Sicher fahren mit Allwetterreifen
Die Allwetterreifen werden bei den Fachhändlern auch als Ganzjahresreifen bezeichnet, bieten aber nicht die gleiche Traktion wie ein klassischer Winterreifen.

Allwetterreifen liegen von Härtegrad zwischen den Sommerreifen und Winterreifen und besitzen ein kombiniertes Profil. Traditionell haben sie mittig mehrere Rillen, in denen Regenwasser abgeleitet werden kann. Seitlich davon ist ein recht grobes Profil zu sehen. Verläuft es schräg zur Außenseite, muss man aufpassen, dass die Reifen in der richtigen Richtung montiert werden. Im Allgemeinen besitzen Allwetterreifen eine gute Traktion und reichen für das Fahren in städtischen Gebieten auch im Winter völlig aus.
Möchte man im Winter mit Allwetterreifen fahren, ist es wichtig auf die Profiltiefe zu achten. Zwar schreibt die deutsche Straßenverkehrsordnung nur eine minimale Profiltiefe von 1,5 Millimeter vor, doch die reicht nicht aus, um bei winterlichen Bedingungen sicher fahren zu können. Viele Autofahrer nutzen deshalb die Allwetterreifen eine Zeit lang wirklich das ganze Jahr hindurch und fahren sie anschließend noch als reine Sommerreifen ab. Das ist eine gute Lösung, wenn man immer sicher unterwegs sein will.
Die Bereifung darf auch nicht gemischt werden. Es ist nicht zulässig, beispielsweise auf einer Achse Sommerreifen und auf der anderen Allwetterreifen zu fahren. Auch die Kombination mit Winterreifen lässt die STVO nicht zu. Wer trotzdem damit fährt und erwischt wird, muss mit Bußgeldern rechnen. Außerdem kann das dazu führen, dass man im Falle eines Unfalls den Versicherungsschutz verliert oder trotz fehlendem eigenen Verschulden eine Haftung übernehmen muss, die über die üblichen 25 Prozent der Betriebsgefahr hinaus gehen.
Wichtig für eine gute Haftung zwischen Straße und Reifen ist auch der korrekte Reifendruck. Er sollte regelmäßig geprüft werden, wobei die Freaks dazu raten, im Sommer mit einem höheren Druck als im Winter zu fahren. Ein zu hoher Druck auf den Winter- oder Allwetterreifen sorgt dafür, dass das Profil einen Teil seiner Beweglichkeit einbüßt und nicht mehr so gut auf glatten Untergründen haften kann. Außerdem sollte man bei Reifen auf die Haltbarkeitsangabe des Herstellers achten, um keine Unfälle durch Materialermüdung zu riskieren.
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