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GTI – sportliches Fahren mit Pfiff

Die Abkürzung GTI steht für „Gran Tourismo Injektion“ und ist eine Bezeichnung, die vom deutschen Autobauer Volkswagen im Jahr 1976 geprägt wurde.

Obwohl die Kennung GTI von Volkswagen erfunden und rechtlich geschützt wurde, wird dieses Kürzel für besonders sportive Motorisierungen auch von anderen Herstellern für einzelne Modelle ihrer Palette genutzt. Dazu gehören neben Suzuki und Mitsubishi auch Nissan, Rover und Toyota. Dabei handelt es sich durchweg um leistungsstarke Modelle, die einen Einspritzmotor verwenden, der auf Benzinbasis arbeitet.

Als Vater der Einspritztechnik bei den Verbrennungsmotoren gilt Johannes Spiel, der bereits 1884 erfolgreich mit der GTI Technik experimentierte. Auch Busch versuchte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts an dieser Technologie, allerdings war den Ingenieuren anfangs nur wenig Erfolg beschieden. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren der Daimler Benz AG gelang Ende der 1930er Jahre der Durchbruch.

Der GTI hat gegenüber dem herkömmlichen Vergaser einige entscheidende Vorteile. Die beginnen schon damit, dass mit der Injektionstechnik eine deutlich genauere Dosierung des Kraftstoffs möglich ist. Die modernen und sparsamen Motoren wären ohne diese Technologie undenkbar. Außerdem bestand beim Vergaser immer die Gefahr, dass das Mischungsverhältnis nicht stimmte und es zu einer Fehlzündung kommen konnte, wie man sie teilweise noch bei alten Motorrädern bei einem Kaltstart zu hören bekommt.

Mit der Gran Tourismo Injektion, kurz GTI, sicherte man sich aber noch andere Vorteile. Die Einspritzanlage bietet mehr Spielraum bei der Konstruktion und der Nutzung des zur Verfügung stehenden Platzes. Sie funktioniert zuverlässig, egal in welcher Lage sie eingebaut wird. Das führte nach der Einführung bei den Automotoren auch dazu, dass die Karosserie bei den Kleinwagen verkürzt werden konnte. Der Vorreiter bei den kurzen Schnauzen war der Renault Twingo, doch heute findet man sie bei allen Herstellern.

Zu Anfang arbeitete man mit der mechanischen GTI Technologie. Hier hatte man aber mit einem hohen Aufwand zu kämpfen, der sich letztlich auch in den Preisen für die Fahrzeuge niederschlug. Die meisten Autohersteller stiegen deshalb Anfang der 70er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts auf elektronische Einspritzanlagen um, die bereits 1958 beim Chrysler 300 erfolgreich in Serie ging. Lediglich Porsche und Mercedes Benz hielten noch bis Anfang der 1980er Jahre daran fest. Die elektronische Einspritzung des Kraftstoffs setzte sich aber nicht nur bei den PKW und Nutzfahrzeugen auf Benzinbasis durch, sondern eroberte auch schnell die Motorisierungstechnik der Zweiräder.

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