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VW Scirocco - Sportwagen mit Tradition

Der VW Scirocco erblickte im Jahre 1974 erstmals das Licht der Welt, und entwickelte sich fortan zum Inbegriff des Volkswagen-Sportlers. Rund 800.000 Exemplare verkaufte der Wolfsburger Konzern alleine bis 1992.

Mit dem Volkswagen-Konzern assoziieren die meisten Menschen zumeist den VW Golf. Kein Wunder, ist der Kleinwagen doch das Aushängeschild des Wolfsburger Automobilherstellers. Was allerdings nur die wenigsten wissen: Auch der VW Scirocco basiert auf der alleine zwischen 1974 und 1983 über 6,2 Millionen Mal verkauften Kompaktklasse.

Ebenso wie der VW Golf fußt auch das Sportcoupé auf den Ideen des Designers Giorgio Giugiaro. Als dieser Anfang der 70er Jahre von Volkswagen mit der Entwicklung eines Designs für eine Kompaktwagenklasse beauftragt wurde, kam ihm im Zuge seiner Arbeiten die Idee ein Sportcoupé auf gleicher Basis zu entwerfen. Zwar war der VW-Vorstand zur damaligen Zeit von den ersten Entwürfen durchaus angetan, hielt aber Investitionen in dieser Richtung aus wirtschaftlichen Gründen für bedenklich. Schließlich sprang die Automobil- und Karosseriebaufirma Karmann, die bereits an der Entwicklung des inoffiziellen Vorgängers Karmann-Ghia beteiligt war, in die Bresche und sicherte die Finanzierung. Ähnlichkeiten zwischen dem VW Scirocco und dem Alfa Romeo Alfasud Sprint sind übrigens kein Zufall: Giugiaro entwarf die Karosserien für beide Fahrzeuge selbst.

Nachdem die erste Produktionsreihe des VW Scirocco äußerst erfolgreich war und bis heute rund 500.000 Mal verkauft wurde, entschied sich Volkswagen Ende der 70er Jahre dazu, einen Nachfolger zu entwickeln. Zwar steuerte auch Giugiaro wieder einen Design-Entwurf bei, der Konzern entschied sich aber letztlich für ein eigenes Konzept. Im Jahr 1981 erschien der erste VW Scirocco II auf dem Markt, und verkaufte sich knapp 300.000 Mal. Bis ins Jahr 1992 hinein erschienen noch zahlreiche Sonder- und Nachfolgemodelle des Autos, bevor die Produktion schließlich 1992 vorerst eingestellt wurde.

Erst seit 2008 ist das beliebte Sportcoupé wieder Teil der VW-Flotte. Böser Blick, ein breites Steilheck und ein generell bulliges, kräftiges Aussehen sind das Markenzeichen des neuen Modells. Und das sportliche Äußere setzt sich auch unter der Motorhaube fort: In nur 7,1 Sekunden beschleunigt das Fahrzeug auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 230 Kilometer pro Stunde.

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