Schon seit dem Jahr 1970 ist Spaltung im Lager der Autoliebhaber zu spüren. Immer dann, wenn es um den Manta geht, wird sowohl vom Kultfahrzeug schlechthin gesprochen, das sich inzwischen seinen Status als Oldtimer erarbeitet hat, aber auch vom Klischeefahrzeug, das besonders mit dem Ruhrgebiet und dessen Arbeiterkultur stark verknüpft ist. Als Fünfsitzer wurde der Manta A im September 1970 vom Laufband der Adam Opel AG geschickt und seinen Status konnte zu dieser Zeit noch niemand erahnen. Eher war der Manta in seiner Entwicklung dazu gedacht, für den Automobilhersteller Ford eine Konkurrenz zu bieten, die zielgerichtet auf den Ford Capri ausgerichtet war. Der Manta A wurde mit drei unterschiedlichen CIH-Motoren auf den Markt gebracht, die auch in der Opel Rekord C-Limousine zum Einsatz kamen. Ein Motor verfügte dabei über 68 PS, der weitere 80 PS und ein Modell gelangte mit 90 PS auf den Markt. Der letzte Manta B rollte dann im Jahr 1988 in den Opel Werken vom Band und dieser war mit der Starrachse, auch als Zentralgelenkachse bezeichnet, ausgestattet, die auch im Kadett B aus dem Jahr 1967 Verwendung fand.
Schon in den 1960er Jahren begannen die Entwicklungsarbeiten für den Manta, die unter dem Arbeitstitel Projekt 1450 durchgeführt wurden. Im Jahr 1968 brachte Ford den Ford Capri auf den Markt und Opel war nun bestrebt, einen würdigen Konkurrenten auf die Straßen zu schicken. Das Manta-Coupé, das im September 1970 am Timmendorfer Strand erstmals präsentiert wurde, war das Ergebnis der Entwicklungsarbeiten. In der gemäßigten Limousinen-Variante war es der Ascona, der im November 1970 in Turin der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Der Manta Rochen aus dem Tierreich gab dem Wagen seinen Namen und das Emblem, das an den Kotflügeln zu finden war. Auch hier wurde in Anlehnung an die Namensgebung von Ford gearbeitet, denn der Ford Mustang war hier als Ideengeber aktiv. Hier gilt der Pony-Car, wie dieses Fahrzeug bezeichnet wurde, als kompakt und leicht in der Liga der Mittelklassefahrzeuge. Das Coupé mit dem klingenden Namen Capri verkaufte sich auch ab 1968 sehr gut. Diese Erfolge konnte sich Opel nicht länger vorleben lassen und so wurde auch dem Opel ein Name aus dem Tierreich gegeben, der des Stachelrochens eben, denn die Zielgruppe von Opel für den Manta war von Anfang an die Männerwelt, die mit der sportlichen Optik durch lange Motorhaube und kurzes Heck überzeugt werden sollte.