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Privat genutztes Firmenauto: So wird abgerechnet

Ab dem mittleren Management wird von vielen Firmen ein Dienstwagen gestellt. Für eine private Nutzung müssen beim Firmenauto aber steuerliche Aspekte und Fahrtenbuch-Pflichten beachtet werden.

firmenauto
© rbideePs / http://www.pixelio.de
Das Dienstauto wird Mitarbeitern durch das Unternehmen für dienstliche Fahrten überlassen. Firmenwagen sind ab Positionen der mittleren Führungsriege obligatorisch und werden natürlich auch dem Außendienst zur Verfügung gestellt. Die meisten Dienstwagen dürfen dabei auch privat genutzt werden – wenn ein Fahrtenbuch geführt wird oder die 1%-Regelung greift.

Für eine private Nutzung des Firmenwagens müssen die Mitarbeiter ein Fahrtenbuch führen. Anhand des Fahrtenbuches können private Wege dokumentiert werden und lassen sich dann steuerlich als geldwerter Vorteil durch das Unternehmen erfassen.

Anstelle des Fahrtenbuches hat sich heute jedoch die 1%-Regelung für das Firmenauto durchgesetzt. Auch mit der 1%-Regelung wird der Dienstwagen als geldwerter Vorteil durch das Unternehmen versteuert. Dabei werden ein Prozent des normalen Listenpreises des Fahrzeuges auf das Gehalt des Mitarbeiters umgeschlagen. Die 1%-Regelung bedeutet für den Arbeitnehmer geringere Steuer- und Sozialabgaben. Mit der Listenpreisregelung gehen Arbeitnehmer aber auch einen Verzicht auf einige hundert Euro Nettolohn ein. Trotzdem kommt die Dienstwagenregelung den Arbeitnehmern entgegen, da die Kosten für den hochwertigen Dienstwagen bedeutend geringer ausfallen als ein Autokauf oder Ratenzahlungsvertrag aus eigener Tasche. Für ihren Dienstwagen zahlen Arbeitnehmer zudem keine Spritkosten, Kfz Versicherung und Reparaturkosten. Üblicherweise werden durch das Unternehmen deutschlandweit gültige Tankkarten ausgehändigt.

Immer mehr Unternehmen locken auch qualifizierte Neueinsteiger mit einem Dienstwagen. Im Gegensatz zur Eigenanschaffung ist ein voll versicherter Firmenwagen aber immer eine gute Wahl.

Auf den deutschen Straßen herrscht zwischen den Abteilungschefs und Außendienstlern eine klare Hierarchie: Firmenwagen stehen auch für die jeweilige Job-Position. Limousinen der Oberklasse sind dabei nur in der Unternehmensleitung verbreitet. Im mittleren Management dominiert die Mittelklasse. Tabu sind in den meisten Unternehmen Sportwagen, sportive SUVs und Luxuslimousinen: Sie passen nicht zum Image der seriösen Firma. Am günstigsten kommen bei der Firmenwagen-Vergabe übrigens Außendienstler weg – wer viel unterwegs ist, bekommt auch eine höhere Fahrzeugkategorie zugestanden.

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