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Opel GT - das einstige Kultauto zu neuem Leben erweckt?

Opel leidet unter der Krise seines Mutterkonzerns. War die Wiederbelebung vom Klassiker, dem Opel GT, der richtige Weg, frischen Wind in die Produktionshallen zu bringen?

Opel ist traditionell eine Automarke, die sich durch wirtschaftliche Kleinwagen und klassische Familienkarossen auszeichnet. Sportwagen sind nicht das typische Opel-Produkt. Zwar wurde schon einmal das eine oder andere Modell in eine sportliche Karosserie gesteckt und mit einem etwas strammeren Fahrwerk versehen. Aber an traditionelle Sportwagen reicht Opel nicht heran.

Erstmals gegen Ende der 1960er Jahre schufen die Rüsselsheimer ein zweisitziges Coupé, der seinerzeit wirklich Aufmerksamkeit erregte. Gut einhunderttausend Modelle des legendären Opel GT wurden von 1968 bis 1973 gebaut. Dieses sportliche Auto mit der betont langen Schnauze und den versenkbaren Scheinwerfern war das gelungene Ergebnis jahrelanger Designstudien. Opel hatte seinerzeit sogar das Patent auf diese Technik. Leider war dieses Fahrzeug für sein sportliches Auftreten stark untermotorisiert. Er war wahlweise mit einem 1100 Kubikzentimeter-Motor oder einem 1900 Kubikzentimeter-Motor ausgestattet und erzeugte damit eine Leistung von sechzig oder neunzig Pferdestärken. Auch das Fahrwerk entsprach nicht wirklich einem Vollblut-Sportwagen. Es ist schade um diese wunderschöne Karosserie, die in Form und Material ihrer Zeit weit voraus war. Hätte man sie mit der entsprechenden Technik ausgestattet, wären dauerhafte Erfolge möglich gewesen. Doch statt das Fahrzeug zu perfektionieren, stellte man die Produktion im Frühjahr 1973 ein.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wollte Opel wieder in die Produktion sportlicher Fahrzeuge mit dem Speedster einsteigen. Sportwagen werden jedoch inzwischen von vielen Marken angeboten, so dass man schon ein außergewöhnliches und konkurrenzloses Fahrzeug hätte schaffen müssen, um an die alten Erfolge anzuknüpfen. Der Speedster erfreute sich keiner großen Nachfrage. Opel versuchte es dann mit einem neuen Modell, das auf den Namen des Kult-Klassikers zurückgriff. Ein neuer Opel GT wurde geschaffen. Im Gegensatz zu seinem Namensgeber wurde dieses Modell, ebenso wie sein Vorgänger, der Speedster, in Form des Roadsters gebaut. An die Erfolge des klassischen Opel GT kann dieses Modell jedoch nicht anschließen. Umständlich ist Handhabung des Verdecks, außergewöhnlich klein der Kofferraum und von Komfort im Innenraum kann nicht die Rede sein. Das gut durchdachte Fahrwerk und die satten 264 Pferdestärken können nicht über viele kleine Unzulänglichkeiten hinwegtrösten. Der neue Opel GT war nicht konkurrenzfähig auf dem großen Markt der Roadsters und der Sport-Cabrios.

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