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Ledersitzbezüge und ihre Vor- und Nachteile

Der Innenraum neuer Autos schmeichelt mit Sicherheit so mancher Nase – nicht nur den männlichen. Vor allem Ledersitzbezüge haben da ihren eigenen, ganz speziellen Geruch.

Besonders bei einem Neuwagenkauf steht unter anderem die Frage an: „Ledersitzbezüge – oder doch lieber Stoff?“ Ein Vorteil fällt wahrscheinlich jedem sofort ins Auge, und das ist die Optik. Ledersitzbezüge wirken auf jeden Fall im Neuzustand wesentlich edler als Stoffbezüge. Hinzu kommt der angenehme Geruch, den sie im Innenraum verströmen. Wenn sie gut gepflegt werden, hält dieser Zustand auch lange an.

Doch, was ist mit dem Eis, das die Kinder im Fonds essen? Gehen Schokoladenflecken wieder raus? Oberflächliche Verschmutzungen sind auf der glatten Struktur des Leders oft sogar einfacher zu entfernen, als auf grobporigem Stoff. Gehen die Flecken tiefer, bietet der Markt auch hier sanfte Reinigungsmittel an. In dieser Hinsicht nehmen sich beide also nicht viel, insbesondere, wenn die Sitze in dunkleren Farben gehalten sind.

Einen wirklichen Unterschied macht das schon der Fahrkomfort - besonders im Winter - aus. Ledersitze fühlen sich deutlich kälter an und brauchen auch länger, bis sie eine angenehme Temperatur erreichen als Stoffsessel. Aus diesem Grunde ist eine Sitzheizung für Lederbezüge bei Neuwagen mittlerweile Standard und wird meist ohne Aufpreis mitgeliefert. Freunde von Oldtimern ohne eine solche Heizung haben dann jedoch immer noch die Möglichkeit, diese nachträglich einzubauen. Dem individuellen Wohlbefinden während einer Autofahrt ist diese zweifellos zuträglich.

Doch weil Leder ein Naturstoff ist, gibt es hier auch dementsprechend viele Unterschiede. Da die Sitze strapazierfähig sein müssen, ist hier besonders auf eine geeignete Qualität zu achten. Die Preise variieren dabei genauso stark wie die Beschaffenheit des Materials. Die edelsten Ausführungen erhält man dabei definitiv beim Sattlermeister, wobei man dort sogar noch die Haut auswählen kann, aus der dann später die Sitze gefertigt werden. Doch diese auf Maß angefertigten Handarbeiten sind auch dementsprechend teuer. Preisgünstiger geht es da, wenn man Ledersitzbezüge nachrüsten will, mit Fertigbezügen, die schon ab 300 Euro zu haben sind. Fabrikate aus Kunstleder sind dabei noch preiswerter, verbreiten dafür aber auch nicht den „typischen Ledergeruch“. Schalensitze sind für solche Fertigbezüge jedoch meist wegen ihrer Form ungeeignet zum Nachrüsten, da die Lederfläche nicht richtig anliegen kann.

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