Toyota: Kühler kaputt – wie teuer wird es heute?
Das Vorurteil, japanische Autos seien teurer im Unterhalt, hält sich hartnäckig. Dabei sind die Unterschiede längst nicht mehr so groß, wie sie einst waren. Ein Toyota-Kühler kostet heute nicht mehr die Welt.
Japanische Autos sind bekannt als unauffällige Fahrzeuge, die ihren Dienst jahrelang ohne Pannen versehen. Deshalb stellt sich vielen Besitzern die Frage nach Ersatzteilpreisen gar nicht. Dennoch haben viele Toyota-Besitzer Angst vor dem ersten Materialfehler, denn Toyota-Kühler und andere Ersatzteile haben den Ruf, sehr teuer zu sein.
Das mag früher auch der Fall gewesen sein: Toyotas, wie auch ihre Ersatzteile, wurden von weit her nach Deutschland gebracht. Mehr als zehntausend Kilometer von den Produktionsstätten mussten alle Teile für eine breite Modellpalette bereitgehalten werden. Gleichzeitig war aber der Absatz noch nicht sehr groß, Pannen waren selten und wenige Kunden mussten für die Kosten dieser ganzen Logistik aufkommen. Bei den Ersatzteil-Preisen herrschte wenig Wettbewerb. Wenig Besitzer von Privatfahrzeugen prüfen nach, wie viel eine Panne kosten wird; dann schaut man schon viel eher darauf, wie oft eine solche Panne auftritt, und in dieser Hinsicht war Toyota sehr gut im Rennen. Taxihalter, die wegen des großen Verschleißes an ihren Autos auf den Preis der Ersatzteile schauen müssen, fuhren damals höchst selten einen Japaner.
Wenn heute ein Toyota-Kühler kaputtgeht, ist keine Panik angesagt: Die Preise sind nicht mehr so hoch, wie sie einmal waren. Toyotas sind hierzulande weiter verbreitet als früher und die Masse drückt den Preis. Internationaler Transport ist heute günstiger und regelmäßiger. In dieser Hinsicht ist die Welt kleiner geworden und es macht heute weniger den Unterschied, wo das Mutterhaus eines Fahrzeugs seinen Sitz hat. Gleichzeitig haben auch deutsche Produzenten Teile der Produktion ins Ausland verlegt. Heute sind die Ersatzteilpreise in erster Linie Sache der Preispolitik der Firma und keine Frage des Transportweges. Immer noch werden die Autos, die im Unterhalt am billigsten sind, als Taxis verwendet. Diese Fahrzeuge werden schließlich von Profis gefahren, bei denen Betriebskosten genau kalkuliert werden. Aber bemerkenswert ist, dass auch immer öfter Toyotas unter den Taxis zu sehen sind. Das ist ein gutes Zeichen. Aber am besten ist es immer noch, wenn erst gar keine Ersatzteile nötig werden.
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