Sommerreifen und Winterreifen rechtzeitig tauschen
Die Bereifung des Wagens sollte rechtzeitig den Witterungsverhältnissen angepasst werden. Wenn im September die Temperaturen sinken, müssen die Sommerreifen gegen sicherere Winterreifen ausgetauscht werden.

Der Gummi bestimmt in vielfältiger Weise die Fahreigenschaften des Fahrzeuges. Zwei Eigenschaften stehen sich einander gegenüber: Die eine Eigenschaft ist der Rollwiderstand, die andere Eigenschaft ist der Grip, also die Griffigkeit auf der Straße. Wenn der Rollwiderstand gering ist, dann ist der Grip leider auch gering. Die Haftung und der Rollwiderstand sind abhängig von der Temperatur, der Gummi-Mischung und dem Profil der Reifen. Man kann folglich nicht alles haben, einen perfekten Grip und einen niedrigen Rollwiderstand, der wiederum für einen niedrigen Spritverbrauch verantwortlich ist.
Sommerreifen unterscheiden sich von Winterreifen in der Gummihärte und dem Profil. Der Gummi ist so gemischt, dass der Reifen auch bei hohen Temperaturen noch nicht zu weich wird. Das Profil ist so hergestellt, dass der Reifen genügend Haftung auf der Straße hat aber sich dennoch nicht überhitzt und zu weich wird. Wohingegen der Winterreifen aus einem eher weichen Gummi hergestellt ist, der auch bei frostigen Minustemperaturen seine Elastizität und Weichheit behält, die dem Reifen den nötigen Grip verschaffen. Es hängt also durchaus von der Umgebungstemperatur und der Jahreszeit ab, welche Reifen die höchstmögliche Sicherheit bieten.
In Europa ist allerdings der Wechsel zwischen Sommerreifen und Winterreifen nur in wenigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben. In Österreich muss man zum Beispiel als Lastwagenfahrer im Winter die Sommerreifen oder Allwetterreifen gegen Winterreifen tauschen. Das hat den Grund, dass im Winter Lastwagenfahrer auf schwierigen Strecken gerne die Allwetterreifen fuhren. Das gab Sinn, denn Lastwagenfahrer durchqueren weite Strecken, auf denen zu einem Zeitpunkt noch keine Winterbereifung erforderlich ist. Die korrekte Bereifung kann aber dafür sorgen, dass der Bremsweg gerade um die kritischen Meter kürzer ist und es nicht zum Unfall kommt.
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