitativen Mindestanforderungen entsprechen. Hierzu zählen bspw. der zusätzliche oder ergänzende informative Nutzen sowie ein gegebener Mehrwert für User, die von wallstreet:online auf die vorgeschlagene Website geleitet werden

• Der Text des Verweises sollte prägnant und inhaltich passend gewählt sein, damit aus seiner Formulierung auf das verwiesene Angebot rückgeschlossen werden kann

• Die Länge des Texts darf maximal 50 Anschläge betragen

• Desweiteren besteht für freigegebene Verweise keinerlei Anspruch auf dauerhafte Integration. Das wallstreet:online-Team behält sich vor, veröffentlichte Verweise ohne Ankündigung zu entfernen bzw. durch von der Redaktion als f¨r unsere User als sinnvoller eingestufte Vorschläge zu ersetzen.

Ratgebersuche