Bei einer Werkstatt ist es genauso wie mit einer Arztpraxis. Der Kunde ist letztlich Laie, er kann die Arbeit der Werkstatt und der Monteure nur sehr bedingt kontrollieren und nachvollziehen. Letztlich ist der Rechnungspreis, den man bezahlt, gar nicht so wichtig. Wichtig ist vielmehr, was man insgesamt für das Vergnügen bezahlt, mit einem Auto durch die Gegend zu fahren. Man sollte also nicht so sehr auf die Summe der Rechnungen schauen als auf die Gesamtbetreuung durch die Werkstatt.
Es gibt mehrere Arten von Werkstätten. Zum einen gibt es die freien Werkstätten, die alle Autos reparieren und instand setzen. Dann gibt es die Vertragswerkstätten, die spezialisiert auf genau ein Fabrikat sind. Und die Hinterhofwerkstätten, in Berlin gibt es zum Beispiel viele kleine Werkstätten, die vielleicht auch mit Schrottplätzen zusammen arbeiten. Alle haben ihre Vorteile und Nachteile. Das persönliche Profil sollte hier entscheiden, zu welcher Werkstatt man gehen sollte.
Die erste Unterscheidung findet bei dem zu pflegenden Auto statt. Wenn man einen teueren Neuwagen hat, dann steht die Werterhaltung an erster Stelle. Um die Werterhaltung bei einem Neuwagen zu gewährleisten muss man zwei Dinge beachten. Zum einen muss man die Werkstatt vom Hersteller zertifiziert sein, denn wenn man eine nicht zertifizierte Werkstatt an den Neuwagen herumbasteln lässt, dann kann einem das schon die Garantie kosten. Bei einem Wirtschaftsgut, das eben neu über 20000 Euro kosten kann wäre das dann schon eine Wertevernichtung. Zum andern muss man gerade in der Neuphase den Wagen durch die vorgeschriebenen Inspektionen bringen. Hier werden dann in der guten Werkstatt die Einstellungen der Zündkerzen und der Ölwechsel durchgeführt. Bei einem Wagen ist es eben oft so wie bei einem Menschen, ein kleiner Fehler kann schnell zu einem wesentlich dickeren und teureren Problem auswachsen. Man kennt das vielleicht auch von der Windschutzscheibe. Wenn man hier den Schaden rechtzeitig bemerkt, dann kann man flicken, ansonsten muss man eben wechseln.
Der Nachteil der Vertragswerkstatt ist der Preis. Man bekommt perfekte Leistung muss aber auch einen hohen Preis dafür bezahlen. Schließlich gibt es ja auch nur Originalteile bei dem Händler.
Freie Werkstätten und Hinterhofwerkstätten beziehen ihre Teile oft auf dem grauen Markt. Manchmal kann man bei einer solchen Werkstatt sogar mitarbeiten. Wenn man ein altes Auto hat, dann kann das aber eine gute Alternative sein.