Wer den Öldruckgeber wechseln möchte, der sollte dies entweder in einer Fachwerkstatt machen lassen oder sich zumindest dafür in eine Selbsthilfewerkstatt begeben. Dort hat man an Werkzeug und Hilfstechnik alles zur Verfügung, was man für den Ausbau des alten Gerätes und den Einbau der neuen Technik benötigen könnte. Vor allem ist es bei vielen Fahrzeugen nötig, von unten an den Motorraum herankommen zu können. Da ist es ganz praktisch, wenn man eine Hebebühne oder eine Arbeitsgrube zur Verfügung hat. Außerdem können dort die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden, dass dabei austretendes Öl nicht ins Abwasser oder Grundwasser gelangen kann.
Deshalb sollte man immer ein größeres Gefäß bereit halten, wenn man den Öldruckgeber wechseln will. Zuerst muss man sich eine geeignete Stelle suchen, wo man die neue Technik einbauen kann. In der Regel wird das die Stelle sein, wo man zuvor das auszutauschende Bauteil entfernt hat. Beim Einbau des neuen Messgerätes sollte man daran denken, dass es hier ein zu beachtendes Drehmoment gibt. Den findet man entweder auf der Original-Verpackung oder muss ihn beim Hersteller erfragen. Ein zu straffes Anziehen kann zur Zerstörung des Geräts führen.
Danach müssen die Kontakte angeschlossen werden, die den Öldruckgeber mit der Bordelektronik verbinden. Ist das erfolgreich beendet, muss man eine Prüfung des Ölstandes vornehmen und in den meisten Fällen Öl nachfüllen, weil bei der Demontage fast immer Öl austritt. Danach muss im Rahmen einer Probefahrt geprüft werden, ob das neue Gerät ordnungsgemäß funktioniert.
Beim Öldruckgeber Wechsel gibt es immer dann einen Warnhinweis von den Experten, wenn dabei ein Druckgeber mit Warnkontakt ausgebaut wird und ein neuer ohne Warnsignal eingebaut wird. Das könnte im Ernstfall fatale Folgen haben, weil man nicht mehr gewarnt wird, wenn der Öldruck im Motor zu weit abgesunken ist. Der Motor könnte dadurch einen irreparablen Schaden nehmen. Das dabei am häufigsten auftretende Problem ist der so genannte Kolbenfresser.
Im Fachhandel vor Ort kann man den Öldruckgeber kaufen, über seine Stammwerkstatt bestellen lassen oder sich auf den Tuningseiten im Internet informieren, welche Modelle besonders empfehlenswert sind und wo man diese preiswert kaufen kann. Meistens gibt es dort noch ein paar Tipps, worauf man beim Einbau achten muss.